Schottisches Drama über einen jungen Mann, der sich als Voyeur betätigt, bis er ein junges Mädchen kennenlernt. http://images.kino.de/flbilder/max07/mbiz07/mbiz28/z0728505/b150x150.jpg Hallam Foe - This Is My Story

Filmdetails

Hallam Foe - This Is My Story

Schottisches Drama über einen jungen Mann, der sich als Voyeur betätigt, bis er ein junges Mädchen kennenlernt.


Hallam Foe - This Is My Story
Start: 30.08.2007

Originaltitel: Hallam Foe

Drama

Großbritannien 2007
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Jamie Bell
Sophia Myles
Ciarán Hinds

Regie: David Mackenzie
Verleih: Prokino (Fox)

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Der 17-jährige Hallam Foe lässt das eigene Leben regelrecht an sich vorbeiziehen: Lieber sieht er die Welt durch die Augen Anderer, die er versteckt bei ihrem Alltag beobachtet und bald besser kennt als sie sich selbst. Dazu gehört auch seine Stiefmutter, der er mit ständig wachsendem Argwohn nachspioniert. Ein schrecklicher Gedanke keimt in Hallam, der ihn entsetzt aus dem heimischen Anwesen im schottischen Land fliehen lässt, mitten hinein in die Metropole Edinburgh. Dort entdeckt er über den Dächern von Edinburgh ein atemberaubendes Mädchen. Um sie kennenlernen zu können, muss er seine Passivität aufgeben - und stürzt sich Hals über Kopf in das größte Abenteuer: sein Leben...

Ein Film wie eine Wundertüte, der ganz anders ist als man zunächst denkt: eine herrlich schwärmerische Ode an das Leben, an die Liebe, an unbeschwerten Sex. Perfekt besetzt mit dem umwerfenden Jamie Bell ("Billy Elliot - I Will Dance", "King Kong") in seiner besten Rolle, lebt "Hallam Foe" von seinem lässigen Britpop-Groove und viel kauzigem Humor - ein Feelgood-Movie im allerbesten Sinne.


Kritik

Schottisches Drama über einen jungen Mann, der sich als Voyeur betätigt, bis er ein junges Mädchen kennen lernt.

Großansicht Über den Dächern der Stadt hat Hallam die besten Einblicke (Foto: Prokino (Fox))

Über den Dächern der Stadt hat Hallam die besten Einblicke (Foto: Prokino (Fox))

Der etwas seltsame Teenager Hallam (Jamie Bell) verbringt seine Zeit am liebsten damit, andere Menschen und seine Umwelt heimlich zu beobachten. Seine Betrachtungen führen ihn sogar zu der Überzeugung, dass seine verführerische Stiefmutter Verity (Claire Forlani) Schuld an dem Tod seiner Mutter trägt.

Daraufhin verlässt Hallam sein Zuhause und zieht nach Edinburgh, wo er seinen voyeuristischen Neigungen auf den Dächern der Stadt weiter nachgeht. Dadurch lernt er die hübsche Kate (Sophia Myles) kennen, die ihm einen Job als Tellerwäscher besorgt und sein Liebslingsbeobachtungsobjekt wird. Doch diesmal bleibt Hallam nicht unentdeckt.

Großansicht Hallams voyeuristische Neigungen bleiben nicht ohne Folgen... (Foto: Prokino (Fox))

Hallams voyeuristische Neigungen bleiben nicht ohne Folgen... (Foto: Prokino (Fox))

Einmal Berlin, immer Berlin

Nachdem sein "Asylum" 2005 im Wettbewerb der Berlinale eher skeptisch aufgenommen worden war, kehrte der schottische Regisseur David Mackenzie, der mit "Young Adam" ein beachtliches Debüt abgeliefert hatte, 2007 mit einem abermals komplexen Werk an die Spree zurück. Jamie Bell ("Billy Elliot") spielt die Hauptrolle in dem Film, der sich mit Themen wie Verlust, Erlösung und Ängsten auseinandersetzt.

Hallam Foe - This Is My Story

Darsteller:  Jamie Bell   als Hallam Foe
  Sophia Myles   als Kate Breck
  Ciarán Hinds   als Julius Foe
  Claire Forlani   als Verity Foe
  Jamie Sives   als Alasdair
  Maurice Roeves   als Raymond
  Ewen Bremner   als Andy
 
Regie:  David Mackenzie  
Drehbuch:  Ed Whitmore  
  David Mackenzie  
Produzent:  Gillian Berrie  
  Matthew Justice  
Ausf. Produzent:  Matthew Justice  
Kamera:  Giles Nuttgens  
Schnitt:  Colin Monie  
Produktionsdesign:  Tom Sayer  
Kostüme:  Trisha Biggar  
Ton:  Peter Brill  
Casting:  Kahleen Crawford  
  Des Hamilton  

Voyeure und ein chinesischer Bär

Die Berlinale 2007 ist vorbei. Und zum Schluss gab es im Wettbewerb noch einmal bemerkenswertes Kino. Bemerkenswert auch die Entscheidungen der Jury bei der Bärenverleihung - keiner der vorher als Favoriten Gehandelten gewann! Dafür mit Nina Hoss eine Deutsche!

