Die Hommage an das Schmuddelkino der Siebziger von Tarantino und Rodriguez als Double-Feature mit Trailern. http://images.kino.de/flbilder/max08/mbiz08/mbiz23/z0823588/b150x150.jpg Grindhouse

Filmdetails

Grindhouse

Die Hommage an das Schmuddelkino der Siebziger von Tarantino und Rodriguez als Double-Feature mit Trailern.


Grindhouse
Start: 03.07.2008

Horror

USA 2007
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Kurt Russell
Sydney Tamiia Poitier
Vanessa Ferlito

Regie: Quentin Tarantino, ...
Verleih: Senator

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Planet Terror: Als in Texas eine Seuche aus dem Labor ausbricht, fallen Zombies über die Einwohner einer Kleinstadt her. Sheriff Hague (Michael Biehn), Gangster El Wray (Freddy Rodriguez), Stripperin Cherry (Rose McGowan) und Ärztin Dakota (Marley Shelton) flüchten vor den Horden. Death Proof: Stuntman Mike (Kurt Russell) frönt einem perversen Hobby. Er lockt Frauen in sein Auto, um sie totzufahren. Bei Pam (Rose McGowan) gibt's Saures.

Die Schmuddel-Hommage im Doppelpack: Ein Jahr nach dem getrennten Kinostart kommt Quentin Tarantinos ("Kill Bill") Kollaboration mit Robert Rodriguez ("Sin City") in der ursprünglich beabsichtigten Form ins Kino - kompakter montiert und mit sämtlichen Trash-Trailern.


Kritik

Die Hommage an das Schmuddelkino der Siebziger von Tarantino und Rodriguez als Double-Feature mit Trailern.

Großansicht Cherry heizt den Jungs in "Planet Terror" ein (Foto: Senator)

Cherry heizt den Jungs in "Planet Terror" ein (Foto: Senator)

Bizarre B-Movies waren ihre cineastische Muttermilch und entscheidender Ausgangspunkt ihrer nunmehr langjährigen Freundschaft. Nun taten sich die Regisseure der modernen Klassiker "Pulp Fiction" bzw. "Sin City" für ein Double-Feature im Stile billiger Genrefilme der Siebzigerjahre zusammen.

Vorgeführt wurde das häufig exzessiv übersteigerte Genregebräu aus Sex, Gewalt, Action und Horror damals in zumeist heruntergekommenen Kinos, die als "Grindhouses" bezeichnet wurden - das Äquivalent zu den Schmuddel- und Bahnhofskinos in Deutschland.

Angereichert mit fiktiven Trailern mit bezeichnenden Titeln wie "Machete" oder "Werewolf Women of the SS", optisch psychedelischen Übergangseinblendungen, bewusst zerkratztem Film, fehlenden Szenen und knisterndem Projektor-Sound schufen Quentin Tarantino und Robert Rodriguez nun mit peniblem Auge und Ohr für Authentizität eine faszinierende Hommage.

Großansicht Die Mädels wollen dem Tod in "Death Proof" entkommen (Foto: Senator)

Die Mädels wollen dem Tod in "Death Proof" entkommen (Foto: Senator)

Zwei in einem

Zuerst an den Start dieses knapp dreistündigen Thrillrides geht Rodriguez mit seinem an George A. Romeros Zombie-Trilogie angelehnten Splatter-Thriller "Planet Terror". Im Anschluss folgt Tarantinos hochtouriges Rennfahrt/Rache-Segment "Death Proof".

Grindhouse

Darsteller:  Kurt Russell   als Stuntman Mike
  Sydney Tamiia Poitier   als Jungle Julia
  Vanessa Ferlito   als Arlene
  Jordan Ladd   als Shanna
  Tracie Thoms   als Kim
  Rosario Dawson   als Abernathy
  Zoe Bell   als Zoe
  Rose McGowan   als Pam
  Eli Roth   als Dov
  Mary Elizabeth Winstead   als Lee
  Richard "Cheech" Marin   als Padre Benicio Del Toro
  Danny Trejo   als Machete
  Josh Brolin   als Dr. William Block
  Michael Biehn   als Sheriff Hague
  Bruce Willis   als Lt. Muldoon
  Jeff Fahey   als JT
  Rebel Rodriguez   als Tony Block
 
