Der Wissenschaftler Professor Max Buchheim arbeitet im Auftrag des Militärs an einem geheimen Forschungsauftrag. In seinen molekularbiologischen Forschungen erzielt er Ergebnisse, die ihn beängstigen. Er versucht die Eier einer genmanipulierten Fliegenpopulation an seinen Sohn weiter zu geben, mit dem er bis zu einem schweren Streit eng zusammenarbeitete. Durch sein auffälliges Verhalten gerät er unter Beobachtung des MAD. Zur mit dem Fall "Buchheim" betrauten Abteilung gehört auch die Berufsanfängerin Peggy Bachmann, die schon bald zwischen alle Stühle gerät. Ihr Chef packt sie besonders hart an, ein Kollege verliebt sich in sie und schließlich wird sie als sogenannte "Anbahnerin" auf den Sohn Buchheims angesetzt, nachdem sich der Senior ein ums andere Mal dem Zugriff des MAD entziehen konnte.

Hartmut Schoen hat schon in vielen Filmen wie dem Grimme-Preis-gekrönten Zweiteiler "Warten ist der Tod" spüren lassen, dass er über die besondere Gabe verfügt, große und komplexe Stoffe in all ihren Dimensionen zu erfassen und greifbar zu machen. In "Gefährliche Nähe und du ahnst nichts" bringt er Themen wie Überwachung, Genforschung oder biologische Kriegsführung, die dem Alltag des gemeinen Fernsehzuschauers eher fern sind, so eindrücklich nahe. Schoen verwischt die Grenzen zwischen Gut und Böse und wird dabei trefflich unterstützt von Hans-Michael Rehberg und Henry Hübchen. Rehbergs gefühlvolles Spiel lässt nachvollziehen, wie das Menschliche allmählich wieder Überhand über den Ehrgeiz des Wissenschaftlers gewinnt. Hübchen zieht in seinem großkotzigen Chef-Gebaren allen Hass auf sich, um im nächsten Moment am Krankenbett seiner Mutter die Sympathien zurückzugewinnen. Über die gesamten 180 Minuten baut der Film immer wieder eine neue Spannung auf, auch deshalb weil Schoen mit viel Liebe den Blick ebenso auf das Kleine - wie etwa die privaten Sorgen seiner Figuren - lenkt.
| Darsteller: | Claudia Michelsen | als Peggy Bachmann | |
|---|---|---|---|
| Hans-Michael Rehberg | als Prof. Dr. Max Buchheim | ||
| Henry Hübchen | als Frank Häussler | ||
| Felix Eitner | als Michael Broeder | ||
| Johannes Brandrup | als Buchheim jr. | ||
| Tobias Moretti | als Harry Möllemann | ||
| April Hailer | als Christa Möllemann | ||
| Eva Maria Hagen | als Gerlinde Milcher | ||
| Otto Mellies | als Dr. Hans Falkenberg | ||
| Petra Hinze | als Anita Falkenberg | ||
| Regie: | Hartmut Schoen | ||
| Drehbuch: | Hartmut Schoen | ||
| Produzent: | Dagmar Rosenbauer | ||
| Kamera: | Peter Doettling | ||
| Schnitt: | Vessela Martschewski | ||
| Produktionsdesign: | Eduard Krajewski | ||
| Kostüme: | Gudrun Schretzmeier | ||
| Ton: | Ed Cantu | ||
1989 gab Claudia Michelsen in Rainer Simons DEFA-Film "Die Besteigung des Chimborazo" ihr Kino-Debüt. Heute ist die...
Hans-Michael Rehberg ist auf den wichtigsten deutschsprachigen Bühnen zu Hause. Daneben hat er sich in zahlreichen Film- und...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.