Joseph Fiennes
Dennis Haysbert
Diane Kruger
Regie: Bille August
Verleih: X Verleih (Warner)
In den späten 60ern wird der weiße Südafrikaner James Gregory (Joseph Fiennes) Wärter auf der Gefängnisinsel Robben Island. Dort knechtet das Apartheidsystem vor allem politisch unerwünschte Gefangene. Der überzeugte Rassist hält Schwarze für Untermenschen und seinen neuen Häftling, den ANC-Aktivisten Nelson Mandela (Dennis Haysbert), für einen Terroristen. Zwanzig Jahre wird er ihn bewachen. Loyal spioniert Gregory die Gefangenen für den Unrechtsstaat aus, bis die zögernde Annäherung an Mandela seine Weltsicht umwirft.
James Gregorys Memoiren sind die Vorlage für ein leises Drama von Bille August ("Das Geisterhaus"), dem zwei famose Schauspieler tiefe Menschlichkeit einhauchen. Joseph Fiennes lernt das Leben der anderen kennen, "24"-Präsident Haysbert überzeugt als Bürgerrechtler.
Drama über Nelson Mandela und den Mann, der 20 Jahre lang sein Gefängniswärter war.
Der Südafrikaner James Gregory (Joseph Fiennes) ist Gefängniswärter auf Robben Island, wo das Apartheidsystem vor allem seine politisch unerwünschten Gefangenen aufbewahrt. Weil er Xhosa beherrscht, arbeitet er für die staatliche Zensurbehörde, öffnet in der Poststelle Briefe und spioniert die Gespräche der politischen Gefangenen aus, gibt seine Informationen gehorsamst weiter.
Gregory ist anfangs noch überzeugt von der Richtigkeit des rassistischen Systems, bis er den Mann näher kennen lernt, den er insgesamt 20 Jahre lang bewachen wird: Nelson Mandela (Dennis Haysbert). Aufgrund dieser Begegnung ändert sich im Lauf der Jahre seine Weltsicht grundlegend.
Genaue psychologische Charakterisierungen und sorgfältiger Handlungsaufbau zeichnen stets die Filme von Bille August aus, der die Berlinale 1997 mit "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" eröffnet hatte. Das trifft auch auf dieses Drama nach wahren Begebenheiten zu, das weniger durch seine ausgefallene Umsetzung denn durch die Leistungen der stets im Mittelpunkt stehenden Schauspieler auffällt. Joseph Fiennes und Dennis Haysbert laufen unter Augusts Regie zur Bestform auf.
| Darsteller: | Joseph Fiennes | als James Gregory | |
|---|---|---|---|
| Dennis Haysbert | als Nelson Mandela | ||
| Diane Kruger | als Gloria Gregory | ||
| Shiloh Henderson | als Brent Gregory | ||
| Faith Ndukwana | als Winnie Mandela | ||
| Adrian Galley | als Brigadier Kemp | ||
| Terry Pheto | als Zindi Mandela | ||
| Regie: | Bille August | ||
| Drehbuch: | Greg Latter | ||
| Bille August | |||
| Produzent: | Ilann Girard | ||
| Jean-Luc van Damme | |||
| Andro Steinborn | |||
| Koproduzent: | Stephen Margolis | ||
| Roberto Cipullo | |||
| David Wicht | |||
| Gherardo Pagliei | |||
| Kamera: | Robert Fraisse | ||
| Schnitt: | Hervé Schneid | ||
| Musik: | Dario Marianelli | ||
| Produktionsdesign: | Tom Hannam | ||
| Kostüme: | Dianna Cilliers | ||
| Maske: | Pia Cornelius | ||
| Casting: | Billy Hopkins | ||
Berlin leuchtet, wenn Stars und Sternchen auf dem roten Teppich Hollywood-Flair an die Spree bringen.
Knapp zwei Wochen lang blickt die Filmwelt auf den Berlinale-Palast im Herzen der Hauptstadt - erstes Highlight: "La Vie en Rose" (Foto: Kurt Krieger)
Sie lebte wild und gefährlich und wurde zum Mythos, ihre Stimme war pure Magie - ein besseres Motto als das des Eröffnungsfilms "La vie en rose" übder Chanson-Legende Edith Piaf kann sich ein Festival nicht auf die Fahnen schreiben. Der Wettbewerb des größten deutschen Filmfests liefert eine Auswahl des internationalen "Best of", in den Nebenreihen ist Arthouse in "Panorama", Kinder- und Jugendfilm in "Generation", Heimisches in "Perspektive Deutsches Kino" und Experimentelles im "Forum des Jungen Films" zu sehen, insgesamt rund 350 Filme.
Hier einige Appetizer auf leidenschaftlichen (Kino)Genuss: "Goodbye Bafana" von Oscar-Preisträger Bille August über den Gefängniswärter (Joseph Fiennes) von Nelson Mandela. Politisch auch die US-Beiträge "The Good German" von Steven Soderbergh mit George Clooney als Journalist im Nachkriegs-Berlin und Robert De Niros "Der gute Hirte", in dem Matt Damon im 2. Weltkrieg für den Geheimdienst rekrutiert wird.
"Tagebuch eines Skandals": Packendes Eifersuchtsdrama mit dem grandiosen Duo Judi Dench und Cate Blanchett (Foto: Fox)
Aus Deutschland kommt Christian Petzolds "Yella": Nina Hoss spielt eine Frau aus Brandenburg, die einen Arbeitsplatz im Westen annimmt, um ihrer kaputten Ehe zu entfliehen.
Eine Arbeitsstelle im Erotik-Gewerbe tritt Marianne Faithfull in "Irina Palm" als Witwe in finanziellen Schwierigkeiten an, die beiden oscar-nominierten Dame Judi Dench und Cate Blanchett kriegen sich wegen einer verbotenen Affäre in die Haare ("Tagebuch eines Skandals") und aus Südkorea kommt Park Chan-wooks "I am a Cyborg but that's ok" um eine Patientin in einer Nervenheilanstalt, die sich für einen Roboter hält.
Regie-Ass Arthur Penn - sein Gangsterduo "Bonnie und Clyde" ist unvergessen (Foto: Neue Visionen)
Zudem verbeugt sich die Berlinale vor einem der ganz Großen des Weltkinos: Auf das Konto von Arthur Penn gehen Klassiker wie "Bonnie und Clyde" und "Die heiße Spur", er hat das New Hollywood mit seinem Autorenkino entscheidend geprägt. Dafür wird der unbestechliche Beobachter der amerikanischen Gesellschaft mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet und mit einer umfangreichen Film-Hommage geehrt.
Tief in das Schatzkästchen der Filmgeschichte greift auch die diesjährige Retrospektive der Berlinale: Sie widmet sich den "City Girls" und zeigt Frauenbilder im Stummfilm. Dazu dokumentiert im Rahmen der Werkschau "Magnum in Motion" eine Reihe mit 33 Filmen das Werk einiger Vertreter der weltberühmten Fotografen-Vereinigung. Was sie mit der Filmkamera geschaffen haben, war bisher selten zu sehen und ist eine Entdeckung wert.
Aktuelle Berichte vom Geschehen auf einem der größten internationalen Filmfestivals gibt's wie immer auf KINO.DE!
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Afroamerikanischer Schauspieler. Mit natürlicher Autorität und einer tiefen Bass-Stimme ausgestattet, setzte sich Dennis Haysbert nach...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
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