Regie:  Quentin Tarantino  
  Robert Rodriguez  
Drehbuch:  Quentin Tarantino  
  Robert Rodriguez  
Produzent:  Robert Rodriguez  
  Erica Steinberg  
  Quentin Tarantino  
  Elisabeth Avellán  
Ausf. Produzent:  Bob Weinstein  
  Harvey Weinstein  
Kamera:  Robert Rodriguez  
Schnitt:  Robert Rodriguez  
  Sally Menke  
Produktionsdesign:  Steve Joyner  
  Caylah Eddleblute  
Kostüme:  Nina Proctor  
Maske:  Gregory Nicotero  

"Machete"-Star Trejo in Trailer zu brutaler Web-Video-Verfilmung

Übler Rassist oder bewundernswerter Kriegsveteran?

Großansicht Danny Trejo in "Badass" als Kultfigur "Epic Beard Man" aus einem Web-Clip (Foto: Samuel Goldwyn Company)

Danny Trejo in "Badass" als Kultfigur "Epic Beard Man" aus einem Web-Clip (Foto: Samuel Goldwyn Company)

Ein älterer Mann mit weißem Vollbart und Baseball-Cap beschimpft einen afroamerikanischen Mitpassagier in einem öffentlichen Bus in Oakland. Das Gespräch gerät außer Kontrolle, artet in eine wüste Prügelei aus, die der ältere Mann für sich entscheidet. Er steigt aus und lässt einen blutenden Mann mit gebrochener Nase zurück, der nach einem Krankenwagen ruft.

Dieses Video aus der US-Stadt Oakland erlangte im Februar 2010 Kultstatus im Internet und löste gleichzeitig große Diskussionen aus - und außerdem eine Kinoverfilmung unter dem Titel "Bad Ass"! Zu dieser gibt's jetzt den ersten Trailer, passenderweise mit Danny Trejo in der Hauptrolle!

Trejo ist durch Robert Rodriguez' "Machete" bekannt geworden, einem Kinofilm um einer Figur, die eigentlich nur als Held eines Fake-Trailers im Rahmen des Trash-Projekts "Grindhouse" zu sehen gewesen war, der dann aber wegen der Begeisterung der Fans einen ganzen eigenen Kinofilm erhielt.

Hollywood verklärt Rassisten zum Skinhead-Vermöbler

Davon inspiriert bringt das Duo Rodriguez & Trejo nun mit "Bad Ass" den Film zum erwähnten Internet-Prügler ins Kino, den die Web-Gemeinde "Epic Beard Man - Der epische Bärtige" getauft hat.

Dahinter verbirgt sich der 69-jährige Vietnam-Veteran Thomas Bruso. Er hatte den afroamerikanischen Passagier rassistisch beleidigt mit den Worten "Wieviel verlangst Du, wenn Du mir mit Deiner Spucke die Schuhe putzt?". Eine fiese Anspielung auf die jahrzehntelange soziale Unterdrückung der Schwarzen in den USA! Bruso war bereits im August 2009 bei einem Baseball-Spiel wegen einer Entgleisung im Vollrausch festgenommen worden. Auch nach dem Zwischenfall im Bus wurde Bruso verhaftet.

In Robert Rodriguez' Film "Bad Ass" wird Bruso dagegen zum Helden verklärt: Statt selbst rassistische Verbalangriffe vom Stapel zu lassen, verteidigt Danny Trejo darin als Vietnam-Veteran namens Frank Vega einen älteren Afroamerikaner gegen zwei Skinheads. Dadurch wird Vega kurzzeitig zum Helden seines Viertels. Als aber sein bester Freund ermordet wird und die Polizei in der Sache nichts unternimmt, tickt er völlig aus und übt brutale Selbstjustiz.

Damit heizt der Kinofilm mit Danny Trejo die kontroverse Diskussion um Bruso, der einerseits als Kultfigur bewundert, andererseits als übler Rassist beschimpft wird, natürlich weiter an. In den USA kommt "Bad Ass" am 13. April ins Kino, ein deutscher Starttermin steht noch nicht fest. Sobald sich das ändert, erfahren Sie es hier.

Den Trailer zu "Badass" finden Sie auf youtube unter:
http://youtu.be/iIBJxvh8Hu4

Das Original "Epic Beard Man"-Video finden Sie auf youtube unter:
http://youtu.be/lQJFv9SMSMQ

Bilder von Danny Trejo

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