
Ganz schön mutig vom ZDF: Im Mittelpunkt dieses "Fernsehfilms der Woche" steht eine Frau, die nicht bloß auf den ersten Blick alles andere als sympathisch wirkt. Tatsächlich ist Katrin (Nina Proll) ein ziemliches Luder: Sie benutzt alle und jeden und lässt sie fallen, sobald sie ihr nicht mehr nützlich sein können. Selbst ihre hilfsbereite Schwester Lisa (Anna von Berg) hat irgendwann die Nase voll und setzt Katrin wütend vor die Tür. Jetzt ist sie endgültig ganz unten: völlig pleite, ohne Freunde, keine Perspektiven. Dank ihrer Neigung zu fröhlicher Hochstapelei aber kommt sie gleich wieder auf die Beine: Beim Versuch, in einem Düsseldorfer Nobelhotel die Zeche zu prellen, fällt sie dem PR-Berater Rengart (Peter Lohmeyer) auf. Der erkennt auf einen Blick die Talente der gern offenherzig gekleideten jungen Frau und engagiert sie vom Fleck weg: Katrin soll ihre Reize einsetzen, um gewisse einflussreiche Persönlichkeiten auszuhorchen und zu becircen. Prompt wird sie in ein schmutziges politisches Spiel hineingezogen, in dem es am Ende nur Verlierer geben kann.
Die Norwegerin Anne Høegh Krohn erzählt die Geschichte (Buch: Victoria Preisser) mit entsprechenden Hochglanzbildern, aber ohne Seele. Das passt zwar zur Handlung (und auch zum verbreiteten Vorurteil gegenüber Düsseldorf), schließlich sind sämtliche Beteiligte korrupt und gefühllos, doch es nimmt einem naturgemäß auch etwas die Freude beim Zuschauen. Gerade der offen ordinäre Zug, mit dem Nina Proll das Callgirl versieht, ist nicht gerade eine Einladung, sich mit der Frau zu identifizieren. Daran ändert auch ein Erzählstrang nichts, in dem Katrin Gefühle zeigen darf: Sie nimmt sich eines Nachbarjungen (Martin Kiefer) an, dessen alkoholkranke Mutter verstorben ist. Immerhin sorgt dieser Alex dafür, dass sie am Ende vergleichsweise glimpflich und sogar triumphierend aus der schmutzigen Affäre 'rauskommt. tpg.
| Darsteller: | Nina Proll | als Katrin | |
|---|---|---|---|
| Peter Lohmeyer | als Rengart | ||
| Jophi Ries | als Herz | ||
| Martin Kiefer | als Alex | ||
| Filip Peters | als Heinrich Strassmann | ||
| Anna von Berg | als Lisa | ||
| Sylvie Rohrer | als Caroline Herz | ||
| Claudia Balawender | |||
| Konrad Domann | |||
| Margarita Broich | |||
| Michael Gerber | |||
| Regie: | Anne Høegh Krohn | ||
| Drehbuch: | Kit Hopkins | ||
| Produzent: | Gloria Burkert | ||
| Kamera: | Andreas Doub | ||
| Schnitt: | Uta Schmidt | ||
| Musik: | Bernd Istram | ||
| Bertram Denzel | |||
| Produktionsdesign: | Axel Langwagen | ||
| Kostüme: | Sandra Schulte | ||
| Ton: | Bernd Hackmann | ||
| Casting: | Simone Bär | ||
Nina Proll gilt als das Multitalent des österreichischen Films. Sie ist nicht nur eine gefragte Schauspielerin, sondern singt und tanzt regelmäßig...
Fußball spielt eine der Hauptrollen in seinem Leben. Insofern war der lange schlaksige Peter Lohmeyer für Regisseur Sönke Wortmann die...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.