Originaltitel: The Gold Rush
USA 1925
Sir Charles Chaplin
Mack Swain
Henry Bergman
Regie: Sir Charles Chaplin
Verleih: Die Lupe
Goldgräber Charlie flüchtet sich vor einem Schneesturm in die Hütte von Black Larsen, in der auch Big Jim, der gerade Gold gefunden hat, erscheint. Black Larsen verläßt die beiden, um Nahrung zu suchen, kehrt jedoch nicht zurück. Aus Verzweiflung kocht Charlie seinen eigenen Schuh, den er zusammen mit Big Jim verzehrt. Als der Sturm nachläßt, irrt Charlie umher, beobachtet in einem Dorf eine tanzende Gesellschaft und verliebt sich in die Sängerin Georgia. Später beutet er zusammen mit Big Jim dessen Goldmine aus, wodurch die beiden reich werden und Charlie schließlich Georgia heiraten kann.

Sir Charles Chaplins Stummfilm-Klassiker zeigt eine traurige, ungerechte Welt, in der kein Platz für ehrliche Seelen wie Tramp Charlie ist: Dieser bleibt stets ein Außenseiter ohne Freunde oder Liebe, wird ausgenutzt und am Ende nur wegen seines Geldes geheiratet. Kritiker und Publikum reagierten bei der Erstaufführung 1925 gleichermaßen enthusiastisch auf den melancholisch düsteren und ausgesprochen intelligent inszenierten "Goldrausch".
| Darsteller: | Sir Charles Chaplin | als Lone Prospector | |
|---|---|---|---|
| Mack Swain | als Big Jim McKay | ||
| Henry Bergman | als Hank Curtis | ||
| Tom Murray | als Black Larsen | ||
| Georgina Hale | als Georgia | ||
| Regie: | Sir Charles Chaplin | ||
| Drehbuch: | Sir Charles Chaplin | ||
| Produzent: | Sir Charles Chaplin | ||
| Kamera: | Roland Totheroh | ||
| Jack Wilson | |||
| Schnitt: | Sir Charles Chaplin | ||
| Produktionsdesign: | Charles D. Hall | ||
Der Tramp macht sich wie so viele andere auf die Suche nach Gold - eigentlich eine völlig harmlose Geschichte, die das Publikum begeisterte.
Zehn Jahre nach der gefeierten Premiere in Berlin wurde die Wiederaufführung von Charlie Chaplins "Goldrausch" am 8. Januar 1935 jedoch von den Nazis verboten. Grund für diese Entscheidung: Chaplin war kein Arier, und somit durften seine Filme auch nicht in Deutschlang gezeigt werden. Dass seine Figur des Tramp Adolf Hitler wie aus dem Gesicht geschnitten war, interessierte anfangs noch nicht.
Diese Ähnlichkeit nutzte der Starkomiker jedoch für seine filmische Racheaktion: Die Idee zur Hitler-Satire "Der große Diktator" war geboren - die erste und nach Kritikermeinung bis heute gelungenste filmische Abrechnung mit dem NS-Regime.
Als er 1914 seine ersten Filme drehte, war er schnell so populär, dass die Kinos nur das Schild "Heute Chaplin" aufstellen...
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