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Filmdetails

Hangtime - Kein leichtes Spiel


Hangtime - Kein leichtes Spiel
Start: 15.10.2009

Drama

Deutschland 2009
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Max Kidd
Misel Maticevic
Ralph Kretschmar

Regie: Wolfgang Groos
Verleih: 3L

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Vinz macht gerade sein Abitur und ist das größte Talent der Basketballmannschaft von Phoenix Hagen, die kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga stehen. Und sein zwölf Jahre älterer Bruder Georg setzt alles daran, Vinz ganz groß rauszubringen. Der Ehrgeiz kommt nicht von ungefähr. Denn nach dem tragischen Unfalltod der Eltern hat er damals seine eigene Basketballkarriere geopfert, um sich um seinen kleinen Bruder zu kümmern. Jetzt will Georg das, was ihm einst verwehrt blieb, mit Vinz schaffen. Doch der hat ganz andere Pläne.


Kritik

Hangtime - Kein leichtes Spiel

In dem von Sönke Wortmann produzierten Coming-of-Age-Drama nutzt Regiedebütant Wolfgang Groos Basketball als Metapher für die Selbstfindungsreise eines jungen Mannes.

Eigentlich ist das Sub-Genre Sportfilm, das meist als Komödie, zuweilen auch als Drama daher kommt, eine amerikanische Domäne. Doch weil bei uns Baseball, Football oder Eishockey längst nicht so beliebt sind wie in den Staaten, tun sich derartige Werke hierzulande recht schwer. Es gibt aber auch Deutsche, die mit "sportlichen" Themen verdammt viel Erfolg haben können, wie Sönke Wortmann. Erst sorgte er 2004 mit "Das Wunder von Bern" für einen Kassenknüller, dann setzte er zwei Jahre später mit der WM-Doku "Deutschland. Ein Sommermärchen" noch einen drauf. Nach zwei Mal Fußball folgt nun mit "Hangtime" Basketball. Allerdings fungiert Wortmann "nur" als Produzent und hat die Regie seinem einstigen Assistenten Wolfgang Groos überlassen. Der inszeniert nach einem Drehbuch von Christian Zübert ("Lammbock"), einem weiteren Wortmann-Schüler, sein Kinodebüt als Coming-of-Age-Drama: Vinz (Max Kidd) macht gerade sein Abitur und ist das größte Talent der Basketballmannschaft von Phoenix Hagen, die kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga steht. Und sein zwölf Jahre älterer Bruder Georg (Misel Maticevic) setzt alles daran, Vinz ganz groß rauszubringen. Der Ehrgeiz kommt nicht von ungefähr. Denn nach dem tragischen Unfalltod der Eltern hat er damals seine eigene Basketballkarriere geopfert, um sich um seinen kleinen Bruder zu kümmern. Jetzt will Georg das, was ihm einst verwehrt blieb, mit Vinz schaffen. Doch der hat andere Pläne.

Diesen Konflikt unter Brüdern unterfüttert Groos, der sein Handwerk bei der TV-Serie "Rennschwein Rudi Rüssel" verfeinerte, mit einer detailgenauen Schilderung der Stadt Hagen, dem "Manhattan des Ruhrgebiets". Das bedeutet: triste Wohnsilos, in denen hauptsächlich Russen, Fabrikarbeiter und Hartz-IV-Empfänger vor sich hinvegetieren. Kein Wunder, dass Georg und Vinz diesem Dasein entfliehen wollen. Doch während der Ältere von Alba Berlin und den Frankfurt Skyliners fantasiert, träumt der Jüngere von einem US-Sportstipendium, knüpft zarte Bande mit der kessen Kathi und hängt ansonsten mit seinen Kumpels ab. Einer davon, Möchtegernrapper Ali, gerät dann plötzlich ins Zentrum der Story, als er bei einer nächtlichen Zigarettenklauaktion einen Finger verliert und darauf einen Versicherungsbetrug startet. Dieser Nebenplot ist durchaus skurril, witzig und makaber, lenkt aber vom eigentlichen Thema des Films ab. Und da geht es vordergründig um Basketball - Groos realisierte diese Szenen spektakulär mit deutschen Profisportlern - und hintergründig um die Selbstfindungsreise eines jungen Mannes, gespielt von Newcomer Max Kidd, den die gestrenge Filmfest-München-Jury des diesjährigen Förderpreises zum besten Darsteller kürte. Wie überhaupt das junge, unbekannte Ensemble (darunter Ex-Bravo-Girl Mirjam Weichselbraun) erfrischend unbekümmert aufspielt. Hervorragend in der Milieuschilderung und geschickt in der von Rap bestimmten Musikauswahl, erweist sich Groos allerdings ein wenig zu verspielt beim Gebrauch von allerlei Zeitraffern und Zeitlupen, Weißblitzen und zuckenden Bildern. Am Ende aber bleibt die gute, alte Basketball-Weisheit, die auch sinnbildlich für unser Leben stehen könnte, in Erinnernung: "Es gibt keinen leichten Weg zum Korb." lasso.

Hangtime - Kein leichtes Spiel

Darsteller:  Max Kidd   als Vinz
  Misel Maticevic   als Georg
  Ralph Kretschmar   als Samy
  Max Fröhlich   als Ali
  Mirjam Weichselbraun   als Kathi
  Veit Stübner   als Manni
  Matthias Grothe   als Hans Hubert, "Ha-Hu"
  Zach Freeman   als Markus
  Dominik Spohr   als Robert
  Martin Lindow   als Jörg Steinbach
  Peter Eberst   als Gruber
  Stefan Gebelhoff   als Marquart
 
Regie:  Wolfgang Groos  
Drehbuch:  Christian Zübert  
  Heinrich Hadding  
Produzent:  Tom Spieß  
  Sönke Wortmann  
  Werner Wirsing  
Koproduzent:  Ulf Israel  
Kamera:  Alexander Fischerkoesen  
Schnitt:  Martin Wolf  
Musik:  Robert Matt  
Produktionsdesign:  Andrea Kessler  
Kostüme:  Susa Sasserath  
Maske:  Diana Köberlin  
  Charlotte Chang  
Ton:  Andreas Wölki  
Casting:  Sabine Schwedhelm  

Star

Misel Maticevic

Misel Maticevic, deutscher Schauspieler mit kroatischen Wurzeln, spielt gern die echten Kerle und war zu Beginn seiner Fernsehkarriere...

Star

Mirjam Weichselbraun

* 27.09.1981

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