Schauspielerisch und verbal geschliffener Ensemblefilm um ein turbulentes Wochenende einer britischen Jagdgesellschaft. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz22/z0222061/b150x150.jpg Gosford Park

Filmdetails

Gosford Park

Schauspielerisch und verbal geschliffener Ensemblefilm um ein turbulentes Wochenende einer britischen Jagdgesellschaft.


Gosford Park
Start: 13.06.2002

Drama / Thriller

Großbritannien/USA/Deutschland 2001
Laufzeit: 137 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Michael Gambon
Kristin Scott Thomas
Camilla Rutherford

Regie: Robert Altman
Verleih: UIP

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Reicher und verarmter Adel, Menschen mit und ohne Herz versammeln sich 1932 auf einem englischen Landsitz, um das Wochenende gemeinsam zu verbringen. Während sich die Herrschaften ihrer Langeweile hingeben und das Personal ihre Launen pflegt, ereignen sich kleine und große menschliche Desaster.

Auf den Filmfestspielen in Berlin war Robert Altmans Spätwerk eines der heiß umjubelten Highlights. Sein vor visueller Kraft überstrotzendes Opus handelt vordergründig von einem Mord an einem reichen Adeligen, entpuppt sich dann jedoch als ebenso spöttisches wie verspieltes Sittengemälde einer im Untergang befindlichen Epoche.


Kritik

Es ist angerichtet: Altmeister Robert Altman serviert seinen bösartigen Gesellschaftskrimi à la Agatha Christie mit Spitzenbesetzung.

Auch Oberzofe Elise (Emily Watson) hat ein Motiv

Auch Oberzofe Elise (Emily Watson) hat ein Motiv

Ein Landhaus als Brutstätte des Bösen: Da trifft sich der Adel Englands 1932 bei einer Jagdgesellschaft, um die Langeweile zu vertreiben und möglichst maliziös über Nicht-Anwesende zu lästern.

Mit im Schlepptau eine Menge von Bediensteten, die wie ihre Herrschaft eine strenge Hierarchie pflegen. Oben speisen die Geladenen am fein gedeckten Tisch, der sich unter den Delikatessen biegt, unten drängen sich die Domestiken in Küchen, langen Fluren und schmalen Kammern.

Doch dann geschieht ein Mord (oder zwei?) und es geht los mit den Verdächtigungen.

Robert Altmans raffinierter Krimi à la Agatha Christie ist erste Sahne und die Idee, das Opfer mit Whiskey zu vergiften, "very british". Die bissige Satire wird zum Fest gesellschaftlichen Messerwetzens mit Stars wie Kristin Scott Thomas als Gastgeberin, Helen Mirren als Haushälterin und Maggie Smith als Gräfin.

Gastgeberin Lady Sylvia (Kristin Scott Thomas) genießt ihre Party

Gastgeberin Lady Sylvia (Kristin Scott Thomas) genießt ihre Party

Alle Anwesenden haben Dreck am Stekken, jeder könnte der Täter sein. Vielleicht das Paar, das vor dem Bankrott steht? Der Filmproduzent aus Hollywood? Oder gar der Butler?

Fragen, die Stephen Fry als Inspektor akribisch untersucht, und dabei in einem Sumpf von Lüge und Scheinheiligkeit herumstochert. Exquisite Kino-Kost.

Gosford Park

Darsteller:  Michael Gambon   als Sir William McCordle
  Kristin Scott Thomas   als Lady Sylvia McCordle
  Camilla Rutherford   als Isobel McCordle
  Maggie Smith   als Constance Countess of Trentham
  Charles Dance   als Raymond Lord Stockbridge
  Geraldine Somerville   als Louisa Lady Stockbridge
  Tom Hollander   als Lt. Comm. Anthony Meredith
  Natasha Wightman   als Lady Lavinia Meredith
  James Wilby   als Freddie Nesbitt
  Claudie Blakley   als Mabel Nesbitt
  Laurence Fox   als Lord Rupert Standish
  Trent Ford   als Jeremy Blond
  Jeremy Northam   als Ivor Novello
  Bob Balaban   als Morris Weissman
  Alan Bates   als Jennings
  Helen Mirren   als Mrs. Wilson
  Eileen Atkins   als Mrs. Croft
  Emily Watson   als Elsie
  Richard E. Grant   als George
  Jeremy Swift   als Arthur
  Derek Jacobi   als Probert
  Sophie Thompson   als Dorothy
  Meg Wynn Owen   als Lewis
  Teresa Churcher   als Bertha
  Sarah Flind   als Ellen
  Finty Williams   als Janet
  Emma Buckley   als May
  Kelly Macdonald   als Mary Maceachran
  Ryan Phillippe   als Henry Denton
  Clive Owen   als Robert Parks
  Adrian Scarborough   als Barnes
  Joanna Maude   als Renee
  Frances Low   als Sarah
  John Atterbury   als Merriman
  Stephen Fry   als Inspektor Thompson
  Ron Webster   als Constable Dexter
 
