50 Cent
Adewale Akinnuoye-Agbaje
Joy Bryant
Regie: Jim Sheridan
Verleih: Paramount
In der New Yorker Bronx der 70er Jahre wächst Marcus Young in der Obhut einer alleinerziehenden kriminellen Mutter auf. Nach deren Tod findet er bei seinen nichtsnutzigen Großeltern Unterschlupf und wächst zum properen Schläger und Rauschgiftdealer heran. Für den charismatischen Levar (Bill Duke) dealt er das neue Zauberpulver Crystal Meth und muss mit Kolumbianern um die Marktnische kämpfen. Im Gefängnis entdeckt Marcus seine kreative Seite, fortan will er wie seine Vorbilder Run DMC Platten aufnehmen. Levar ist wenig begeistert.
Curtis "50 Cent" Jackson spielt sich selbst in einer weiteren HipHop-Aufsteigerballade nach bestem "8 Mile"-Vorbild. Regisseur Jim Sheridan, britischer Fachmann für Arbeiterklasse-Dramen, inszenierte den umstrittenen Film.
Fiktion und Fakten treffen aufeinander, wenn Hip-Hopper "50 Cent" unter der Regie von Jim Sheridan sein wüstes Leben "nachspielt".
Der Mann ist filmreif durch die Hölle gegangen - wie Förderer und Kumpel Eminem auch. Curtis "50 Cent" Jackson weiß von neun Schusswunden zu berichten, die seine Karriere in Gang gebracht haben. "Get Rich or Die Tryin'", wie auch sein Multiplatin-Album, heißt folgerichtig das facettenreiche Biopic, das vom unaufhaltsamen Aufstieg des Ghetto-Gangstas zum Musik-Millionär erzählt.
Von der ermordeten Mama, die Drogen pushte, um Klein-Marcus mit Luxusartikeln wie Marken-Sneakers oder einem Kassettenrekorder zu verwöhnen. Vom eigenen Dealen, von blutigen Bandenkämpfen, der liebenden Freundin (Joy Bryant) und schließlich dem legendären Gig im ausverkauften Gemeindezentrum...
"Chronist" und "blue collar"-Spezialist Jim Sheridan ("In America") verfolgt nach einem Drehbuch von "Sopranos"-Autor Terence Winter die wechselhafte "Karriere" seines Anti-Helden, mischt geschickt Fakten mit Fiktion, Biografie und Black-Mafia-Story.
So bleibt der Film nah am Leben, ohne seinen Schwerpunkt auf Live-Auftritte des populären HipHop-Künstlers zu legen. "50 Cent" spielt sich wie er ist - geht mit dem Kopf durch die Wand. Und das verleiht der "Legende vom bekehrten Rapper" seine Power.
| Darsteller: | 50 Cent | als Marcus | |
|---|---|---|---|
| Adewale Akinnuoye-Agbaje | als Majestic | ||
| Joy Bryant | als Charlene | ||
| Omar Benson Miller | als Keryl | ||
| Tory Kittles | als Justice | ||
| Terrence Howard | als Bama | ||
| Ashley Walters | als Antwan | ||
| Marc John Jefferies | als Junger Marcus | ||
| Viola Davis | als Großmutter | ||
| Sullivan Walker | als Großvater | ||
| Serena Reeder | als Katrina | ||
| Bill Duke | als Levar | ||
| Mpho Koaho | als Junebug | ||
| Russell Hornsby | als Odell | ||
| Joseph Pierre | als Onkel Deuce | ||
| Ryan Allen | als Onkel Roy | ||
| Regie: | Jim Sheridan | ||
| Drehbuch: | Terence Winter | ||
| Produzent: | Jimmy Iovine | ||
| Paul Rosenberg | |||
| Heather Parry | |||
| Eminem | |||
| Dr. Dre | |||
| Koproduzent: | Heather Parry | ||
| Ausf. Produzent: | Gene Kirkwood | ||
| Stuart Parr | |||
| Van Toffler | |||
| David Gale | |||
| Arthur Lappin | |||
| Daniel Lupi | |||
| Kamera: | Declan Quinn | ||
| David Perrault | |||
| Schnitt: | Roger Barton | ||
| Conrad Buff IV | |||
| Musik: | Quincy Jones | ||
| Gavin Friday | |||
| Maurice Seezer | |||
| Produktionsdesign: | Mark Geraghty | ||
| Casting: | Avy Kaufman | ||
Curtis Jackson, seines Zeichens Skandalrapper, spielte in "Get Rich Or Die Tryin'" sich selbst. Demnächst ist er als zur Hinrichtung verdammter Häftling zu sehen.
Schon früh lernte 50 Cent den Tod kennen: Als er acht Jahre alt war, brachten Unbekannte seine Mutter um - sie drehten den Gashahn auf, während die Frau schlief.
Später machte er selbst Bekanntschaft mit der Grenze zum Streben: Wiederum waren es Unbekannte - diesmal schossen sie und trafen mit neun Kugeln. Die Geschichte ging wochenlang durch die Medien und unterbrach die Karriere des Rappers für lange Zeit.
Nun begegnet 50 Cent auch vor der Kamera dem Tod: In "Spectacular Regret" wird er einen Häftling geben, der auf die Hinrichtung wartet und mit seinem Fall die Öffentlichkeit aufbringt. Darüber hinaus soll sich die Handlung um vier weitere Personen und deren Vergangenheit drehen. Mit dabei sind bis jetzt Danny Huston ("30 Days of Night") und John Ortiz ("American Gangster").
Schon mit "Get Rich Or Die Tryin'" überzeugte der Musiker, der in der Öffentlichkeit schon mal fast strippen wollte, auf der Leinwand - indem er sich selbst spielte. Aber auch die Rolle eines Gefangenen dürfte ihm gelingen, denn oft saß der einstige Drogendealer selbst ein. Dazu ist seine Lieblingsemotion nach eigener Aussage die Wut - irgendwie passend für so eine Rolle.
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