Dreamworks' Antwort auf "Findet Nemo": CGI-Spektakel aus der animierten Welt des organisierten Unterwasser-Verbrechens. http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz37/z0437566/b150x150.jpg Große Haie - kleine Fische

Filmdetails

Große Haie - kleine Fische

Dreamworks' Antwort auf "Findet Nemo": CGI-Spektakel aus der animierten Welt des organisierten Unterwasser-Verbrechens.


Große Haie - kleine Fische
Start: 14.10.2004

Originaltitel: Shark Tale

Trickfilm / Komödie

USA 2004
Laufzeit: 90 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Eric "Bibo" Bergeron, ...
Verleih: Paramount

Bogey - Box Office Germany Award

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Inhalt

Als ein herabfallender Anker dem fiesen Sohn vom schlimmsten Hai-Mafioso seines Riffs den urplötzlichen Garaus bereitet, nutzt der zufällig anwesende kleine Fisch Oscar die seiner Meinung nach günstige Gelegenheit, um sich vor seinen Freunden als unbezwingbarer Haikiller zu produzieren. Der neue Ruf als kriminelles Schwergewicht, so die Spekulation des Aufschneiders, könnte ihm eine Anstellung bei der Konkurrenz und dadurch den ersehnten Aufstieg in der Nahrungskette bescheren. Pech bloß, dass aus dreistem Spiel schnell tödlicher Ernst wird.

Stars wie Will Smith, Robert De Niro und Renee Zellweger leihen den Originalen dieses Trickfilmspektakels ihre Stimmen. Doch dem deutsche Zuschauer wird die kalte Unterwasserplatte in bester "Nemo"-Tradition sicher auch mit einheimischen Stimmwundern schmecken.


Kritik

Frech wie "Shrek": Die bunte Komödie aus den DreamWorks-Studios verbreitet Unterwasser-Zauber mit fischigen Helden.

Großansicht Oscar und der vielarmige Schlägertrupp (Foto: UIP)

Oscar und der vielarmige Schlägertrupp (Foto: UIP)

Ein Computertrickspaß aus dem Hause DreamWorks, das weckt gute Erinnerungen. Tatsächlich macht "Grosse Haie - kleine Fische" ähnlichen Spaß wie "Shrek" - auch wenn die Animation in der Weite des Ozeans statt im Oger-Paradies spielt.

Doch "Shrek"-Regisseurin Victoria Jenson ist wieder mit von der Partie und erzählt mit Bibo Bergeron eine herrliche Farce, die wie eine Mischung aus das "Tapfere Schneiderlein" und "Der Pate" wirkt.

Im Mittelpunkt steht Oscar, Angestellter einer Wal-Waschanlage, der sich beim Wetten verspekuliert. Doch dann erhält er die Chance, endlich ein großer Fisch zu werden.

Großansicht Verknallt in Oscar: Rezeptionistin Angie (Foto: UIP)

Verknallt in Oscar: Rezeptionistin Angie (Foto: UIP)

Putze mit Heldenwahn

Der Sohn eines gefürchteten Hai-Mafioso wird von einem herabfallenden Anker getötet, und Oscar zieht einen rasanten Schwindel auf: Die Putzkraft mimt den Hai-Besieger. Aber irgendwann muss die fischige Angelegenheit auffliegen...

Mit frechen Anspielungen und Zitaten begeistert "Grosse Haie - kleine Fische" nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Besucher. Das scheint ein Markenzeichen des Hauses DreamWorks zu werden, das mit den "Shrek"-Filmen bereits Trickgeschichte schrieb. Jetzt ist ein neuer Klassiker dazugekommen.

Große Haie - kleine Fische

Sprecher:  Will Smith   als Oscar
  Robert De Niro   als Don Lino
  Renée Zellweger   als Angie
  Jack Black   als Lenny
  Angelina Jolie   als Lola
  Martin Scorsese   als Sykes
  Doug E. Doug   als Bernie
  Peter Falk   als Don Brizzi
  Michael Imperioli   als Frankie
  Ziggy Marley   als Ernie
  Vincent Pastore   als Luca
  Katie Couric   als Katie Current
 
Regie:  Eric "Bibo" Bergeron  
  Vicky Jenson  
  Rob Letterman  
Drehbuch:  Michael J. Wilson  
  Rob Letterman  
  Damian Shannon  
Produzent:  Bill Damaschke  
  Janet Healy  
  Allison Lyon Segan  
Ausf. Produzent:  Jeffrey Katzenberg  
Schnitt:  Nick Fletcher  
  Peter Lonsdale  
  John H. Venzon  
  Mark J. Swift  
Musik:  Hans Zimmer  
Produktionsdesign:  Daniel St. Pierre  
  Samuel Michlap  
  Seth Engstrom  
Ton:  Richard Anderson  
Casting:  Leslee Feldman  

Vorsicht, surfende Pinguine!

