Frei von gesellschaftlichen Zwängen und unwiderstehlich gut gelaunt sorgte Bärengewinnerin Sally Hawkins in Mike Leighs leichtfüßigem Feelgoodmovie für Charme, Witz und Wonne. http://images.kino.de/flbilder/max08/mbiz08/mbiz21/z0821505/b150x150.jpg Happy-Go-Lucky

Filmdetails

Happy-Go-Lucky

Frei von gesellschaftlichen Zwängen und unwiderstehlich gut gelaunt sorgte Bärengewinnerin Sally Hawkins in Mike Leighs leichtfüßigem Feelgoodmovie für Charme, Witz und Wonne.


Happy-Go-Lucky
Start: 03.07.2008

Komödie / Drama

Großbritannien 2008
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Sally Hawkins
Alexis Zegerman
Eddie Marsan

Regie: Mike Leigh
Verleih: Tobis

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Pauline alias Poppy (Sally Hawkins) wohnt mit ihrer Freundin Zoe (Alexis Zegerman) zusammen, liebt grelle Klamotten und hat mit 30 Jahren noch ein kindliches Gemüt, das sich durch nichts und niemanden die gnadenlos gute Laune verderben lässt. Die notorische Optimistin arbeitet engagiert und mit ganzem Herzen als Grundschullehrerin, nervt die Mitbürger aber auch durch penetrante Albernheit - besonders ihren menschenfeindlichen Fahrlehrer Scotty (Eddie Marsan).

Geradezu irritierend lebensfrohes Feel-Good-Movie von dem bislang zumeist als knallharten Sozialrealisten in Erscheinung getretenen Briten Mike Leigh ("Vera Drake"), der mit fabelhaften Darstellern, Witz und Charme eine leichtfüßige Überlebenskünstlerin zur Alltagsheldin verklärt.


Kritik

Wo Poppy auftaucht, geht die Sonne auf! Mit ihrer sommerfrischen Unbekümmertheit wirbelt Poppy alias Sally Hawkins durch die bizarrsten Situationen.

Großansicht Bei Poppy macht sogar der Unterricht Spaß (Foto: Tobis)

Bei Poppy macht sogar der Unterricht Spaß (Foto: Tobis)

Leopardenbluse, gemusterte Nylonstrumpfhose, giftgrüner Rock, Modeschmuck an jedem nur denkbaren Körperteil und hemmungslos optimistisch - Pauline (Sally Hawkins), von allen nur Poppy genannt, arbeitet als Grundschullehrerin im Norden Londons und ist das, was man eine wahre Frohnatur nennt: stets gut gelaunt, offenherzig, hilfsbereit und ihren Mitmenschen gegenüber unvoreingenommen. Kurzum: Poppy muss man einfach gern haben.

Mit der großen Liebe hat es zwar noch nicht geklappt - ist aber auch halb so wild. Schließlich hat Poppy ja ihre Mitbewohnerin Zoe und einen ganzen Haufen bester Freundinnen, mit denen sie um die Häuser ziehen kann. Und nicht selten gerät sie mit ihrer einnehmenden guten Laune in absurdeste Situationen. So zum Beispiel auch an dem Tag, als sie beschließt, endlich den Führerschein zu machen.

Als Poppy auf den ständig schlecht gelaunten Fahrlehrer Scott trifft (großartig: Eddie Marsan), beginnen die witzigsten Fahrstunden, die man je auf einer Kinoleinwand gesehen hat. Ach ja, und dann kommt doch noch die Liebe ins Spiel ?

Großansicht Da bahnt sich doch was an... (Foto: Tobis)

Da bahnt sich doch was an... (Foto: Tobis)

Knallbunte Sommerkomödie

Wie die quirlige Poppy ihren Alltag bewältigt, zwischen Flamenco-Unterricht, Pub-Touren, Fahrstunden und einer sich anbahnenden Beziehung zu einem knackigen Sozialarbeiter, davon erzählt diese hintersinnige Komödie, die den Blick für die Realität nie verliert und mit der Kultregisseur Mike Leigh die diesjährige Berlinale im Sturm eroberte.

Herzstück und Motor dieser Liebeserklärung an das Leben ist Energiebündel Sally Hawkins, die für ihr wunderbares Spiel zu Recht mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde.

Happy-Go-Lucky

Darsteller:  Sally Hawkins   als Poppy
  Alexis Zegerman   als Zoe
  Eddie Marsan   als Scott
  Samuel Roukin   als Tim
  Andrea Riseborough   als Dawn
  Sinead Matthews   als Alice
  Kate O'Flynn   als Suzy
  Sarah Niles   als Tash
  Sylvestra Le Touzel   als Heather
  Karina Fernandez   als Rosita
  Stanley Townsend   als Stadtstreicher
  Caroline Martin   als Helen
  Oliver Maltman   als Jamie
  Nonso Anozie   als Ezra
 
Regie:  Mike Leigh  
Drehbuch:  Mike Leigh  
Produzent:  Simon Channing Williams  
Ausf. Produzent:  Gail Egan  
  James Clayton  
  David Garrett  
  Duncan Reid  
  Tessa Ross  
Kamera:  Dick Pope  
Schnitt:  Jim Clark  
Musik:  Gary Yershon  
Produktionsdesign:  Mark Tildesley  
Kostüme:  Jacqueline Durran  
Maske:  Christine Blundell  
Ton:  Tim Fraser  
Casting:  Nina Gold  

Die Berlinale mit Angelina Jolie im Zeichen von Film, Blut und Honig

Auch wenn das Thermometer gerade bundesweit in den Keller rutscht - eine "Eis-Berlinale" wie vor zwei Jahren ist offenbar nicht zu befürchten.

