Nina Hoss
Isabel Bongard
Matthias Brandt
Regie: Erica von Moeller
Verleih: Novapool Pictures
Hannah (Nina Hoss) ist jung, schön, rätselhaft - und unnahbar. Sie hat sich in ihrer Wohnung mit dem Fotolabor wie in eine Festung zurückgezogen, in die niemand Zutritt hat. Weder Arbeitskollegen, ihr Freund, noch Eltern oder die Tochter. Eines Tages fühlt sie sich plötzlich von einem Unbekannten verfolgt: Sie findet Fotos von sich aus einer lange vergangenen, unbeschwerten Zeit. Das fördert verschüttete Erinnerungen zu Tage, konfrontiert sie mit dem Rätsel ihrer eigenen Person und bringt beunruhigende Ereignisse in Gang.
Psychostudie, die sich schleichend zum Thriller mit Krimi- und Romantikanteilen entwickelt. Erica von Moeller lässt dennoch unklar, ob die Bedrohung, von der die Protagonistin heimgesucht wird, real ist, oder sich nur in ihrem reichlich verdrehten Kopf abspielt.
Nina Hoss brilliert als zurückgezogen lebende junge Frau, die von ihrer verdrängten Vergangenheit eingeholt wird und eine schmerzhafte Reise zu sich selbst beginnt.
Hannah (Nina Hoss) hat das Träumen aufgegeben. Statt als Fotografin kreativ zu arbeiten, jobbt sie in einem Fotolabor. Sie umgibt sich mit einer Mauer, sobald ihr jemand emotional zu nahe kommt, fährt sie die Stacheln aus.
So schläft sie zwar mit, aber nicht bei ihrem Freund, sie hält es nicht aus, wenn jemand neben ihr atmet und mit verstörender Ehrlichkeit macht sie ihm klar, dass der Platz an ihrer Seite nicht heißt, an ihrem Leben teilzunehmen. Tochter Maya lebt bei den Großeltern und fühlt sich von der Mutter zurückgestoßen, die Besuche enden meistens im Desaster.
Hannah hat sich eingerichtet in einer überschaubaren Existenz zwischen Fotolabor und kühler Wohnung, zieht Grenzen zwischen Liebe, Familie und Arbeit. Bis eines Tages dieses penible Ordnungssystem zusammenbricht, im Labor landen versteckt von ihr aufgenommene Fotos auf dem Tisch und - noch schlimmer - in den eigenen vier Wänden hängen plötzlich Bilder aus unbeschwerten Tagen.
Zwischen geheimnisvoller Liebesgeschichte und atmosphärischem Psychothriller schwankt dieses Porträt einer Frau mit facettenreicher Persönlichkeit. Die hervorragende Darstellung von Nina Hoss in der Titelrolle - in "Yella" spielt sie eine ähnliche Figur - bügelt vereinzelte dramaturgische Holprigkeiten aus.
| Darsteller: | Nina Hoss | als Hannah Morgen | |
|---|---|---|---|
| Isabel Bongard | als Maya Morgen | ||
| Matthias Brandt | als Jan Kaske | ||
| Wolfram Koch | als Nico | ||
| Claus-Dieter Clausnitzer | als Paul Morgen | ||
| Peggy Lukac | als Elfie Morgen | ||
| Marie-Lou Sellem | als Vivian | ||
| Milan Peschel | als Martin | ||
| Beata Lehmann | als Frau Pannier | ||
| Max Hopp | als Maik | ||
| Stefan Rudolf | als Vlastimil | ||
| Katinka Heise | als Nachbarin | ||
| Regie: | Erica von Moeller | ||
| Drehbuch: | Sönke Lars Neuwöhner | ||
| Produzent: | Titus Kreyenberg | ||
| Kamera: | Sophie Maintigneux | ||
| Schnitt: | Gesa Marten | ||
| Musik: | Axel Schweppe | ||
| Produktionsdesign: | Birgit Esser | ||
| Kostüme: | Barbara Kökenhoff | ||
| Ton: | Andreas Ruft | ||
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