Bewegende Coming-of-Age-Geschichte und Zeitporträt nach John Irvings gleichnamigen Roman. http://images.kino.de/flbilder/max99/bf99/bf38/b9938018/b150x150.jpg Gottes Werk und Teufels Beitrag

Filmdetails

Gottes Werk und Teufels Beitrag

Bewegende Coming-of-Age-Geschichte und Zeitporträt nach John Irvings gleichnamigen Roman.


Gottes Werk und Teufels Beitrag
Start: 16.03.2000

Originaltitel: The Cider House Rules

Drama

USA 1999
Laufzeit: 125 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Tobey Maguire
Charlize Theron
Delroy Lindo

Regie: Lasse Hallström
Verleih: Studiocanal

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Homer hat kein Glück mit Adoptiveltern und landet immer wieder im Waisenhaus St. Cloud, wo er sich um die jüngeren Kinder kümmert und seinem väterlichen Freund Dr. Larch zur Hand geht. Als das junge Paar Wally und Candy zu Larch kommt, um ihr Kind abtreiben zu lassen, schließt Homer mit ihnen Freundschaft und geht mit ihnen fort. Dann wird Wally eingezogen, und aus Homers Freundschaft mit Candy entwickelt sich eine Affäre.


Kritik

Gottes Werk und Teufels Beitrag

Nach John Irvings 1985 erschienen Roman "Gottes Werk und Teufels Beitrag" erzählt Lasse Hallström in ruhigem Rhythmus die bewegende Coming-of-Age-Geschichte eines jungen Mannes, der in der Isolation eines Waisenhauses aufwuchs und als Heranwachsender in die Welt hinauszieht, um eigene Erfahrungen zu machen.

Fast 13 Jahre dauerte es, bis John Irving das Drehbuch entwickelte und die wichtigsten Essenzen herausfilterte - die Beziehung zwischen dem Waisen Homer Wells und seinem Mentor Dr. Wilbur Larch, dem unkonventionellen Leiter des Heims, gleichzeitig geht er der Frage nach Verantwortung in Liebe und Freundschaft nach. Homer hatte kein Glück mit Adoptiveltern und landete wieder in St. Cloud, wo er sich um die jüngeren Kinder kümmert und auch dem Arzt zur Hand geht, sich schnell medizinisches Wissen aneignet. Dr. Larch hilft ohne finanzielles Interesse zumeist armen schwangeren Frauen in Not und gehört zu den wenigen Ärzten, die Abtreibungen durchführen. Als eines Tages ein wohlsituiertes junges Paar zur Lösung des Problems anreist, nimmt Homer die Chance wahr, gemeinsam mit den beiden St. Cloud zu verlassen. Wally und Candy besorgen ihm einen Job als Apfelpflücker und eine Unterkunft, die er mit seinen schwarzen Kollegen, seiner Ersatzfamilie teilt. Homer freut sich wie ein Kind, das neue Leben und sogar die harte Arbeit gefallen ihm. Nachdem GI Wally eingezogen wurde - es ist die Zeit des Zweiten Weltkriegs - entwickelt sich aus der Freundschaft zu Candy eine sexuelle Beziehung, die aber abrupt endet, als Wally verwundet heimkehrt. Homer geht nach dem Tod Larchs nach St. Cloud zurück, um als Doktor und Heimleiter dessen Werk fortzuführen.

Lasse Hallström entwickelt mehrere Handlungsstränge - neben dem "Vater-Sohn"-Verhältnis zwischen Homer und Larch und der Love-Story zeichnet er gleichzeitig ein differenziertes Gesellschaftsporträt mit rassistischen Tendenzen, entwirft eine Mischung aus atmosphärisch dichtem Zeitpanorama und Sozialdrama. Die etwas langatmige und gemächliche Exposition erfordert zwar einige Geduld, aber die Verknüpfung der verschiedenen Familiengeschichten ist gelungen. Lasse Hallströms neuer Film überzeugt vor allem durch Menschlichkeit, Humor und liebevolle Zeichnung der Charaktere. Hervorragend die Besetzung: Michael Caine als väterliche, manchmal auch schlitzohrige Figur und Tobey Maguire als naiver "Forrest Gump" auf der Suche nach Entdeckungen. Bei einem Publikum mit einem Faible für epische Literaturverfilmungen könnte diese Irving-Adaption durchaus Anklang finden. mk.

