Komödie über eine sterbenskranke Sozialistin und die Illusion einer intakten DDR, die ihre Familie nach dem Mauerfall aufrecht zu halten versucht. http://images.kino.de/flbilder/max03/mbiz03/mbiz04/z0304500/b150x150.jpg Good Bye, Lenin!

Filmdetails

Good Bye, Lenin!

Komödie über eine sterbenskranke Sozialistin und die Illusion einer intakten DDR, die ihre Familie nach dem Mauerfall aufrecht zu halten versucht.


Good Bye, Lenin!
Start: 13.02.2003

Komödie

Deutschland 2003
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Daniel Brühl
Katrin Saß
Chulpan Khamatova

Regie: Wolfgang Becker
Verleih: X Verleih (Warner)

Bogey - Box Office Germany Award

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Inhalt

Kurz vor dem Fall der Mauer fällt Mutter Kerner (Katrin Saß), ihres Zeichens stolze DDR-Bürgerin und Sozialistin von altem Schrot und Korn, ins Koma. Als sie acht Monate später die Augen wieder aufschlägt, empfehlen die Ärzte, jeden Schock für die Dame zu vermeiden. Für Sohnemann Alex (Daniel Brühl) und den Rest der Familie bedeutet das, im nunmehr gründlich veränderten Einheitsdeutschland alle Register potemkinscher Improvisation zu ziehen...

Fünf Jahre nach "Das Leben ist eine Baustelle" kehrt Regisseur Wolfgang Becker in den Regiestuhl zurück und lässt in einer nostalgischen Komödie die gute alte DDR wieder auferstehen - wenn auch nur auf 79 qm Plattenbau.


Kritik

Shooting-Star Daniel Brühl begeistert in einer ebenso gagreichen wie warmherzigen Komödie über die etwas andere Geschichte des Mauerfalls.

Großansicht Alex muss für seine kranke Mutter die DDR wieder aufleben lassen (Foto: X Verleih (Warner))

Alex muss für seine kranke Mutter die DDR wieder aufleben lassen (Foto: X Verleih (Warner))

Keine Atempause... Geschichte wird gemacht. Und dieser Film lässt nun endlich zusammenwachsen, was zusammengehört. "Good Bye, Lenin!" liefert den ultimativen Beitrag zum Thema Mauerfall. Wolfgang Becker ("Das Leben ist eine Baustelle") ist ein Perfektionist, überlässt nichts dem Zufall.

Bei ihm stimmen die Figuren, die Dialoge, die Ausstattung, die Kostüme und Requisiten - unerlässlich bei einem Film, der auf ebenso eigenwillige wie unwiderstehliche Art eine ganz andere Variante der gesamtdeutschen Historie erzählt. Schließlich geht es um eine verdiente DDR-Bürgerin (famos: Katrin Saß), die kurz vor dem Mauerfall nach einem Herzinfarkt ins Koma fällt. Als sie acht Monate später wieder die Augen aufschlägt, erwacht sie in einem neuen Land.

Großansicht Kleiner Kulturschock am Abend (Foto: X Verleih (Warner))

Kleiner Kulturschock am Abend (Foto: X Verleih (Warner))

Der gute, alte Osten

Doch erfahren darf sie davon nichts. Jede Aufregung würde sie umbringen. Also beginnt ihr treusorgender Sohn Alex (Daniel Brühl), in der 79 qm großen Plattenbau-Wohnung die DDR wieder aufleben zu lassen - mit allen erlaubten und unerlaubten Tricks.

Das ist zum einen rasend komisch, zum anderen auch mitreißend menschlich. Ein waschechter Becker eben, den man auf keinen Fall verpassen darf.

Good Bye, Lenin!

Darsteller:  Daniel Brühl   als Alex
  Katrin Saß   als Mutter
  Chulpan Khamatova   als Lara
  Maria Simon   als Ariane
  Florian Lukas   als Denis
  Alexander Beyer   als Rainer
  Burghart Klaußner   als Vater
  Franziska Troegner   als Frau Schäfer
  Michael Gwisdek   als Direktor Klapprath
 
Regie:  Wolfgang Becker  
Drehbuch:  Bernd Lichtenberg  
  Wolfgang Becker  
Produzent:  Stefan Arndt  
Kamera:  Martin Kukula  
Schnitt:  Peter R. Adam  
Musik:  Yann Tiersen  
Produktionsdesign:  Lothar Holler  
Kostüme:  Aenne Plaumann  
Ton:  Wolfgang Schukrafft  

Wim Wenders im Wettbewerb

Der neue Biennale-Direktor Marco Müller hat die Teilnehmer des diesjährigen Filmfestivals von Venedig bekannt gegeben.

Großansicht Dolce Vita für Wim Wenders (Foto: Kurt Krieger)

Dolce Vita für Wim Wenders (Foto: Kurt Krieger)

Mit dabei ist Wim Wenders sozialkritischer Spielfilm "Land of Plenty". Der deutsche Regisseur selbst nennt "Land of Plenty" seinen bisher politischsten Film. Außerdem werden in Venedig unter anderem der Skandalfilm "Birth" von Jonathan Glazer, "5x2" von Francois Ozon und "Mar adentro" von Alejandro Amenábar gezeigt.

Das Filmfestival findet vom 1. bis 11. September unter dem Vorsitz des britischen Regisseurs John Boorman statt. In der Jury sitzen Größen wie Spike Lee und Scarlett Johansson sowie der "Good Bye, Lenin!"-Regisseur Wolfgang Becker.

» Alle Teilnehmer im Wettbewerb des Filmfestivals 2004

Star

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Katrin Saß

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