Großansicht Strahlende Sieger: Regisseur Wang Quan'an, seine Hauptdarstellerin Yu Nan aus "Tuyas Ehe" und Nina Hoss (Foto: Berlinale)

Strahlende Sieger: Regisseur Wang Quan'an, seine Hauptdarstellerin Yu Nan aus "Tuyas Ehe" und Nina Hoss (Foto: Berlinale)

Und die freute sich sichtlich, als sie für ihre Rolle in Christian Petzolds "Yella" den Silbernen Bären in Empfang nahm. Eine schöne Überraschung für Hoss, ein kleiner Triumph für den deutschen Film. Zwar gab es nur zwei Beiträge im Wettbewerb, dafür waren "Yella" und das KZ-Drama "Die Fälscher" inhaltlich umso überzeugender.

Doch vorm großen Preisregen gab es noch ein paar interessante Wettbewerbsfilme zu gucken. Mit großem Jubel bedacht wurde "Hallam Foe" mit "Billy Elliot"-Star Jamie Bell als Voyeur in der Hauptrolle. Britisches Kino vom Feinsten, aber wohl nicht ohne Herausforderungen beim Dreh, wie Jamie Bell erzählte: "Wir nannten den Film während der Dreharbeiten einen wunderschönen Albtraum!"

Großansicht Regisseur David Mackenzie mit Jamie Bell und Sophia Myles aus "Hallam Foe" (Foto: Berlinale)

Regisseur David Mackenzie mit Jamie Bell und Sophia Myles aus "Hallam Foe" (Foto: Berlinale)

Der Mann im engen weißen Schlüpfer

Fasziniert vom Thema Voyeurismus in "Hallam Foe" fragte ein Journalist nach Ferngläsern. Die seien beispielsweise in New York gerade der Verkaufsrenner. Verstohlen lächelnd gab Jamie Bell zu, er habe gerade ein paar Monate in New York verbracht und per Fernglas reichlich Leute beobachtet. "Ich wollte verstehen, warum Hallam tut, was er tut! Ich beobachtete diesen einen Typen. Der kam jeden Tag um 7 Uhr von der Arbeit heim, immer im Anzug. Den zog er dann aus bis auf die eng sitzenden weißen Unterhosen und schaute dann mit seinem Hund fern. Ich nannte ihn 'Tighty Whity'!" Darauf gab es großes Gelächter im Saal. Jamie Bell - ganz klar einer der späten Lieblinge dieser Berlinale.

Schließlich lief der angebliche Skandalfilm aus China "Lost in Bejing". Mag ja sein, dass drei Beischlafszenen in den ersten 20 Minuten in China Aufsehen erregen. Doch eine ruckelnde, dauernd unscharfe Kamera und eine eher triviale Story um Seitensprünge und Sehnsüchte von Großstädtern - das konnte kaum begeistern.

Laut Jury der beste Film des Wettbewerbs: "Tuyas Ehe" (Foto: Berlinale)

Laut Jury der beste Film des Wettbewerbs: "Tuyas Ehe" (Foto: Berlinale)

Heiratswille statt Masturbation

Festival-Dauergast François Ozon brachte zum Abschluss dann noch seinen Film "Angel" mit - eine Geschichte aus dem 20. Jahrhundert über Aufstieg und Fall einer Schriftstellerin, die aus armen Verhältnissen stammt. Opulent und glaubwürdig erzähltes Ausstattungskino mit guten Darstellern. Ein starker Abschluss eines insgesamt sehr durchwachsenen Festivals.

Die großen filmischen Überraschungen - abgesehen vielleicht von der visuell innovativen Comic-Verfilmung "300" - fehlten. Der Goldene Bär ging schließlich auch nicht an einen der Favoriten bei der Presse wie "Irina Palm" oder den Brasilianer "Das Jahr als meine Eltern im Urlaub waren". Stattdessen machte der chinesische Film "Tuyas Ehe" über das Hochzeitsstreben einer mongolischen Bäuerin das Rennen. Damit hatte kaum jemand gerechnet.

Dennoch bot die diesjährige Berlinale den Festivalgästen vieles. Mit Cate Blanchett, Dame Judi Dench, Robert De Niro, Clint Eastwood, Matt Damon, Antonio Banderas, Lauren Bacall, Jennifer Lopez und Marianne Faithfull waren reichlich Stars an der Spree. Im Gepäck hatten sie "La vie en rose", "Tagebuch eines Skandals", "Der gute Hirte" und "Letters From Iwo Jima" - alles Filme, auf die man sich im Kino freuen darf.

Star

Jamie Bell

* 14.03.1986

Star

Sophia Myles

Die britische Schauspielerin Sophia Myles spielte im Liebesdrama "Tristan & Isolde" von 2006 ihre erste Kinohauptrolle. 2007 übernahm sie als...

Top-Filme der Woche

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    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

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    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

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