Originaltitel: Galaxy Quest
USA 1999
Tim Allen
Sigourney Weaver
Alan Rickman
Regie: Dean Parisot
Verleih: Paramount
Die Besatzung der "NSEA Protector" waren die größten Helden im Fernseh-All, bis die Serie 1982 abgesetzt wurde. Beinahe 20 Jahre später steckt die Crew immer noch in ihren Uniformen und tingelt von Fan-Convent zu Fan-Convent. Einige Fans erweisen sich als allzu treu: Die Thermianer vom Planeten Klatu Nebel hielten nämlich die Serie für ein "Dokument der Zeitgeschichte" und wenden sich an den Commander, damit er sie vor realen und tödlichen Widersachern rette.

Dass Captain Kirk und die Crew des "Raumschiff Enterprise" auch im neuen Jahrtausend für eine Inspiration gut sind, beweist Dreamworks einmal mehr mit der clever-turbulenten Science-fiction-Komödie "Galaxy Quest". Die Story kreist um die abgehalfterte Besetzung einer lange abgesetzten, "Star Trek"-ähnlichen TV-Serie, die im "Drei Amigos"-Stil in den Weiten des Weltalls zur eigenen Überraschung mit echten Aliens ausserirdische Abenteuer erleben. Eine augenzwinkernde Parodie, die im Ton stets locker-charmant bleibt und obendrein mit einer erstklassigen Besetzung und überzeugenden Spezialeffekten Pluspunkte sammelt.
Regisseur Dean Parisot, der sein Debüt mit der Drew-Barrymore-Komödie "Verrückt nach Sally" gab (in Deutschland lediglich eine Videopremiere), setzt bei seiner pfiffigen Inszenierung auf Tempo im Turbodrive und die nahtlose Kombination von Komödie und Weltraumaction: Im Gegensatz zu den lächerlichen Billigeffekten des veräppelten Vorbilds weist die Produktion beachtliche Digitaleffekte auf, die es mit handelsüblicher Genreware allemal aufnehmen. Trumpfas ist allerdings das exzellente Ensemble, das die smart mit typischen Science-fiction-Klischees spielenden Parodie mit komödiantischer Schubkraft versieht. Tim Allen ("Santa Clause") überrascht in einer hinreißenden Shattner/Kirk-Imitiation als arrogant-überheblicher Schauspieler Jason Nesmith, der in der Serie "Galaxy Quest" als Commander Taggert zu Ruhm gekommen war. Bei "Questerian"-Conventions ist ihm zum Neid seiner ehemaligen Serienkollegen - unter ihnen Sigourney Weaver als sexy Blondine, deren Dekoltée mit bebendem Busen in bester Exploitation-Tradition immer tiefer ausfällt, Erzbrite Alan Rickman als Dr. Spock-Klon mit schlauen Verweisen auf Picard-Darsteller Patrick Stewart, Tony Shalhoub als Scotty-Verschnitt, Daryl Mitchell als Navigator und Sam Rockwell, der in der Serie einen unwichtigen Komparsen dargestellt hatte - der größte Jubel sicher. Bei einer dieser Fanclub-Veranstaltungen wird Nesmith von einer Gruppe scheinbar besonders eifriger Fans angesprochen. Sie bitten ihn, ihnen im Krieg gegen bösartige Heuschreckenwesen als wagemutiger Starship Trooper behilflich zu sein. Alsbald stellt sich heraus, dass es sich bei den Fans tatsächlich um Außerirdische handelt, die nach dem Empfang der von ihnen als "historische Dokumente" eingestuften Serie ihre gesamte Existenz samt Äußerem, Moralkodex und Raumschifftechnik nach dem Vorbild modelliert haben. Allein, wie die völlig unschuldigen Aliens sich die Menschheit vorstellen und sie mit auf völlig eigene Weise simulieren, bietet eine gehörige Portion Amusements. Wenn die TV-Mannschaft allerdings tatsächlich die Mission annimmt und nach anfänglicher Überforderung mit Ach und Krach inklusive angeschrammtem Raumschiff und groteskem Fehlschlag beim Beamen langsam in ihre mittlerweile von der Realität eingeholten Rollen hineinwachsen, wird "Galaxy Quest" endgültig zum Comedy-Juwel. Zudem werden drängende und von einschlägigen Serien niemals beantwortete Fragen aufgegriffen, wie es beispielsweise möglich ist, auf fremden Planeten problemlos zu atmen. Liebenswerte Spitzen feuert Parisot auch in Richtung der fanatischen "Questerians" ab, doch auch hier wird gemeinsam mit ihnen gelacht, so dass sich diese Sparte der angepeilten Zielgruppe von Trekkies wohl kaum auf die Füße getreten fühlen - und am allgemeinen Spaß teilhaben kann. ara.
| Darsteller: | Tim Allen | als Jason Nesmith | |
|---|---|---|---|
| Sigourney Weaver | als Gwen DeMarco | ||
| Alan Rickman | als Alexander Dane | ||
| Tony Shalhoub | als Fred Kwan | ||
| Daryl Mitchell | als Tommy Webber | ||
| Enrico Colantoni | als Mathesar | ||
| Sam Rockwell | als Guy Fleegman | ||
| Robin Sachs | als Sarris | ||
| Patrick Breen | als Quellek | ||
| Missi Pyle | als Liliari | ||
| Jed Rees | als Teb | ||
| Justin Long | als Brandon | ||
| Jeremy Howard | als Kyle | ||
| Regie: | Dean Parisot | ||
| Produzent: | Mark Johnson | ||
| Charles Newirth | |||
| Koproduzent: | Suzann Ellis | ||
| Sona Gourgouris | |||
| Ausf. Produzent: | Elizabeth Cantillon | ||
| Kamera: | Jerzy Zielinski | ||
| Schnitt: | Don Zimmerman | ||
| Musik: | David Newman | ||
| Produktionsdesign: | Linda DeScenna | ||
| Jim Nedza | |||
| Kostüme: | Albert Wolsky | ||
Nachdem es im letzten Jahr ein wenig ruhig war um den ehemaligen Action-Helden, meldet er sich nun mit voller Kraft zurück. Die Gauner-Komödie "The Whole Ten Yards" nimmt langsam Formen an, und auch ein neues Projekt ist schon in Sicht.
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Also muss er Stück für Stück herausfinden, was er mit dem Mord zu tun hat. Ist er ein Cop und wollte den Täter stellen? Oder ist er sogar selbst der Mörder? Man darf gespannt sein.
Was sich im ersten Moment stark nach "Memento" anhört, ist eigentlich ein Projekt, das Bruce Willis bereits seit vier Jahren am Herzen liegt. Dean Parisot, der seinen größten Leinwanderfolg bisher mit "Galaxy Quest" hatte, wird es sich schon im April auf dem Regiestuhl gemütlich machen.
Neben diversen Drehterminen will Bruce Willis weiterhin fleißig nach einem geeigneten Drehbuchautor für den vierten Teil von "Stirb langsam" suchen. Hoffentlich vergisst er's nicht.
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