Gottes Werk und Teufels Beitrag

Darsteller:  Tobey Maguire   als Homer Wells
  Charlize Theron   als Candy Kendall
  Delroy Lindo   als Mr. Rose
  Paul Rudd   als Wally Worthington
  Sir Michael Caine   als Dr. Wilbur Larch
  Jane Alexander   als Schwester Edna
  Kathy Baker   als Schwester Angela
  Erykah Badu   als Rose Rose
  Kieran Culkin   als Buster
  Kate Nelligan   als Olive Worthington
  Heavy D   als Peaches
  K. Todd Freeman   als Muddy
  Paz de la Huerta   als Maria Agnes
 
Regie:  Lasse Hallström  
Drehbuch:  John Irving  
Produzent:  Richard N. Gladstein  
Koproduzent:  Alan C. Blomquist  
  Leslie Holleran  
Ausf. Produzent:  Bob Weinstein  
  Harvey Weinstein  
  Bobby Cohen  
  Meryl Poster  
Buchvorlage:  John Irving  
Kamera:  Oliver Stapleton  
Schnitt:  Lisa Zeno Churgin  
Musik:  Rachel Portman  
Produktionsdesign:  David Gropman  
  Karen Schulz-Gropman  
Kostüme:  Renée Ehrlich Kalfus  
Ton:  Petur Hliddal  

Stars opponieren gegen Valenti

Wohl kaum eine "Oscar"-Verleihung sorgte bereits im Vorfeld für so viel Wirbel wie die Academy Awards 2004. Schauspieler und Regisseure protestieren einmütig gegen eine Änderung des Reglements.

Großansicht Geht keinem Ärger aus dem Weg: Sean Penn (Foto: Kurt Krieger)

Geht keinem Ärger aus dem Weg: Sean Penn (Foto: Kurt Krieger)

"Warning: For Consideration of the Academy Only" - dieser schlichte Satz in einer gerippten Internet-Version eines "Oscar"-Kandidaten im letzten Jahr trieb Jack Valenti zur Weißglut. Der Präsident der Motion Picture Association of America (MPAA), der sich insbesondere den Kampf gegen die Filmpiraterie auf die Fahnen geschrieben hat, war außer sich, dass ausgerechnet eine DVD für die Oscar-Juroren illegal als Download ins Netz gestellt wurde.

Deshalb beschloss die MPAA, für die nächste "Oscar"-Verleihung keine DVDs und Videos mehr an die Mitglieder der Academy auszuliefern. Die Juroren sollten einfach wieder ins Kino gehen und dann über die Vergabe der "Oscars" entscheiden.

Chancengleichheit steht auf dem Spiel

Diese Entscheidung jedoch treibt nun Schauspieler und Regisseure einmütig auf die Barrikaden. Sean Penn, Holly Hunter, Willem Dafoe, Hilary Swank, Sissy Spacek, Nick Nolte, und Steve Buscemi sind nur einige der Leinwandstars, die sich gegen den DVD-Stop der MPAA aussprachen. Ebenso wie schon zuvor die Regisseure Robert Altman, Martin Scorsese und Francis Ford Coppola

Und dabei geht es den Promis nicht um ihre eigene DVD-Collection. Sie sehen vielmehr die Chancengleichheit im "Oscar"-Rennen in Gefahr. Sie befürchten, dass große Produktionen in Zukunft durch ihren höheren Bekanntheitsgrad deutlich im Vorteil sein könnten. Die Rechnung dabei ist einfach: Wie soll ein Mitglied der Academy für einen Kandidaten in einem kleinen Film stimmen, wenn er ihn im Kino nicht gesehen hat?

Victoria Riskin, Sprecherin der Writers Guild of America, bringt es auf den Punkt: "'Oscar'-Gewinner wie Bill Condon ("Gods and Monsters"), Julian Fellowes ("Gosford Park") und John Irving ("Gottes Werk und Teufels Beitrag") traten doch erst durch die Präsentations-DVDs ins Bewusstsein der Academy. Wenn wir auf diese verzichten, gewinnen in Zukunft nur noch die großen Filme."

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