Diese Filmidee ist so verrückt, dass sie glatt funktionieren könnte.

Großansicht Gelungenes CGI-Debüt: Die "Chubbchubbs" fuhren gleich einen Oscar ein (Foto: Sony Pictures Imageworks)

Gelungenes CGI-Debüt: Die "Chubbchubbs" fuhren gleich einen Oscar ein (Foto: Sony Pictures Imageworks)

So etwa dürfte es im Kopf der Studiobosse bei Sony Animation ausgesehen haben, als CGI-Experte Ash Brannon ihnen seine neueste Filmidee vorstellte. Eine Mischung aus Michael Moore, "Scary Movie", "Findet Nemo" und "Ice Age" schwebe ihm vor, erklärte Brannon begeistert.

"Surf's up" soll demnach die erste CGI-Dokumentation werden - allerdings als spaßige Satire auf das Genre. Der Film soll nämlich die bahnbrechende Entdeckung aufzeigen, dass Wellenreiten nicht etwa von braungebrannten Beach Boys der Gattung Homo sapiens an heißen Sandstränden erfunden wurde, sondern vielmehr von elegant in Schwarz-Weiß gekleideten Vögeln im ewigen Eis der Antarktis. Nach einem wilden Ritt durch die Jahrhunderte gelangt man schließlich beim Höhepunkt der Wellen-Evolution an: Die Pinguin-Weltmeisterschaft im Extrem-Surfen!

Den Termin in der Chef-Etage bei Sony bekam Brannon nur, weil er für den großen Trick-Konkurrenten Pixar als Co-Regisseur das Spielzeugspektakel "Toy Story 2" entwickelt und inszeniert hatte. Doch statt den Pixel-Nerd nach seiner schrägen Präsentation samt seiner Filmidee in die Wüste zu schicken, gab man Brannon sofort Grünes Licht.

Steile Bretter gegen scharfe Zähne

Dahinter steckt natürlich das Bestreben, den etablierten Konkurrenten im hart umkämpften CGI-Geschäft den Rang abzulaufen: Dreamworks punktete nach "Ice Age" zuletzt mit "Shrek 2" und schickt mit "Große Haie - kleine Fische" demnächst einen Schwarm Meeresbewohner ins Kino - Ähnlichkeiten mit "Findet Nemo" sind kein Zufall und mit Sicherheit erwünscht. Der Clownfisch-Spaß wiederum stammt aus der Pixar-Schmiede. Dort blickt man stolz auf die "Monster AG" zurück und freut sich auf die schräge Superhelden-Familie "Die Unglaublichen - The Incredibles".

Vor "Surf's up" bringt Sony schon den CGI-Erstling "Open Season" ins Kino: Der zahme, 500 Kilo schwere Grizzly Boog und ein Hirsch mit kaputtem Geweih namens Elliot stranden auf der Flucht vor Jägern im Wald. Von ihrem Schicksal mächtig genervt, versuchen sie, die dort lebenden Tiere zum Aufstand gegen die menschliche Bedrohung anzustacheln.

Die Animationen für beide Filme liefert dabei die Tochterfirma Imageworks, die 2003 mit dem Überraschungshit "The Chubbchubbs!" um den tollpatschigen Putzknecht einer Weltraumkneipe den Oscar für den besten animierten Kurzfilm gewann. Eine Spielfilmversion ist bereits in Planung. Außerdem schickt Imageworks zu Weihnachten den "Polarexpress" auf Reisen und modellierte dafür den Zugschaffner nach der Vorlage von Tom Hanks.

Beim Pinguin-Spaß "Surf's up" wird Ash Brannon übrigens von Co-Regisseur Chris Buck unterstützt, der für Disney an "Tarzan" und "Pocahontas" arbeitete.

Bei soviel Kompetenz sollte doch jede Welle zu meistern sein!

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