Drama / Kriegsfilm http://images.kino.de/flbilder/max01/mbiz01/mbiz07/z0107039/b150x150.jpg Geboren am 4. Juli

Filmdetails

Geboren am 4. Juli


Geboren am 4. Juli
Start: 22.02.1990

Originaltitel: Born on the Fourth of July

Drama / Kriegsfilm

USA 1989
Laufzeit: 144 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Tom Cruise
Raymond J. Barry
Caroline Kava

Regie: Oliver Stone
Verleih: UIP

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Action
Humor
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Spannung
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Inhalt

Voller Patriotismus meldet sich der Kleinstadt-Sunnyboy Ron bei der US-Elitetruppe der "Marines", um an forderster Front in Vietnam zu kämpfen. Dort verliert er sämtliche Illusionen über den Sinn des Krieges und kehrt schwer verletzt zurück in die USA. Querschnittsgelähmt muß er im Militärhospital mit der Ignoranz seiner Landsleute fertig werden. Im mexikanischen Veteranencamp kommt Ron nach Suff und Depressionen mit sich und den Fehlern der Vergangenheit ins Reine und beginnt als engagierter Vietnam-Gegner ein neues Leben.


Kritik

Geboren am 4. Juli

"Platoon"-Regisseur Oliver Stone konzentriert sich bei der neuerlichen Auseinandersetzung mit Vietnam auf die Psyche der Kämpfernatur Ron Kovic, dessen Lebensgeschichte die Vorlage zu diesem Meisterwerk lieferte. Sein als Triptychon strukturiertes Vietnamtableau stellt große Anforderungen an Superstar Tom Cruise, der die schwierige Rolle mit einiger Bravour meistert. Der durch seine brillante Story und eine ultimative Darstellung des Krieges und seiner Folgen beeindruckende Film wurde in diesem Jahr bei sieben Nominierungen mit zwei "Oscars" (beste Regie, bester Schnitt) ausgezeichnet.

Geboren am 4. Juli

Darsteller:  Tom Cruise   als Ron Kovic
  Raymond J. Barry   als Mr. Kovic
  Caroline Kava   als Mrs. Kovic
  Kyra Sedgwick   als Donna
  Willem Dafoe   als Charlie
  Bryan Larkin   als Junger Ron
  Frank Whaley  
  Tom Berenger   als Rekrutierungsoffiz.
  Stephen Baldwin   als Billy Vorsovich
  Oliver Stone   als Nachrichtenreporter
  John Getz   als Marine-Major
  Jamie Talisman   als Jimmy Kovic
  Sean Stone   als Junger Jimmy
  Seth Allen   als Junger Tommy
  Josh Evans   als Tommy Kovic
  Anne Bobby   als Susanne Kovic
  Jenna von Oy   als Junge Susanne
  Samantha Larkin   als Patty Kovic
  Kevin Harvey Morse   als Jackie Kovic
 
Regie:  Oliver Stone  
Drehbuch:  Oliver Stone  
  Ron Kovic  
Produzent:  A. Kitman Ho  
  Oliver Stone  
Kamera:  Robert Richardson  
Schnitt:  David Brenner  
  Joe Hutshing  
Musik:  John Williams  
Produktionsdesign:  Bruno Rubeo  

Therapie mit Jack

Sigmund Freud war kein großer Kinogänger. Das Medium Film war dem Psychoanalytiker eher suspekt, und er wäre wohl kaum auf den Gedanken gekommen, seinen Patienten Filme vorzuführen.

Großansicht Vorbild für alle Zwangsneurotiker: Jack Nicholson in "Besser geht's nicht" (Foto: Columbia Tristar)

Vorbild für alle Zwangsneurotiker: Jack Nicholson in "Besser geht's nicht" (Foto: Columbia Tristar)

Die Zeiten haben sich geändert: Wissenschaftlichen Berichten zufolge haben 90 Prozent der US-Psychotherapeuten mit ihren Patienten schon einmal über Filme gesprochen, und 76 Prozent empfahlen sogar, einen bestimmten Film anzuschauen.

Dass muss man sich ganz praktisch vorstellen: Klienten schauen solche Filme an, in denen ihr jeweiliges Problem Thema der Spielfilmhandlung ist. Für Selbstmordgefährdete eignet sich beispielsweise der Klassiker "Ist das Leben nicht schön?", in dem sich James Stewart an Heiligabend umbringen will. Das ist kein Witz, und die Befürworter der Filmtherapie sind überzeugt, dass sich Patienten mit ihrem Gefühlsleben intensiver auseinandersetzen, wenn sie mit entsprechenden Handlungselementen konfrontiert werden.

Großansicht Trügerische Familienidylle: "Kramer gegen Kramer" mit Dustin Hoffman und Meryl Streep (Foto: Atlas)

Trügerische Familienidylle: "Kramer gegen Kramer" mit Dustin Hoffman und Meryl Streep (Foto: Atlas)

Besser geht's mit Nicholson

Andere Experten halten dies für therapeutischen Hokuspokus, ohne empirisch gesicherte Erfolgsbelege. Wer dem Thema nicht ganz so abgeneigt ist, kann sich auf der Website www.admsep.org/cinema.html informieren. Dort finden sich diverse psychische Probleme und dazu passende Filme:

Wer etwa an posttraumatischen Störungen leidet, sollte sich "The Deer Hunter" zu Gemüte führen. Bei Menschen mit Angstzuständen soll "Geboren am 4. Juli" eine therapeutische Wirkung haben. "Besser geht's nicht" mit Jack Nicholson eignet sich zur Bekämpfung von - was sonst? - Zwangsneurosen. Bei Familienproblemen eignen sich je nach Situation "Kramer gegen Kramer" oder "Betrug".

Großansicht "Thank You for Smoking" - eine herrlich bissige Satire über das US-Zigarettenbusiness (Foto: Fox)

"Thank You for Smoking" - eine herrlich bissige Satire über das US-Zigarettenbusiness (Foto: Fox)

Thank You for Not Smoking

Für Manisch-Depressive kommt eher "Mr. Jones" mit Richard Gere in Frage. Wer an sich Borderline-Symptome entdeckt, sollte auf "Eine verhängnisvolle Affäre" zurückgreifen. Scorseses "Taxi Driver" könnte bei Schizophrenie heilsam wirken. Narzissten wird "Jerry Maguire - Spiel des Lebens", "Alfie", "Ein Mann für gewisse Stunden" oder "Citizen Kane" verschrieben.

Auch anderen Filmklassikern wie "Lawrence von Arabien" und "Vom Winde verweht" wird ein therapeutischer Nutzwert zugeschrieben. Für Cineasten, die gerade das Rauchen aufgeben wollen, empfiehlt sich "The Insider" oder "Thank You for Smoking". Männer, die von ihren Frauen unterdrückt werden, sollten sich "Norbit" anschauen. So gesehen, könnte die gute alte Unterteilung nach Genres wie Komödie oder Thriller bald ganz anders aussehen.

Star

Tom Cruise

Mit seinem achten Film "Top Gun" avancierte Cruise zum Weltstar und wurde als jüngster Hollywood-Schauspieler auf dem Walk of Fame verewigt....

Star

Kyra Sedgwick

Amerikanische Schauspielerin. Kyra Sedgwick spielt stets starke blonde Frauen, nie romantische Rollen, ihre ausgeprägte Kinnpartie verleiht...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

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