Pilotfilm zur Serie um eine Frankfurter Bankiersfamilie. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto23/09230233/b150x150.jpg Geld.Macht.Liebe: Die Rheinbergs

Filmdetails

Geld.Macht.Liebe: Die Rheinbergs

Pilotfilm zur Serie um eine Frankfurter Bankiersfamilie.


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Kritik

Geld.Macht.Liebe: Die Rheinbergs

Schon der Vorspann macht deutlich, woran sich diese neue ARD-Produktion messen lassen will: Der geteilte Bildschirm und die wuchtige Titelmusik sind eine Verbeugung vor "Dallas". Der Klassiker aus den Siebzigern hat gleich in mehrfacher Hinsicht Maßstäbe gesetzt: Die Serie war ein weltweiter Erfolg und machte diverse Mitwirkende zu Stars. Vor allem aber ergötzten sich die Geschichten an der Faszination des Bösen. Korruptheit, Geldgier und Skrupellosigkeit waren selten zuvor derart exemplarisch in Szene gesetzt worden.

"Geld.Macht.Liebe" kommt dem programmatischen Titel zum Trotz ein paar Nummern kleiner daher, was nicht zuletzt an den Darstellern, aber auch an den Geschichten liegt: Die Serie protzt zwar mit mondänen Handlungsorten und ausgefeilt gemeinen Intrigen, wirkt aber trotzdem wie eine ambitionierte Vorabendproduktion, die es dank ihres Ehrgeizes und des sommerlich lauen Konkurrenzprogramms in die Hauptsendezeit geschafft hat. Tatsächlich hat das Autoren-Team, die Geschwister Heike Brückner von Grumbkow und Jörg Brückner, bereits eine Menge Erfahrung mit industriell produziertem Fernsehen gesammelt: sie bei "Verbotene Liebe", er bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", beide gemeinsam bei der Telenovela "Rote Rosen".

Die Grundelemente von "Geld.Macht.Liebe" sind ganz ähnlich, und doch ist Hans-Wolfgang Jurgan, Geschäftsführer der ARD-Tochter Degeto und Redakteur der Serie, der festen Überzeugung, keine andere aktuelle Produktion decke auf vergleichbare Weise "die ganze Bandbreite der emotionalen Möglichkeiten" ab; als da wären "Liebe, Lust, Leidenschaft", aber auch "Intrigen, Gier, Rache Machtstreben bis hin zum Mord".

Tatsächlich fackeln die Autoren nicht lange, um bloßzulegen, worauf die Welt der reichen Schönen in Wirklichkeit basiert. Roland Koch ist zwar nicht J.R. Ewing, zumal er als Chef des Traditionsbankhauses Rheinberg auch etwas hölzern agiert, aber schon allein die Besetzung eines hessischen Herrschers mit einem Schauspieler dieses Namens ist ein kleiner Coup. Selbstredend halten die Rheinbergs zusammen wie Pech und Schwefel, wenn es gilt, sich gegen Angriffe von außen zusammenzurotten. Der Feind heißt Mona Sailer (Angela Roy): Die Schwester des Bankers hat der Familie vor Jahrzehnten den Rücken gekehrt. Als Monas ehrgeizige Tochter Ariane (Anna Bertheau) rausfindet, dass ihre Mutter eine Rheinberg ist, nimmt sie einen Job in der Bank an, ohne sich zu erkennen zu geben; und das soll selbstredend nur der Anfang vom Aufstieg sein.

Auch wenn das große Vorbild "Dallas" unerreicht bleibt: "Geld.Macht.Liebe" entwickelt durchaus einen gewissen Reiz und weckt vor allem Neugier darauf, wie es mit den Figuren weitergeht. Denn im Unterschied zur herkömmlichen Serie, aber ähnlich wie die "Daily Soaps" und Telenovelas werden die Geschichten tatsächlich seriell erzählt: Der neunzigminütige Pilotfilm endet wie jede weitere Folge mit einem so genannten Cliffhanger, einem offenen Schluss, der die Neugier auf die Fortsetzung schüren soll. tpg.

Geld.Macht.Liebe: Die Rheinbergs

Darsteller:  Roland Koch   als Markus von Rheinberg
  Angela Roy   als Mona Sailer
  Gerlinde Locker   als Lilo von Rheinberg
  Anna Bertheau   als Ariane Sailer
  Jytte-Merle Böhrnsen   als Marietta von Rheinberg
  Susanne Schäfer   als Sophia von Rheinberg
  Johannes Zirner   als Frank von Rheinberg
  Jana Klinge   als Elena von Rheinberg La Rocca
  Gunther Gillian   als Martine La Rocca
  Michael Brandner   als Will Stern
  Kai Lentrodt   als Philipp Markland
  Peter Kremer   als Alexander Blessmann
  Ernst Jacobi   als Friedrich Blessmann
  Elena von Eysmondt   als Cinzia La Rocca
  Stefan Gebelhoff   als Thomas Drescher
  Luca Jochen   als Carlos La Rocca
 
Regie:  Christine Kabisch  
Drehbuch:  Heike Brückner von Grumbkow  
  Jörg Brückner  
Produzent:  Prof. Karl Spiehs  
  Gerald Podgornig  
  Thomas Hroch  
Kamera:  Hans-Jörg Allgeier  
Schnitt:  Andrea Wimmer  
Musik:  Robert Schulte-Hemming  
  Jens Langbein  
Produktionsdesign:  Olaf Rehahn  
Kostüme:  Cornelia Streiter  
Ton:  Uwe Schiefer  

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