Großansicht Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))

Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))

Zumindest attestieren die Wetterdienste, dass die Temperaturen bis zur Eröffnung wieder in den einstelligen Minusbereich zurückkehren. Ob Frost oder nicht: Die Berlinale, die am 9. Februar ihre Pforten öffnet, wird keinen Besucher kalt lassen. Zu viel gibt es zu entdecken! Neben den 395 gezeigten Filmen locken an den elf Festivaltagen zahllose Partys, Empfänge und Diskussionsrunden - und natürlich die Stars am roten Teppich.

Viele Regisseure erzählen in ihren Filmen von einer Welt im Umbruch. Darunter auch ein prominentes Regiedebüt: Hollywoodstar Angelina Jolie stellt "In the Land of Blood and Honey" vor, ein Film über den Bürgerkrieg in Bosnien, der der humanitär engagierten Schauspielerin eine Herzensangelegenheit war.

Deutschlands Hollywood-Exportschlager Diane Kruger gibt die französische Königin Marie Antoinette, die von den Unruhen der Französischen Revolution erfasst wird, in dem Historiendrama "Leb wohl, meine Königin!", dem diesjährigen Berlinale-Eröffnungsfilm.

Dänemarks Superstar Mads Mikkelsen ist ebenfalls in einem königlichen Drama zu sehen, in "Die Königin und der Leibarzt" spielt er den Doktor der dänischen Königin Caroline Mathilde. Der Arabische Frühling, der vor einem guten Jahr begann, zieht sich durch alle Sektionen und zahlreiche Diskussionen.

Bilder zu "In the Land of Blood and Honey"

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Selbst der oft vergessene Kontinent Afrika rückt in den Fokus und erzählt von Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Der asiatische Film ist traditionell stark in allen Reihen vertreten, etwa mit bei Cineasten heiß gehandelten philippinischen "Skandalfilmer" Brillante Mendoza. Auch Angelina Jolies Ex-Mann, der Schauspieler Billy Bob Thornton, wechselt alle Jahre wieder auf den Regiestuhl, in Berlin hat er die starbesetzte Culture-Clash-Komödie "Jayne Mansfield's Car" im Gepäck.

Tom Hanks und Sandra Bullock sind die Protagonisten in dem oscarnominierten 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", während "Twilight"-Star Robert Pattinson auf dem roten Teppich für Kreischalarm sorgen sollte - er spielt im Paris des 19. Jahrhunderts angesiedelten Bel Ami" einen eleganten Liebhaber - u.a. von Uma Thurman und Christina Ricci. Clive Owen beglückt die Berliner dagegen anlässlich der Premiere des britischen Thrillers "Shadow Dancer".

Bilder zu "Bel Ami"

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Auch in diesem Jahr ist Berlinale natürlich DAS Schaufenster für den deutschen Film. Insgesamt 87 deutsche Filme und Koproduktionen laufen in den verschiedenen Sektionen. Auch im Wettbewerb wird geklotzt, gleich drei Schwergewichte des deutschen Autorenfilms rücken ins Rampenlicht: Hans-Christian Schmid mit seinem Familiendrama "Was bleibt", Christian Petzold mit dem geheimnisvollen Drama "Barbara" und Matthias Glasner mit dem am Nordkap gedrehten "Gnade". Außer Wettbewerb zeigt Doris Dörrie ihren neuen Film "Glück", eine berührende Liebesgeschichte zwischen einem Punk und einer jungen Prostituierten.

Welche Wettbewerbsfilme, Darsteller und Filmemacher dieses Jahr die begehrten Bären mit nach Hause nehmen dürfen, das entscheidet die Jury um den Präsidenten Mike Leigh ("Happy-Go-Lucky"). Als kompetente Unterstützung an seiner Seite hat der Top-Regisseur dabei unter anderem Hollywood-Star Jake Gyllenhaal, den legendären Fotografen und Regisseur Anton Corbijn, den Oscar-Nominierten Filmemacher Asghar Farhadi ("Nader und Simin") und die französischen Filmlieblinge Charlotte Gainsbourg und François Ozon. Die glanzvolle Verleihung geht am 19. Februar zum großen Berlinale-Finale über die Bühne.

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Star

Sally Hawkins

Britische Schauspielerin. Sie eroberte 2008 die Berlinale im Sturm: Sally Hawkins gewann mit ihrer unerschütterlich lebenslustigen und...

Star

Eddie Marsan

Britischer Schauspieler. Untersetzt, mit rundlichem Gesicht und so freundlichen wie traurigen Augen, gehört Eddie Marsan zur Garde...

Top-Filme der Woche

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    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

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