Packendes Actiondrama über drei New Yorker Cops im Kampf gegen Killer, Drogendealer und die eigenen Ambitionen und Dämonen. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto05/10050315/b150x150.jpg Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest

Filmdetails

Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest

Packendes Actiondrama über drei New Yorker Cops im Kampf gegen Killer, Drogendealer und die eigenen Ambitionen und Dämonen.


Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest
Start: 01.04.2010

Originaltitel: Brooklyn's Finest

Kriminalfilm / Drama

USA 2009
Laufzeit: 132 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Richard Gere
Don Cheadle
Ethan Hawke

Regie: Antoine Fuqua
Verleih: Studiocanal

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Inhalt

Während sich die Spannungen in den Brooklyn Projects, einem Wohnkomplex mit hoher Kriminalitätsrate, zu entladen drohen, stehen drei New Yorker Cops auf dem schmalen Grat zwischen Funktionieren und Abstürzen. Drogencop Sal überschreitet alle Grenzen, um seiner Familie ein besseres Leben zu bieten, Streifenpolizist Eddie will dieses in seiner letzten Arbeitswoche nur retten und Undercovercop Tango endlich abgelöst werden, bevor er selbst zum Gangster wird. Drei Männer im Netz von Korruption und Gewalt, von eigenen Ambitionen und Dämonen.


Kritik

Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest

"Training Day", Antoine Fuquas größter Hit, war offenkundig nur ein "Training Day" für sein neues, fiebrig-packendes Copdrama mit Starbesetzung.

Von South Central in Los Angeles ist der Actionspezialist ("Shooter") in die Projects von Brooklyn umgezogen. In diesen Wohnblocks mit einer der höchsten Kriminalitätsrate New Yorks ist Autor Michael C. Martin, vor ein paar Jahren noch U-Bahn-Hilfsarbeiter, aufgewachsen. Seine Revierkenntnisse und die Freundschaft zu einem Undercovercop waren Impulsgeber für sein, thematisch und klimatisch an die Hitserie "The Shield" erinnerndes Debütdrehbuch, das Fuqua scharfe Munition für einen in Sprache, Typen, Milieu und Verhaltensmustern authentisch wirkenden Reißer liefert.

Mit einer langen, explosiv endenden Dialogszene eröffnet "Das Gesetz der Straße", gefolgt von einer ausgedehnten Einführung ins Leben der Hauptfiguren, drei Cops auf dem schmalen Grat zwischen Funktionieren und Abstürzen. Drogencop Sal (Ethan Hawke) muss dringend ein kleines Vermögen akquirieren, sonst bleibt der Traum vom größeren Haus für Frau und Kinder unerfüllt. Dafür überschreitet er alle Grenzen. Tango (Don Cheadle) steht kurz davor, denn nach drei Jahren Undercovereinsatz sind die Trennungslinien zwischen Cop und Gangster nahezu aufgelöst. Eddie schließlich (Richard Gere) ist so engagiert, wie sein Spitzname "Burn Out" andeutet. Noch sieben Tage trennen den risikoscheuen Streifenpolizisten, der nie Karriere machen, nur überleben wollte, von der Rente. Doch in dieser Woche wird der vereinsamte, suizidgefährdete Veteran wachgerüttelt - und nicht von der gewohnten Kombination aus Wecker und Whiskey.

Etwa 40 Minuten lang entwickelt Fuqua eine Atmosphäre von überreizten Nerven und Aggressivität, bevor es zu ersten Action-Entladung kommt. Danach wird weiter Druck aufgebaut und in Parallelmontagen sichtbar, wie die Cops an verschiedenen Schauplätzen Gewalt erleben und säen, die Luft zum Atmen immer dünner wird, bis das dramaturgische Crescendo den Höhepunkt erreicht, sich ihre Wege kreuzen und nur einer seinen Hals retten kann. Bei der ursprünglichen, in Sundance gezeigten Schnittfassung soll das Finale noch hoffnungsloser gewesen sein, doch als Zuschauer ist man dankbar für diesen Funken Licht am Ende des Tunnels voller düster-klaustrophobischer Szenen. Das Happy End ist ohnehin so illusorisch wie der Filmtitel ironisch. Fuquas Sympathie für an der Front kämpfende Cops ist unübersehbar, aber er blendet die Schattenseiten - Furcht, Korruption, Gewalt - nie aus. Alle darstellerischen Leistungen bis hin zu den Nebenrollen (Wesley Snipes, Ellen Barkin) sind überdurchschnittlich, folgen der Fieberkurve des intensiven, spannenden, an realistisch schäbigen und bedrohlich wirkenden Schauplätzen gedrehten Films, der nur ein Resümee zulässt: Fuquas finest. kob.

Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest

Darsteller:  Richard Gere   als Eddie Dugan
  Don Cheadle   als Tango
  Ethan Hawke   als Sal
  Wesley Snipes   als Caz
  Vincent D'Onofrio   als Carlo
  Will Patton   als Lt. Bill Hobarts
  Lili Taylor   als Angela
  Michael K. Williams   als Red
  Bryan O'Byrne   als Ronny Rosario
  Shannon Kane   als Chantel
  Ellen Barkin   als Agent Smith
 
Regie:  Antoine Fuqua  
Drehbuch:  Michael C. Martin  
Produzent:  Basil Iwanyk  
  John Langley  
  Elie Cohn  
  John Thompson  
Koproduzent:  Kat Samick  
Ausf. Produzent:  Antoine Fuqua  
  Robert Greenhut  
  Avi Lerner  
  Danny Dimbort  
  Trevor Short  
  Boaz Davidson  
Kamera:  Patrick Murguia  
Schnitt:  Barbara Tulliver  
Musik:  Marcelo Zarvos  
Kostüme:  Juliet Polcsa  
Casting:  Mary Vernieu  
  Suzanne Crowley  

"East Brooklyn ist nichts für Weicheier!"

