Komödie über eine sterbenskranke Sozialistin und die Illusion einer intakten DDR, die ihre Familie nach dem Mauerfall aufrecht zu halten versucht.
Shooting-Star Daniel Brühl begeistert in einer ebenso gagreichen wie warmherzigen Komödie über die etwas andere Geschichte des Mauerfalls.
Keine Atempause... Geschichte wird gemacht. Und dieser Film lässt nun endlich zusammenwachsen, was zusammengehört. "Good Bye, Lenin!" liefert den ultimativen Beitrag zum Thema Mauerfall. Wolfgang Becker ("Das Leben ist eine Baustelle") ist ein Perfektionist, überlässt nichts dem Zufall.
Bei ihm stimmen die Figuren, die Dialoge, die Ausstattung, die Kostüme und Requisiten - unerlässlich bei einem Film, der auf ebenso eigenwillige wie unwiderstehliche Art eine ganz andere Variante der gesamtdeutschen Historie erzählt. Schließlich geht es um eine verdiente DDR-Bürgerin (famos: Katrin Saß), die kurz vor dem Mauerfall nach einem Herzinfarkt ins Koma fällt. Als sie acht Monate später wieder die Augen aufschlägt, erwacht sie in einem neuen Land.
Der gute, alte OstenDoch erfahren darf sie davon nichts. Jede Aufregung würde sie umbringen. Also beginnt ihr treusorgender Sohn Alex (Daniel Brühl), in der 79 qm großen Plattenbau-Wohnung die DDR wieder aufleben zu lassen - mit allen erlaubten und unerlaubten Tricks.
Das ist zum einen rasend komisch, zum anderen auch mitreißend menschlich. Ein waschechter Becker eben, den man auf keinen Fall verpassen darf.
von Thomas Lassonczyk
veröffentlicht am 23-09-2003 um 15:14
Kurz vor dem Fall der Mauer fällt Mutter Kerner (Katrin Saß), ihres Zeichens stolze DDR-Bürgerin und Sozialistin von altem Schrot und Korn, ins Koma. Als sie acht Monate später die Augen wieder aufschlägt, empfehlen die Ärzte, jeden Schock für die Dame zu vermeiden. Für Sohnemann Alex (Daniel Brühl) und den Rest der Familie bedeutet das, im nunmehr gründlich veränderten Einheitsdeutschland alle Register potemkinscher Improvisation zu ziehen...
Fünf Jahre nach "Das Leben ist eine Baustelle" kehrt Regisseur Wolfgang Becker in den Regiestuhl zurück und lässt in einer nostalgischen Komödie die gute alte DDR wieder auferstehen - wenn auch nur auf 79 qm Plattenbau.
| Originaltitel | Good Bye, Lenin! |
| OV | - |
| OmU | - |
| Genre | Komödie |
| Filmpreis |
|
| USA-Start | 26.02.2004 |
| Kinostart (D) | 13.02.2003 |
| Besucher (D) | 6.515.607 |
| Einspielergebnis (D) | € 38.610.786 Bes. (EDI) 6.515.607 Bes. (FFA) 6.569.935 |
| FSK | ab 6 Jahre |
| WWW | - |
Michael Gwisdek
Direktor Klapprath
Wolfgang Becker
Drehbuch
Stefan Arndt
Produzent
Lothar Holler
Produktionsdesi gn
Martin Kukula
Kamera
Peter R. Adam
Schnitt
Yann Tiersen
Musik
Aenne Plaumann
Kostüme
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