Regie:  Robert Altman  
Drehbuch:  Julian Fellowes  
Produzent:  Robert Altman  
  Bob Balaban  
  David Levy  
Koproduzent:  Jane Frazer  
  Joshua Astrachan  
Ausf. Produzent:  Jane Barclay  
  Sharon Harel  
  Robert Jones  
  Hannah Leader  
Kamera:  Andrew Dunn  
Schnitt:  Tim Squyres  
Musik:  Patrick Doyle  
Produktionsdesign:  Stephen Altman  
  John Frankish  
  Sarah Hauldren  
Kostüme:  Jenny Beavan  
Ton:  Peter Glossop  

Stars opponieren gegen Valenti

Wohl kaum eine "Oscar"-Verleihung sorgte bereits im Vorfeld für so viel Wirbel wie die Academy Awards 2004. Schauspieler und Regisseure protestieren einmütig gegen eine Änderung des Reglements.

Großansicht Geht keinem Ärger aus dem Weg: Sean Penn (Foto: Kurt Krieger)

Geht keinem Ärger aus dem Weg: Sean Penn (Foto: Kurt Krieger)

"Warning: For Consideration of the Academy Only" - dieser schlichte Satz in einer gerippten Internet-Version eines "Oscar"-Kandidaten im letzten Jahr trieb Jack Valenti zur Weißglut. Der Präsident der Motion Picture Association of America (MPAA), der sich insbesondere den Kampf gegen die Filmpiraterie auf die Fahnen geschrieben hat, war außer sich, dass ausgerechnet eine DVD für die Oscar-Juroren illegal als Download ins Netz gestellt wurde.

Deshalb beschloss die MPAA, für die nächste "Oscar"-Verleihung keine DVDs und Videos mehr an die Mitglieder der Academy auszuliefern. Die Juroren sollten einfach wieder ins Kino gehen und dann über die Vergabe der "Oscars" entscheiden.

Chancengleichheit steht auf dem Spiel

Diese Entscheidung jedoch treibt nun Schauspieler und Regisseure einmütig auf die Barrikaden. Sean Penn, Holly Hunter, Willem Dafoe, Hilary Swank, Sissy Spacek, Nick Nolte, und Steve Buscemi sind nur einige der Leinwandstars, die sich gegen den DVD-Stop der MPAA aussprachen. Ebenso wie schon zuvor die Regisseure Robert Altman, Martin Scorsese und Francis Ford Coppola

Und dabei geht es den Promis nicht um ihre eigene DVD-Collection. Sie sehen vielmehr die Chancengleichheit im "Oscar"-Rennen in Gefahr. Sie befürchten, dass große Produktionen in Zukunft durch ihren höheren Bekanntheitsgrad deutlich im Vorteil sein könnten. Die Rechnung dabei ist einfach: Wie soll ein Mitglied der Academy für einen Kandidaten in einem kleinen Film stimmen, wenn er ihn im Kino nicht gesehen hat?

Victoria Riskin, Sprecherin der Writers Guild of America, bringt es auf den Punkt: "'Oscar'-Gewinner wie Bill Condon ("Gods and Monsters"), Julian Fellowes ("Gosford Park") und John Irving ("Gottes Werk und Teufels Beitrag") traten doch erst durch die Präsentations-DVDs ins Bewusstsein der Academy. Wenn wir auf diese verzichten, gewinnen in Zukunft nur noch die großen Filme."

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