"Training Day"-Regisseur Antoine Fuqua wartet mit einem neuen Cop-Thriller auf. Für "Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest" drehte er mit einem hochkarätigen Ensemble an Originalschauplätzen.

Großansicht Am Set mit Darsteller Richard Gere: Regisseur Antoine Fuqua (Foto: Kinowelt)

Am Set mit Darsteller Richard Gere: Regisseur Antoine Fuqua (Foto: Kinowelt)

Was zog Sie nach Brooklyn?
ANTOINE FUQUA: Eine Reihe von Zufällen brachte das Projekt ins Rollen. Das Drehbuch kam über Thunder Road Productions und über Basil Iwanyk zu mir, einer der Executives von Warner, den ich von "Training Day" her kenne. Eigentlich hatte ich keine Lust auf einen neuen Cop-Film, aber das Skript zog mir die Schuhe aus. Es ging weit über das Übliche hinaus, eine menschliche Tragödie und ein Genrefilm. Die Handlung stützt sich auf mehrere Figuren und ihre ganz persönliche Wirklichkeit. Stellen Sie sich vor, es sterben mehr Cops in New York durch Suizid als bei Verbrecherjagden. Diese Männer stehen jeden Tag unter Strom, kein Wunder, dass bei einigen die Sicherungen durchbrennen.

Wie in "Training Day" auf den Straßen von Los Angeles wagen Sie sich auch hier in heruntergekommene Viertel.
Ohne die authentische Atmosphäre hätte ich das Projekt fallen lassen. Da gab es Finanziers, die meinten, ich könne doch woanders drehen, aber das wäre ein anderer Film gewesen. Das Publikum muss das Resultat unserer Arbeit riechen und schmecken können. So wie South Central in Los Angeles einer der Hauptcharaktere in "Training Day" war, so ist es nun mit East Brooklyn in "Gesetz der Straße". Wenn man an Originalschauplätzen dreht, setzt das ganz andere Emotionen und Energien frei als im sterilen Studio.

Konnten Sie ohne Gefahr an diesen sozialen Brennpunkten drehen?
Wir haben uns an einem der gefährlichsten Plätze Amerikas getummelt. Die Polizei warnte uns, versprach uns nur bedingten Schutz. Die East Brooklyn Housing Projects sind nichts für Weicheier, die Kriminalitätsrate ist extrem hoch, Mord und Totschlag an der Tagesordnung, Crack und Kokain werden an jeder Straßenecke gehandelt. Natürlich durften wir als Team da nicht einfach reinplatzen, sondern mussten erst einmal Vertrauen gewinnen und vor allem die "Chefs" überzeugen. Das Eis brach unsere Initiative "Filming in Brooklyn". Vier Kids nahmen an meinem Filmprogramm für Jugendliche teil, wurden mit professionellem Equipment ausgerüstet und zogen begeistert mit der Kamera los, hoffentlich ein Neuanfang für sie. Um die Bewohner einzubinden, gaben wir ihnen Jobs, auch als Statisten. Diesen Mix aus Superprofis wie Richard Gere, Wesley Snipes, Ethan Hawke und Normalos finde ich reizvoll.

Wie arbeiten Sie mit einem so hochkarätigem Ensemble?
Ich probe viel und erlaube den Schauspielern viel Freiheit. Auch wenn ich sehr gut vorbereitet bin, klammere ich mich nicht rigide an meine Ideen. Es wäre eine Sünde, sich von so tollen Leuten nicht inspirieren zu lassen. Diese A-List-Stars überhaupt zusammenzukriegen war eine Wahnsinnserfahrung, wir sind locker an die Sache herangegangen, waren gut drauf.

Sie werden als Regisseur hoch gehandelt und haben sogar den Final Cut.
Die absolute Vorbedingung. Kontrolle über meine Arbeit ist mir sehr wichtig, ohne künstlerische Freiheit geht bei mir gar nichts. Seit "King Arthur" habe ich einiges gelernt. "Brooklyn's Finest" war ein Independent-Movie, trotz des Budgets von 17 Mio. Dollar. Ich kann mir vorstellen, zwischen kleineren Filmen und Studioproduktionen zu wechseln - auch weil eine erfolgreiche Großproduktion erst Herzensprojekte ermöglicht. Zurzeit plane ich zwei ziemlich aufwendige Filme, "Consent to Kill" und "Escobar". Da kommt was auf mich zu.

Es heißt, Hollywood sei immer noch rassistisch.
Das können Sie laut sagen, es gibt kaum farbige Executives, daran haben wir uns zähneknirschend gewöhnt. Den Rassismus kann ich nicht von einem Tag auf den anderen zum Verschwinden bringen. Aber ich will meine Projekte so realisieren, wie ich will. Wer die absegnet, ist mir egal. Irgendwann muss sich die Situation ändern.

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Richard Gere

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Star

Don Cheadle

Mörder, Gangster, Opfer von Rassismus, Cops und überlegene Engel gehen auf das Darstellerkonto von Don Cheadle, der als Schwarzer seinen eigenen...

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