Originaltitel: George of the Jungle
USA 1997
Brendan Fraser
Leslie Mann
Thomas Haden Church
Regie: Sam Weisman
Verleih: Buena Vista
Als der von Gorillas aufgezogene George im Urwald die verletzte Abenteurerin Ursula findet und sie zur Genesung in sein Baumhaus schleppt, geraten erstmals seine Hormone in Wallung. Doch bis die beiden sich das Ja-Wort geben, muß George Ursulas Verlobten ausstechen, auf "Großstadtindianer"-Pfaden wandeln und seinen haarigen Freund Ape vor Gefangenschaft retten.

"Watch out for that tree!" Wie der ohrwurmartige (Original-)Titelsong der charmant-amüsanten Disney-Verfilmung der Sechziger-Jahre-Zeichentrickserie um einen liebenswert-naiven Tarzan-Verschnitt andeutet, hat der lendenschurzerprobte "Steinzeit Junior" Brendan Fraser des öfteren Probleme mit der Koordination. Die Steinaxt hat er hier gegen eine Liane eingetauscht und, verliebt in eine weiße Frau, führt ihn sein slapstickreicher Weg aus seinem Dschungel-Idyll ins Großstadtgestrüpp von San Francisco.
Die animierte Opening-Sequenz zeigt, wie George als Baby per Flugzeugabsturz im Urwald landet. 20 Jahre später ist George in Gestalt von Fraser zu einem äußerst ansehnlichen Homo Sapiens herangewachsen, der es in punkto Intelligenz nicht ganz mit seinem Lehrmeister, dem sprechenden Gorilla Ape (im Original von John Cleese gesprochen), aufnehmen kann. Als George die verletzte schnuckelige Abenteurerin Ursula (Leslie Mann aus "Die Nervensäge") zur Genesung in sein komfortables Baumhaus-Domizil schleppt, geraten erstmals seine Hormone in Wallung. Doch bis die beiden sich schließlich das Ja-Wort geben können, muß George erst Ursulas ekelhaften Verlobten Lyle ausstechen, auf den "Großstadtindianer"-Pfaden eines Tim Allen wandeln, sich mit seiner biestigen High-Society-Schwiegermutter in spe anfreunden und Ape vor grausamer Gefangenschaft retten.
Der Plot der typischen Fish-out-of-water-Komödie mag an sich nicht allzu originell klingen, doch die Filmemacher haben das an sich abgegriffene Material mit ein paar geschickt verdrehten Kunstgriffen aufgepeppt. Zum einen bringt der auf altmodisch getrimmte Offscreen-Erzähler mit schnittig-ironischem Ton frischen Wind in die Story-Segel, und Georges treue Sidekicks wie sein Elefant Shep, der sich dank computergenerierter Hilfe wie ein lebhafter Hund benimmt, und sein schnabelspitzenscharfer Pfeffervogel Tucci-Tucci sorgen für tierische Lacher. Am nachhaltigsten versteht jedoch Fraser als zum Leben erweckte Karikatur mit seinem perfekten komischen Timing zu beeindrucken. Ihm gelingt es, zugleich naive Unschuld, ein Herz aus Gold und animalischen Sex-Appeal zu verströmen. In weiteren Rollen sind Richard Roundtree, Thomas Hayden Church, Holland Taylor und San Franciscos Bürgermeister Willie Brown (Cameo-Auftritt) zu sehen. Regisseur Sam Weisman flocht zudem ein paar witzige Filmzitate aus "Der König der Löwen" und "Die üblichen Verdächtigen" ein, die sich nahtlos in den unoffensiven-gutmütigen Erzählton einfügen. Schön fotografiert, mit funktionalem Produktionsdesign und Kostümen erhält man hier vergnüglichen Filmspaß der alten Schule, fast ohne aufwendige Spezialeffekte, dafür jedoch mit einer gehörigen Portion Humor und Herz. ara.
| Darsteller: | Brendan Fraser | als George | |
|---|---|---|---|
| Leslie Mann | als Ursula Stanhope | ||
| Thomas Haden Church | als Lyle Van de Groot | ||
| Richard Roundtree | als Kwame | ||
| Greg Cruttwell | als Max | ||
| Abraham Benrubi | als Thor | ||
| Holland Taylor | |||
| Kelly Miller | |||
| John Bennett Perry | |||
| Regie: | Sam Weisman | ||
| Drehbuch: | Dana Olsen | ||
| Audrey Wells | |||
| Produzent: | David Hoberman | ||
| Jordan Kerner | |||
| Jon Avnet | |||
| Koproduzent: | Lou Arkoff | ||
| Ausf. Produzent: | C. Tad Devlin | ||
| Kamera: | Thomas E. Ackerman | ||
| Schnitt: | Stuart Pappé | ||
| Roger Bondelli | |||
| Musik: | Marc Shaiman | ||
| Produktionsdesign: | Stephen Marsh | ||
| David Haber | |||
| Mark Zuelzke | |||
| Kostüme: | Lisa Jensen | ||
| Ton: | David Kelson | ||
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