Opulenten Historienfilm über den spanischen Hofmaler Francisco de Goya von Milos Forman. http://images.kino.de/flbilder/max06/mbiz06/mbiz42/z0642507/b150x150.jpg Goyas Geister

Filmdetails

Goyas Geister

Opulenten Historienfilm über den spanischen Hofmaler Francisco de Goya von Milos Forman.


Goyas Geister
Start: 23.11.2006

Originaltitel: Goya's Ghosts

Historienfilm / Drama

Spanien/USA/Frankreich 2006
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Javier Bardem
Natalie Portman
Stellan Skarsgård

Regie: Milos Forman
Verleih: Tobis

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Während andernorts in Europa revolutionäre Schriften verfasst werden und aufgeklärte Monarchen Wissenschaft und Künste fördern, ächzt das Spanien des Jahres 1792 unter der Knute der Inquisition. Das muss auch Inès (Natalie Portman) erfahren, als das Modell des Malers Goya (Stellan Skarsgård) nach Verweigerung eines Schweinebratens wegen jüdischer Umtriebe im Folterkerker verschwindet. Als Goya den Mönch Lorenzo (Javier Bardem) mit ihrer Rettung beauftragt, begeht er einen großen Fehler.

Weniger das Leben des Francisco Goya als das tragische Schicksal seiner Muse steht im Mittelpunkt eines Ausstattungsdramas aus der Werkstatt des hochdekorierten Milos Forman ("Amadeus").


Kritik

Mit "Amadeus" begeisterte Milos Forman Millionen. Jetzt entwirft er ein ebenso packendes wie opulentes Historiendrama rund um den berühmten Hofmaler und Querdenker Francisco de Goya.

Großansicht Goya hat ein Porträt von Bruder Lorenzo gefertigt (Foto: Tobis)

Goya hat ein Porträt von Bruder Lorenzo gefertigt (Foto: Tobis)

Spanien im 18. Jahrhundert, Zeit der finstersten Inquisition. Selbst gläubige Christen gerieten schnell in den Verdacht, Feinde der Kirche zu sein, fürchtete der Klerus doch die Ideen der Aufklärung wie der Teufel das Weihwasser. Auch die junge Kaufmannstochter Inès (Natalie Portman), Muse des berühmten Hofmalers Francisco de Goya (Stellan Skarsgård), wird vor das Tribunal der Inquisition gezerrt und der Ketzerei beschuldigt.

Um sie zu retten, bittet Goya den undurchsichtigen Mönch Lorenzo (Javier Bardem) um Hilfe. Der kann zwar die Todesstrafe abwenden, gerät aber selbst in Ungnade und muss fliehen. 16 Jahre später kehrt er mit Napoleons Truppen aus Frankreich zurück, als glühender Anhänger der Revolution und Hauptankläger gegen die alte spanische Ordnung. Auch Inès ist inzwischen aus dem Kerker befreit. So kommt es zu einem verhängnisvollen Wiedersehen von Mönch, Maler und Muse...

Großansicht Inès bittet um Gnade (Foto: Tobis)

Inès bittet um Gnade (Foto: Tobis)

Alle Menschen gleichermaßen

Oscar-Preisträger Milos Forman verbindet geschickt den Rückblick in grausame Historie mit dem Porträt des berühmten Malers, ein Querdenker seiner Zeit, der sich auch den Regeln des Hofes nicht unterordnete. Besessen lebte er seine künstlerische Leidenschaft aus, malte nicht nur Könige und Königinnen, sondern auch das Leben der kleinen Leute in verruchten Tavernen.

In dem emotionsgeladenen Drama, gedreht an Originalschauplätzen, faszinieren Javier Bardem als dämonischer Bösewicht, Natalie Portman als wehrloses Opfer und Stellan Skarsgård als Künstlerlegende Goya.

