Nach einem Drehbuch seines Landsmannes Martin Suter inszeniert der Schweizer Christoph Schaub einen tragikomischen Reigen über das Älterwerden und den Mut für einen Neuanfang. http://images.kino.de/flbilder/max10/mbiz10/mbiz01/z1001401/b150x150.jpg Giulias Verschwinden

Filmdetails

Giulias Verschwinden

Nach einem Drehbuch seines Landsmannes Martin Suter inszeniert der Schweizer Christoph Schaub einen tragikomischen Reigen über das Älterwerden und den Mut für einen Neuanfang.


Giulias Verschwinden
Start: 04.02.2010

Komödie / Drama

Schweiz 2009
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Corinna Harfouch
Bruno Ganz
Stefan Kurt

Regie: Christoph Schaub
Verleih: X Verleih (Warner)

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Inhalt

Eigentlich soll Giulia mit ihren Freunden in einem Restaurant ihren 50. Geburtstag feiern. Doch während die wartenden Gäste über Allergien, Übergewicht und Wadenkrämpfe philosophieren, streift sie durch die Straßen und kommt zu dem Entschluss, dass ihr an diesem "Freudentag" nicht zum Feiern zu Mute ist. Nur zu gerne lässt Giulia sich von einem älteren Herrn auf ein Glas Wein einladen. Im Restaurant sind derweil hitzige Diskussionen über Fragen des Daseins im Gange, als plötzlich die Tür aufgeht und der Ehrengast doch noch erscheint.


Kritik

Nach einem Drehbuch seines Landsmannes Martin Suter inszeniert der Schweizer Christoph Schaub einen tragikomischen Reigen über das Älterwerden und den Mut für einen Neuanfang.

Andreas Dresen hat es mit "Wolke 9" getan und Leander Haußmann mit "Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus!". Jetzt räsoniert auch der Schweizer Filmemacher Christoph Schaub über das Älterwerden. "Giulias Verschwinden" basiert auf einem Drehbuch des Schriftstellers Martin Suter (dessen Roman "Lila, Lila" erst gerade mit Daniel Brühl verfilmt wurde), das ursprünglich der 2006 verstorbene Daniel Schmid, ebenfalls Eidgenosse und mit Suter befreundet, in Szene setzen sollte. Schaub, der bereits 1989 mit "Dreißig Jahre" einen Film über den 30. Geburtstag von drei Freunden gemacht hatte, schien nicht zuletzt deshalb prädestiniert zu sein für dieses Projekt, steht doch diesmal eine Frau im Mittelpunkt, die gemeinsam mit ihren Liebsten in einem Restaurant ihren Fünfzigsten begehen will. Doch Giulia (Corinna Harfouch) lässt auf sich warten. Während die Gäste über Allergien und Übergewicht, Wadenkrämpfe und die Vorteile von Tempur-Matratzen philosophieren, streift die Jubilarin ziellos durch die Straßen, hat mit einem Mal das seltsame Gefühl, für ihre Umwelt unsichtbar zu sein, und kommt nach und nach zu dem Entschluss, dass ihr an diesem "Freudentag" alles andere als zum Feiern zu Mute ist. Nur zu gerne lässt Giulia sich von einem sehr charmanten älteren Herrn namens John (Bruno Ganz) auf ein Glas Wein in eine Hotelbar einladen. Im Restaurant sind derweil hitzige Diskussionen über grundsätzliche Fragen des irdischen Daseins im Gange, als plötzlich die Tür aufgeht und der Ehrengast doch noch erscheint.

Schaubs Komödie lebt vor allem von den akzentuierten Dialogen, die Autor Suter seinen Protagonisten in den Mund gelegt hat. Und diese werden von hochkarätigen und glänzend aufgelegten Schauspielern - neben Harfouch und Ganz unter anderem auch Stefan Kurt, Sunnyi Melles und Max Herbrechter - vorgetragen. Die wenigen Schauplätze, das Lokal, das Hotelfoyer, ein Bus, ein Seniorenheim und ein Kaufhaus, sorgen für statische, ruhige Fernsehbilder, die vorwiegend Großaufnahmen der handelnden Personen zeigen. Am meisten Lacher bekommt Christine Schorn, die sich in ihrem Altersheim so richtig daneben benimmt und am Ende gar eine zünftige Tortenschlacht anzettelt. Zum Finale lässt Schaub alle Figuren und damit sämtliche Handlungsstränge seines tragikomischen Reigens über Leben und Tod, ewige Jugend und Altersstarrsinn, Schönheits-OPs und Faltencremes in jenem besagten Restaurant zusammenlaufen. Und Hoffnung auf Liebe im fortgeschrittenen Alter gibt es auch, wenn Giulia zum Abspann mit John ein Taxi besteigt und damit einen Neubeginn wagt. lasso.

Giulias Verschwinden

Darsteller:  Corinna Harfouch   als Giulia
  Bruno Ganz   als John
  Stefan Kurt   als Stefan
  André Jung   als Lorenz
  Sunnyi Melles   als Alessia
  Teresa Harder   als Lena
  Max Herbrechter   als Valentin
  Daniel Rohr   als Thomas
  Christine Schorn   als Leonie
  Renate Becker   als Lili
  Babette Arens   als Helen
  Susanne-Marie Wrage   als Cornelia
  Samuel Weiss   als Max
  Elisa Schlott   als Jessica
  Hannah Dietrich   als Fatima
 
Regie:  Christoph Schaub  
Drehbuch:  Martin Suter  
Produzent:  Marcel Hoehn  
Kamera:  Filip Zumbrunn  
Schnitt:  Marina Wernli  
Musik:  Balz Bachmann  
Produktionsdesign:  Susanne Jauch  
Kostüme:  Dorothée Schmid  
Maske:  Barbara Grundmann  
Ton:  Hugo Poletti  
Casting:  Corinna Glaus  

Star

Corinna Harfouch

Ihr hellwacher Blick sticht ins Auge, weil er Neugier, Skepsis, Belustigung, Spott und gnadenlose Verachtung vermittelt, selten Hingabe...

Star

Bruno Ganz

Er ist einer der größten Schauspieler deutscher Sprache und seit 1996 Träger des Iffland-Ringes, der höchsten auf dem Theater vergebenen...

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