Dokumentarfilm des Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, der soziale Missstände in Deutschland entlarvt. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto42/09420491/b150x150.jpg Günter Wallraff: Schwarz auf Weiß

Filmdetails

Günter Wallraff: Schwarz auf Weiß

Dokumentarfilm des Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, der soziale Missstände in Deutschland entlarvt.


Günter Wallraff: Schwarz auf Weiß
Start: 22.10.2009

Dokumentarfilm / Gesellschaft

Deutschland 2009
Laufzeit: 85 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Günter Wallraff

Regie: Susanne Jäger, ...
Verleih: X Verleih

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Günter Wallraff mischt sich als schwarz geschminkter Kwami Ogonno, mit versteckten Kameras im Hemdknopf, in der Sonnenbrille und im Tragebeutel, unters Volk. Er muss sich mit den Vorurteilen von national gesinnten Fußballfans, spießigen Kleingärtnern oder wandernden Rentnern auseinandersetzen. Der sähe aus wie "der Heidi Klum ihrer" ist noch eine der charmanteren Bemerkungen, "Afrika den Affen, Europa für Weiße!" sagt ein Türsteher einer Rosenheimer Disco zu ihm.


Kritik

Günter Wallraff: Schwarz auf Weiß

Deutschlands berühmtester Undercover-Journalist reist als schwarzer Migrant durch die Republik und macht nicht die besten Erfahrungen.

Günter Wallraffs Recherche-Methoden sind berüchtigt, unter dem Pseudonym Hans Esser arbeitete er 1977 in der Lokalredaktion von BILD in Hannover und veröffentlichte seine Erfahrungen in dem Buch "Der Aufmacher" und in der Doku "Der Mann, der Heinz Esser war", als türkischer Gastarbeiter war er in Buch und Film "Ganz unten", seine Ermittlungen im Milieu von Call-Centern , Großbäckereien, der Deutschen Bahn und unter Obdachlosen wurden in der ZEIT veröffentlicht.

Diesmal zieht er als Schwarzer Kwami Ogonno los, mit versteckten Kameras im Hemdknopf, in der Sonnenbrille, im Tragebeutel (was im wahrsten Sinne des Wortes zu Schwindel erregenden Bildern führt). Mit Perücke und entsprechendem Make-Up lernt er schnell, was es heißt, die falsche Hautfarbe zu haben. Der sah aus wie "der Heidi Klum ihrer" erzählt die Vermieterin erschrocken, als er sich die Wohnung angeguckt hat. Der schwarze Mann im auffallend gemusterten Hemd trifft zumeist auf "bildungsferne Schichten", muss sich mit den Vorurteilen von national gesinnten Fußballfans, spießigen Kleingärtnern, wandernden Rentnern oder Dauercampern auseinandersetzen. Manchmal wird ihm direkt bedeutet, er sei unerwünscht, manchmal durch die Blume. "Jede Gesellschaft lässt sich daran messen, wie sie auf Fremde reagiert" sagt Wallraff vor der Begegnung mit dem alltäglichen Rassismus und endet nach einem Jahr mit der Feststellung "Man wird fast ausschließlich über seine Hautfarbe definiert". Resultat seiner Reise: Das Fremde verstört, macht Angst, weckt Aggression. Mit dem Argument, "die Mentalität" sei eben eine andere, wird munter ausgegrenzt und sei es durch horrende Summen für Aufnahme- und Jahresbeitrag bei einem Schäferhundeverein. Ganz rigoros verhält sich ein Beamter in Bayern. "Kwami" erkundigt sich mit einem Schwarzen deutscher Staatsbürgerschaft nach der Ausstellung eines Jagdscheins. Die beiden stehen sofort unter Generalverdacht, der Staatsdiener will gar die Polizei holen. "Afrika den Affen, Europa für Weiße!", der Türsteher einer Rosenheimer Disco spricht aus, was viele denken. Unter "Zu Gast bei Freunden" stellt man sich etwas anderes vor.

"Schwarz auf Weiß" ist eine entlarvende Realsatire, die Aneinanderreihung von ähnlichen Szenen und die Ausweitung auf Kinolänge machen aber auch die Redundanzen deutlich. mk.

Günter Wallraff: Schwarz auf Weiß

Darsteller:  Günter Wallraff  
 
Regie:  Susanne Jäger  
  Pagonis Pagonakis  
Produzent:  Gerhard Schmidt  
Kamera:  Frederik Walker  
  Ralf M. Medle  
Musik:  Michael Bauer  
  Georg Karger  
  Peter Holzapfel  
Kostüme:  Dorothea Klein  
Ton:  Philipp Burtscheidt  

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.