Alba Rohrwacher
Vinzenz Kiefer
Matthias Brandt
Regie: Doris Dörrie
Verleih: Constantin
Zwei junge Menschen in Berlin, die weder Halt noch Orientierung haben: Die junge Kriegsflüchtige Irina hat es nach Berlin verschlagen, wo sie sich als Prostituierte über Wasser halten muss. Der traumatisierte Punk Kalle ist obdachlos. Die beiden finden zueinander und schaffen es sogar, sich in einer gemeinsamen Wohnung, in der Irina ihre Freier empfängt, ein bescheidenes Leben aufzubauen. Als einer von Irinas Kunden plötzlich tot zusammenbricht, beschließt das junge Paar nach anfänglicher Panik, für sein Glück zu kämpfen.

Bei Doris Dörries neuester Drehbuch- und Regiearbeit handelt es sich um die Verfilmung einer Geschichte aus Ferdinand von Schirachs erfolgreichem Erzählband "Verbrechen", der allein in Deutschland über 450.000 Mal verkauft wurde und als Übersetzungsvorlage bereits in 30 Ländern liegt. Eine außergewöhnliche, einfühlsame und fesselnde Liebesgeschichte, wie sie nur das Leben selbst schreiben kann - und damit genau Doris Dörries Herangehensweise an Filmstoffe entspricht.
| Darsteller: | Alba Rohrwacher | als Irina | |
|---|---|---|---|
| Vinzenz Kiefer | als Kalle | ||
| Matthias Brandt | als Noah Leyden | ||
| Christina Große | als Laura Leyden | ||
| Flora Thiemann | als Lilly Leyden | ||
| Levin Henning | als Levin Leyden | ||
| Maren Kroymann | als Staatsanwältin | ||
| Oliver Nägele | als Herr W. | ||
| Parashiva Dragus | als Kind | ||
| Andrea Sawatzki | als Kalles Mutter | ||
| Aykut Kayacik | als Freund der Metzgerin | ||
| Petra Kleinert | als Olga | ||
| Regie: | Doris Dörrie | ||
| Drehbuch: | Doris Dörrie | ||
| Produzent: | Oliver Berben | ||
| Koproduzent: | Rainer Curdt | ||
| Ausf. Produzent: | Martin Moszkowicz | ||
| Buchvorlage: | Ferdinand von Schirach | ||
| Kamera: | Hanno Lentz | ||
| Schnitt: | Inez Regnier | ||
| Frank Müller | |||
| Musik: | Hauschka | ||
| Produktionsdesign: | Bernd Lepel | ||
| Kostüme: | Yoshio Yabara | ||
| Maske: | Britta Balcke | ||
| Chris Kunzmann | |||
| Ton: | Rainer Plabst | ||
| Casting: | Stefany Pohlmann | ||
Auch wenn das Thermometer gerade bundesweit in den Keller rutscht - eine "Eis-Berlinale" wie vor zwei Jahren ist offenbar nicht zu befürchten.
Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))
Zumindest attestieren die Wetterdienste, dass die Temperaturen bis zur Eröffnung wieder in den einstelligen Minusbereich zurückkehren. Ob Frost oder nicht: Die Berlinale, die am 9. Februar ihre Pforten öffnet, wird keinen Besucher kalt lassen. Zu viel gibt es zu entdecken! Neben den 395 gezeigten Filmen locken an den elf Festivaltagen zahllose Partys, Empfänge und Diskussionsrunden - und natürlich die Stars am roten Teppich.
Viele Regisseure erzählen in ihren Filmen von einer Welt im Umbruch. Darunter auch ein prominentes Regiedebüt: Hollywoodstar Angelina Jolie stellt "In the Land of Blood and Honey" vor, ein Film über den Bürgerkrieg in Bosnien, der der humanitär engagierten Schauspielerin eine Herzensangelegenheit war.
Deutschlands Hollywood-Exportschlager Diane Kruger gibt die französische Königin Marie Antoinette, die von den Unruhen der Französischen Revolution erfasst wird, in dem Historiendrama "Leb wohl, meine Königin!", dem diesjährigen Berlinale-Eröffnungsfilm.
Dänemarks Superstar Mads Mikkelsen ist ebenfalls in einem königlichen Drama zu sehen, in "Die Königin und der Leibarzt" spielt er den Doktor der dänischen Königin Caroline Mathilde. Der Arabische Frühling, der vor einem guten Jahr begann, zieht sich durch alle Sektionen und zahlreiche Diskussionen.
Selbst der oft vergessene Kontinent Afrika rückt in den Fokus und erzählt von Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Der asiatische Film ist traditionell stark in allen Reihen vertreten, etwa mit bei Cineasten heiß gehandelten philippinischen "Skandalfilmer" Brillante Mendoza. Auch Angelina Jolies Ex-Mann, der Schauspieler Billy Bob Thornton, wechselt alle Jahre wieder auf den Regiestuhl, in Berlin hat er die starbesetzte Culture-Clash-Komödie "Jayne Mansfield's Car" im Gepäck.
Tom Hanks und Sandra Bullock sind die Protagonisten in dem oscarnominierten 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", während "Twilight"-Star Robert Pattinson auf dem roten Teppich für Kreischalarm sorgen sollte - er spielt im Paris des 19. Jahrhunderts angesiedelten Bel Ami" einen eleganten Liebhaber - u.a. von Uma Thurman und Christina Ricci. Clive Owen beglückt die Berliner dagegen anlässlich der Premiere des britischen Thrillers "Shadow Dancer".
Auch in diesem Jahr ist Berlinale natürlich DAS Schaufenster für den deutschen Film. Insgesamt 87 deutsche Filme und Koproduktionen laufen in den verschiedenen Sektionen. Auch im Wettbewerb wird geklotzt, gleich drei Schwergewichte des deutschen Autorenfilms rücken ins Rampenlicht: Hans-Christian Schmid mit seinem Familiendrama "Was bleibt", Christian Petzold mit dem geheimnisvollen Drama "Barbara" und Matthias Glasner mit dem am Nordkap gedrehten "Gnade". Außer Wettbewerb zeigt Doris Dörrie ihren neuen Film "Glück", eine berührende Liebesgeschichte zwischen einem Punk und einer jungen Prostituierten.
Welche Wettbewerbsfilme, Darsteller und Filmemacher dieses Jahr die begehrten Bären mit nach Hause nehmen dürfen, das entscheidet die Jury um den Präsidenten Mike Leigh ("Happy-Go-Lucky"). Als kompetente Unterstützung an seiner Seite hat der Top-Regisseur dabei unter anderem Hollywood-Star Jake Gyllenhaal, den legendären Fotografen und Regisseur Anton Corbijn, den Oscar-Nominierten Filmemacher Asghar Farhadi ("Nader und Simin") und die französischen Filmlieblinge Charlotte Gainsbourg und François Ozon. Die glanzvolle Verleihung geht am 19. Februar zum großen Berlinale-Finale über die Bühne.
Vinzenz Kiefer wurde 2008 durch seine Rollen in dem RAF-Drama "Der Baader Meinhof Komplex" und dem TV-Zweiteiler "Der Seewolf" bekannt....
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.