Kuno Becker
Alessandro Nivola
Stephen Dillane
Regie: Danny Cannon
Verleih: Studiocanal
Santiago Munez (Kuno Becker) träumt im Barrio von LA vom Dasein als Profifußballer. Doch für eine solche Karriere hat sich der aus Mexiko zugereiste Jüngling mit den USA eine denkbar schlechte Startrampe gewählt. Die Wende kommt, als das Auge des Talentscouts Glen Foy (Stephen Dillane) auf die Spielfertigkeit von Santiago fällt. Prompt flattert eine Einladung zum Probetraining bei Englands traditionellem Erstliga-Club Newcastle United ins Haus. Doch auf dem fremden Terrain muss auch ein gewiefter Knabe wie Santiago sich erst einmal durchsetzen.
David Beckham, Zinedine Zidane, Alan Shearer und Raùl schauen in diesem der WM voraus eilenden Sportlerdrama vom Underdog auf dem Weg nach oben auf einen Gastauftritt vorbei.
Fußballkunst im Kino: Internationale Superstars zaubern im Großformat, wenn ein junger Latino als Talent entdeckt wird und in England um Profikarriere und ein besseres Leben kämpft.
Kahl der Kopf und der Rasen, doch Santiagos Spiel sprüht vor Witz und Eleganz (Foto: Kinowelt)
Ball im eigenen Strafraum annehmen, mit der Eleganz eines Tangotänzers zwei Gegenspieler versetzen, Traumpass diagonal über den Platz schlagen, auf der Außenbahn wie ein Torpedo beschleunigen, Präzisionszuspiel mit der Hacke mitnehmen, drei Verteidiger in den Kollaps dribbeln und das Leder ins Tordreieck wuchten. Über Szenen wie diese fiebert der ganze Planet, doch Filme über die globale Fußballkrankheit gibt es kaum.
Dieser hier, inszeniert von Danny Cannon ("Judge Dredd"), ist die Ouvertüre für ein einzigartiges Projekt, das in drei Teilen den Weg eines jungen Fußballers von den Anfängen bis zum Karrierehöhepunkt bei der WM begleitet. Der mexikanische Newcomer Kuno Becker, der sich wie seine Kollegen einem intensiven Ball - und Bewegungstraining unterzog, wagt, woran viele vor ihm scheiterten: glaubwürdig als Darsteller und Fußballer zu sein.
Die Geschichte seiner Figur Santiago beginnt in Los Angeles, wo die Träume der Einwanderer mit den Realitäten einer Metropole kollidieren, die das Glück nach dem Lotterieprinzip verteilt. "Die einen leben in großen Häusern, die anderen mähen deren Rasen", beschreibt Santiagos Vater die Rollenverteilung.
Doch als ein schottischer Ex-Profi (Stephen Dillane) den jungen Latino beim Umgang mit der Kugel entdeckt, wittert er ein Ausnahmetalent, das auch die englische Premier League erobern könnte. Newcastle United, aktuell durch den Kauf von Superstürmer Michael Owen in den Schlagzeilen, wird zur neuen Heimat Santiagos.
Hier in der Kälte, über 8.000 Kilometer entfernt von der Wärme Kaliforniens, muss er sich durchsetzen. Gegen die harte Gangart älterer Spieler, die junge Konkurrenten fürchten. Gegen die Einsamkeit, aber auch die Versuchungen einer fremden Welt. Die schönste ist Krankenschwester Roz (Anna Friel), die ihn im Sturm erobert - die riskanteste ist der Lebensstil von United-Star Gavin (Alessandro Nivola), der Vernunft nur aus dem Wörterbuch kennt.
Flott erzählt ist diese Aufsteigerstory aus der Welt des Fussballs, die hinter die Kulissen, aber auch auf die Kunst am Rasen schaut, wenn Stars wie David Beckham, Alan Shearer oder Frankreichs Fußballgott Zidane Ball-Zauber endlich auch für Profis im Kinosessel demonstrieren.
| Darsteller: | Kuno Becker | als Santiago Munez | |
|---|---|---|---|
| Alessandro Nivola | als Gavin Harris | ||
| Stephen Dillane | als Glen Foy | ||
| Marcel Iures | als Eric Dornhelm | ||
| Anna Friel | als Roz Harmison | ||
| Kieran O'Brien | als Hughie McGowan | ||
| Sean Pertwee | als Barry Rankin | ||
| Cassandra Bell | als Christina | ||
| Greg Ellis | als Charlie | ||
| Brian Cox | |||
| Matthew Goode | |||
| Regie: | Danny Cannon | ||
| Drehbuch: | Mike Jefferies | ||
| Adrian Butchart | |||
| Dick Clement | |||
| Ian La Frenais | |||
| Produzent: | Mike Jefferies | ||
| Matt Barrelle | |||
| Ausf. Produzent: | Lawrence Bender | ||
| Mark Huffam | |||
| Kamera: | Michael Barrett | ||
| Schnitt: | Chris Dickens | ||
| Musik: | Graeme Revell | ||
| Produktionsdesign: | Laurence Dorman | ||
| Casting: | Lucinda Syson | ||
Wenn dieses Trio die gegnerischen Verteidiger zum Tänzchen bittet, wandelt sich klassischer Männersport zum ästhetischen Augenschmaus, den begeisterte Sportjournalisten auch schon mal verzückt als Ballett betiteln.
Träumt mit Victoria ohnehin von einer Hollywood-Karriere: David Beckham (Foto: Alltainment)
Und nun werden die Ballartisten David Beckham, Zinedine Zidane und Raúl Gonzalez ihre Übersteiger und Pirouetten sogar auf der großen Leinwand zeigen: Im Megaprojekt "Goal!" sollen die drei Gladiatoren des grünen Rasens in drei Fußballfilmen sich selbst spielen.
Mit dem stattlichen Budget von 100 Mio. Dollar hantiert dabei Regisseur Danny Cannon, der sich bisher mit dem Festival-Juwel "Young Americans" sowie den Trashern "Judge Dredd" und "Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast" empfohlen hat. Den Chefsessel hat er von seinem Vorgänger Michael Winterbottom geerbt, von dem sich die Filmbosse wegen "künstlerischer Differenzen" trennten - ganz im schlechten Stil so manches europäischen Vereinspräsidenten.
Im Mittelpunkt von "Goal!" steht ein junges Megatalent aus den Slums von L.A., gespielt von Diego Luna aus "Terminal" und "Y tu mama tambien". Der Ballkünstler erspielt sich mit phänomenalen Tricks einen Vertrag bei Newcastle United in der englischen Premier League und mausert sich schließlich zum Star der nächsten Fußball-WM.
Das Besondere dabei: Während die ersten beiden Filme sich vor allem um Spiele von Newcastle United gegen Real Madrid - den Arbeitgeber von Beckham, Zidane und Raúl - drehen, steht der dritte Film ganz im Zeichen der Weltmeisterschaft. Und damit wird Teil drei natürlich während der Endrunde in Deutschland gefilmt, übrigens hochoffiziell mit Unterstützung der FIFA.
Anpfiff für den ersten Streich ertönt in den Kinos schon im August 2005, pünktlich zum Start der neuen Fußballsaison. Teil zwei kommt dann kurz vor der WM 2006 in die Kinos, die dann eben auch Schauplatz des großen Finales der Trilogie sein wird.
Britischer Schauspieler. Gefeierter Theaterschauspieler, übernahm Stephen Dillane im Film zehn Jahre lang prägnante Zuspielrollen, bevor...
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