Goyas Geister

Darsteller:  Javier Bardem   als Lorenzo
  Natalie Portman   als Goyas Muse Alicia / Inés
  Stellan Skarsgård   als Francisco Goya
  Randy Quaid   als König Carlos IV
  Michael Lonsdale   als Der Großinquisitor
  Jose Luis Gomez   als Tomás Bilbatua
  Blanca Portillo   als Königin María Luisa
  Mabel Rivera   als Maria Isabel Bilbatua
  Unax Ugalde   als Angel Bilbatua
  Fernando Tielve   als Alvaro Bilbatua
  Julian Wadham   als Joseph Bonaparte
  Craig Stevenson   als Napoléon
  Aurelia Thierree   als Henrietta Casamares
 
Regie:  Milos Forman  
Drehbuch:  Jean-Claude Carrière  
  Milos Forman  
Produzent:  Saul Zaentz  
Koproduzent:  Denise O'Dell  
  Mark Albela  
Ausf. Produzent:  Paul Zaentz  
Kamera:  Javier Aguirresarobe  
Schnitt:  Adam Boome  
Musik:  Verhan Bauer  
Produktionsdesign:  Patrizia von Brandenstein  
Kostüme:  Yvonne Blake  
Casting:  Michelle Guish  
  Camilla-Valentine Isola  

"Ich habe mich nie versteckt"

13 Jahre alt war Natalie Portman, als sie durch "Leon, der Profi" zum Star wurde. Mittlerweile ist Natalie eine etablierte Schauspielerin, um die sich Hollywoods Macher reißen. In "Goyas Geister" von Milos Forman hat sie jetzt einen doppelten Auftritt.

Großansicht In "Goyas Geister" spielt Natalie Portman Mutter und Tochter (Foto: Tobis)

In "Goyas Geister" spielt Natalie Portman Mutter und Tochter (Foto: Tobis)

» Es ist nicht das erste Mal, dass Sie eine Doppelrolle spielen…

NATALIE PORTMAN: Stimmt! Bereits in "Star Wars: Episode 1" konnte ich das ausleben, als ich zugleich die kämpferische Zofe Padmé und die königliche Amidala spielte. Trotzdem war "Goyas Geister" der schwierigere Film, weil ich nicht nur Mutter und Tochter spiele, sondern die Mutter auch noch in zwei unterschiedlichen Lebenslagen. Denn als die einst so kluge Inés aus dem Kerker kommt, ist sie geistig verwirrt. In gewisser Weise war das für mich als Schauspielerin eine dreifache Herausforderung.

» Regisseur Milos Forman haben wir bereits Klassiker wie "Einer flog über das Kuckucksnest" und "Amadeus" zu verdanken. Sind Sie vor Ehrfurcht erstarrt?

Das nicht gerade, aber ich konnte von Milos viel lernen. Er hat mir sehr viel Selbstbewusstsein gegeben, mir gezeigt, dass er seinen Schauspielern vertraut - und ganz genau weiß, was er will. Je weniger er sagte, desto sicherer konnte man sein, das Richtige getan zu haben.

Großansicht Der Durchbruch gelang ihr 1994 mit "Léon, der Profi" (Foto: Jugendfilm (Central))

Der Durchbruch gelang ihr 1994 mit "Léon, der Profi" (Foto: Jugendfilm (Central))

» Hat es Ihnen geholfen, dass der Film an Originalschauplätzen gedreht wurde?

Es war großartig, in Spanien zu arbeiten und all die Orte kennenzulernen, wo Goya gelebt und seine Werke geschaffen hat. Dazu noch Stellan Skårsgard als Goya und Javier Bardem als sein Gegenspieler Lorenzo, zwei der besten Schauspieler der Welt. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, bei diesem Film dabei gewesen zu sein.

» Hatten Sie Probleme, sich als Inés nach ihrer Kerkerzeit so zerlumpt und verwahrlost zu zeigen?

Überhaupt nicht, weil es nun mal zu einer Schauspielerin gehört, sich auch äußerlich einer Rolle anzupassen. Dass ich mit meinem Aussehen auf der Leinwand kein Problem habe, konnte ich ja bereits mit meinem letzten Film "V for Vendetta" beweisen. Dafür musste ich mir sogar eine Glatze schneiden lassen, die auch nach einem Drehtag blieb, während ich mir in diesem Fall jeden Abend den Schmutz wieder abwaschen konnte.

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