Originaltitel: G-Force
USA 2009
Bill Nighy
Will Arnett
Zach Galifianakis
Regie: Hoyt Yeatman
Verleih: Walt Disney
Modernste Entwicklungen in der Verbrecherbekämpfung ermöglichen es, auch Tiere als Agenten in geheimer Mission einzusetzen. Der Regierung ist dabei mit dem Agententeam G-Force ein Durchbruch gelungen: Fünf Meerschweinchen sollen den superreichen Schurken Leonard Saber zur Strecke bringen, der mit einem grotesken Vorhaben die Welt zerstören will. Doch noch bevor sie den Auftrag ausführen können, geraten die Meerschweinchen-Agenten Darwin, Juarez und Blaster mit den Kollegen Maulwurf Speckles und Fliege Mooch selbst in große Gefahr, als sie an eine Tierhandlung ausgeliefert werden sollen.

Actiongeladene Familienkomödie um ein Superagententeam von sprechenden Meerschweinchen, in der unter der Fittiche von Überproduzent Jerry Bruckheimer erstmals die neue Disney-Digital-3-D-Technik in einem Realfilm verwandt wurde.
Niedliche Nagetiere rangieren in Hollywoods Unterhaltungsnahrungskette für Kinder weiterhin ganz weit oben, wie diese neueste überdrehte Kiddiekomödie nach Hits wie "Ratatouille" und " Despereaux" zeigt. Dabei handelt es sich in jeder Hinsicht um ein typisches Bruckheimer-Projekt - abgesehen davon, dass der Erfolgsproduzent seine Talente erstmals für einen reinen Kinderfilm einsetzt. Als Regisseur gibt der langjährige visuelle Effekteleiter Hoyt T. Yeatman (arbeitete an Bruckheimer-Blockbuster wie "Con Air" und "The Rock" und erhielt überdies einen Oscar für "Abyss") sein Debüt. Keine schlechte Wahl, da das Hauptaugenmerk ohnehin auf ausgefeilten visuellen Effekten ruht. Auch beim Drehbuch griff Bruckheimer auf bewährte Mitstreiter zurück: Das Ehepaar Wibberly, das schon die "National Treasure"-Reihe glatt polierte, sorgt für den rechten Big-Budget-Schliff und pfiffige Oneliner. Auch bei der Besetzung der Sprechrollen im Original ist mit Nicolas Cage und Steve Buscemi die Verbindung zum Produzenten unübersehbar.
Die G-Force-Gang besteht aus den drei bestens ausgebildeten Meerschweinchen Darwin, Blaster und Juarez, der Fliege Mooch und dem Maulwurf Speckles, die über eine High-Tech-Ausrüstung verfügen, die auch die menschlichen Soldaten von "G.I. Joe" neidisch machen würde. Bei einer Dinnerparty des Fabrikanten Leonard Saber erlebt man sie erstmals in Aktion - ein überzeugender Auftakt. Der Crew gelingt es in einem mutigem Einsatz, wichtiges Beweismaterial zu erlangen, das Saber überführen soll, unlauter nach der Weltherrschaft zu trachten. Doch als sie die Computerdiskette zu ihrem Leiter, dem tierlieben Wissenschaftler Ben (Zach Galifianakis aus "Hangover"), im Hauptquartier bringen, scheint nichts inkriminierendes gespeichert zu sein. Bens vorgesetzter FBI-Agent Kip Killian (Will Arnett) signalisiert dem Team somit das Aus. Die vierbeinigen Gesetzeshüter landen allesamt in einer Tierhandlung, wo die Entehrten Bekanntschaft mit dem fetten Meerschweinchen Hurley und einem hinterlistigen Hamster machen.
Bei der anschließenden Fluchtsequenz und der Adoption von Juarez und Blaster durch zwei aggressive Geschwister kommen die 3D-Effekte zu besonders effektivem Einsatz. An dieser Stelle wird gewitzt-geschickt und ohne erhobenem Zeigefinger eine Botschaft gegen Tierquälerei eingebaut, bevor es mit der turbulenten Nonstop-Action weitergeht. Weitere eingestreute pädagogische Perlen umfassen das Unterstreichen vom unerschütterlichen Glauben an sich selbst, der Entwicklung von gesundem Selbstvertrauen, der Bedeutung von Vergebung und dem Streben, Unrecht wieder gutzumachen. Insgesamt dominiert jedoch ein locker-leichtherziger Ton, wobei sich auch ein paar amüsante Gags für Erwachsene finden. Beim Finale braut sich dann noch eine "Transformers"-inspirierte Attacke von Küchengeräten zusammen, mit der ebenso wie mit den Extremsport-angehauchten Actioneinlagen (ein Skateboard, Autoreifen und eine High-Speed-Hamsterkugel - "Bolt" lässt grüßen - dienen als Abenteuer-Accessoires) abgedeckt wird, was hyperaktiven Kiddies wichtig sein dürfte. Mag die Geschichte an sich auch ein bisschen dünn sein, der Spaß des Familienpublikums an dieser charmanten Vierbeinerversion von "Spy Kids" ist gewährleistet. ara.
| Darsteller: | Bill Nighy | als Leonard Saber | |
|---|---|---|---|
| Will Arnett | als Special Agent Kip Killian | ||
| Zach Galifianakis | als Dr. Ben Kendall | ||
| Kelli Garner | als Marcie Hollandsworth | ||
| Tyler Patrick Jones | als Connor | ||
| Jack Conley | als Agent Trigstad | ||
| Gabriel Casseus | als Agent Carter | ||
| Niecy Nash | als Rosalita | ||
| Loudon Wainwright | als Grandpa Goodman | ||
| Regie: | Hoyt Yeatman | ||
| Drehbuch: | Marianne Wibberley | ||
| Cormac Wibberley | |||
| Produzent: | Jerry Bruckheimer | ||
| Ausf. Produzent: | Mike Stenson | ||
| Chad Oman | |||
| Duncan Henderson | |||
| David P.I. James | |||
| Buchvorlage: | Hoyt Yeatman | ||
| David P.I. James | |||
| Kamera: | Bojan Bazelli | ||
| Schnitt: | Jason Hellmann | ||
| Mark Goldblatt | |||
| Musik: | Trevor Rabin | ||
| Produktionsdesign: | Deborah Evans | ||
| Kostüme: | Ellen Mirojnick | ||
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