Was haben Martin Luther, Johann Wolfgang von Goethe, Alexander von Humboldt, Ludwig van Beethoven, Sigmund Freud und Albert Einstein gemein? Ein religiöser Revolutionär, ein lebensfroher Poet, ein abenteuerlustiger Wissenschaftler, ein ertaubender Musiker, ein erfolgssüchtiger Arzt und nicht zuletzt ein zerstreuter Professor - sie sind aufgewachsen mit der deutschen Muttersprache, und sie alle veränderten die Welt. Jeder von ihnen ein Genie. Ihr Werk Meilensteine in der Kunst und Wissenschaft. Sie alle waren ihrer Zeit weit voraus, sie waren Querdenker und Nonkonformisten, bereit neue Wege zu gehen, oft gegen die vorherrschende Meinung. Jeder ein großer Entdecker in seiner ureigenen Welt. Aber sie waren auch Opferihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten, ihre Lebensgeschichten sind oft märchenhaft und haarsträubend zugleich. Wie nur wenige andere in ihrer Zeit, waren sie für die Schwingungen des Lebens empfänglich, waren fähig Stimmungen zu spüren und Vorreiter des Neuen zu werden. Mit Haut und Haaren verschrieben sie sich ihren Leidenschaften, gaben alles, um den Menschen neue Dimensionen zu eröffnen - Wunderkinder, Eigenbrödler, Choleriker Pessimisten, Clowns - aus welchen Stoff sind Genies? Sechs große deutsche Schauspieler nehmen die Herausforderung an, in die Fußspuren der großen Deutschen zu treten. Ben Becker ist Martin Luther, Rolf Hoppe Johann Wolfgang von Goethe, Matthias Habich Alexander von Humboldt, Uwe Ochsenknecht Ludwig van Beethoven, Dietmar Schönherr Sigmund Freud und Maximilian Schell Albert Einstein. Sie geben den schwer zu fassenden komplexen Charakteren mit ihrem einfühlsamen Spiel Konturen, die die historischen Figuren in ihrer Zeit und in ihrem Schicksal emotional fassbar machen. Hinter all ihren Fähigkeiten und Leistungen wird vor allem eines deutlich: Auch Genies sind Menschen aus Fleisch und Blut. Ergänzt durch dokumentarische Sequenzen und Interpretationen namhafter Publizisten und Wissenschaftler liefern diese Dokumentarspiele ein facettenreiches und emotional mitreißendes Gesamtbild - eine Annäherung an das Phänomen des Giganten.
Teil 1:
Er war ein Genie,zu leidenschaftlichsten Gefühlen fähig und ständig im Kampf gegen sein Schicksal begriffen. Als gigantischer Schöpfer einzigartiger Musik schrieb er Sonaten, Konzerte, Symphonien und eine Oper. Seine Neunte Symphonie mit der Hymne "Freude, schöner Götterfunke" ist das wohl bekannteste Musikstück aller Zeiten. Ludwig van Beethoven wurde damit weltweit zum Mythos. Der Film aus der Reihe "Giganten" mit Uwe Ochsenknecht als Ludwig van Beethoven erzählt die Zeit des Komponisten in Wien, das für ihn Himmel und Hölle zugleich symbolisiert. Dort hat er seine größten Triumphe und erlebt seine größten persönlichen Niederlagen. Als im Alter von 28 Jahren der schleichende Prozess des Taubwerdens einsetzt, droht er den Boden unter den Füßen zu verlieren. Er denkt an Selbstmord und verfasst sein berühmtes "Heiligenstädter Testament", ein ergreifender Beweis seiner Verzweiflung, die er dann doch durch Willensanstrengung bezwingt. Knapp zwanzig Jahre später war er völlig taub, konnte nur noch schriftlich mit seinen Mitmenschen kommunizieren. Welche Qualen musste er in dieser Zeit als Musiker und Dirigent erleiden? Welche Ursache hatte Beethovens Taubheit? Warum tritt gerade in jenen Jahren das Gigantische an seiner Musik so stark zutage? Eine Flucht ins Reich der Musik? Beethovens dramatisches Leben wird auch durch seine unerfüllte Liebe zu mehreren Frauen geprägt - seine "Briefe an die Unsterbliche Geliebte" gehören zu den ergreifendsten Liebesgeständnissen, die je posthum gefunden wurden. Noch heute rätseln die Experten, welcher großen ungenannten Liebe die Briefe galten. War es Josephine von Brunswick, war es Antonie Brentano? Und sind deren - uneheliche - Söhne und Töchter die Kinder Beethovens? Gegen Ende seines Lebens isoliert sich der von Krankheiten gezeichnete Beethoven immer mehr, wird den Menschen gegenüber immer gereizter und misstrauischer. Sein Neffe Karl, den er als Sohn sieht, muss die depressiven und euphorischen Phasen seines Onkels ertragen.
Neben Uwe Ochsenknecht spielen in Gero von Boehms Film Maria Simon, Anna Clarin und Mirko Lang. Im dokumentarischen Teil kommen Isabella Rossellini, Anne-Sophie Mutter, Klaus Maria Brandauer und Kurt Masur zu Wort.
Quelle: ZDF, www.zdf.de
| Darsteller: | Uwe Ochsenknecht | als Ludwig van Beethoven | |
|---|---|---|---|
| Matthias Habich | als Alexander von Humboldt | ||
| Rolf Hoppe | als Johann Wolfgang von Goethe | ||
| Ben Becker | als Martin Luther | ||
| Dietmar Schönherr | als Sigmund Freud | ||
| Maximilian Schell | als Albert Einstein | ||
| Mirko Lang | als Beethovens Neffe Karl | ||
| Maria Simon | als Josefine von Brunswick | ||
| Anna Clarin | |||
| Regie: | Gero von Boehm | ||
| Günther Klein | |||
| Drehbuch: | Gero von Boehm | ||
| Günther Klein | |||
| Jürgen Büscher | |||
| Kamera: | Tibor Szalma | ||
Zeitweilig einer der populärsten deutschen Schauspieler in Film und Fernsehen, gelang Uwe Ochsenknecht der Durchbruch in Doris Dörries...
Vom Fernsehstar zum Charakterdarsteller, der als grüblerischer Pianist, eiskalter Soldat, zärtlicher Liebhaber, gleichgültiger Ehemann,...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.