Viertes vergnügliches Abenteuer mit dem grünen Oger in der Midlife-Crisis, der durch einen magischen Deal sein Glück und das des Königreichs riskiert. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto19/10190132/b150x150.jpg Für immer Shrek

Filmdetails

Für immer Shrek 3D-Kino

Viertes vergnügliches Abenteuer mit dem grünen Oger in der Midlife-Crisis, der durch einen magischen Deal sein Glück und das des Königreichs riskiert.


Für immer Shrek
Start: 30.06.2010

Originaltitel: Shrek Forever After

Trickfilm / Komödie

USA 2010
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Regie: Mike Mitchell
Verleih: Paramount

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Inhalt

Drei Kinder, viele Freunde und eine Frau, die umsorgt und geliebt werden wollen, lassen dem Oger keine Zeit für alte Zeiten. Da kommt das Angebot von Rumpelstilzchen gerade recht, aber nicht ohne Nebenwirkungen. Einen Tag darf der Oger richtig Shrek-lich sein, doch dafür bekommt Rumpelstilzchen einen Tag aus Shreks Leben. Er wählt den Geburtstag, womit es Shrek nie gegeben hat und das Königreich Weit Weit Weg zu Rumpels düsterem Reich wird. Es sei denn, Shrek kann den Zauber rückgängig machen - in nur einem Tag.


Kritik

Für immer Shrek

In seinem vierten Animationsabenteuer, das sein Leben auf den Kopf stellt, ist der grüne Oger erstmals dreidimensional und ein unverändert unwiderstehlicher Spaßgarant.

Wie schon die glänzende Oger-Ouvertüre beim Start in den amerikanischen Kinos zeigte, beschränken sich die Ermüdungserscheinungen des domestizierten Shrek-lichen ausschließlich auf sein Leben im Königreich Weit Weit Weg. Jeder Tag mit seiner Liebe Fiona, den drei jungen Kindern, den vielen Freunden und Touristen, die den gezähmten König des Sumpfs bestaunen, bietet Pflichten im Akkord und eine Überdosis bürgerlichen Glücks, die den gemütlichen Grünen schließlich rot sehen lassen. Gerade als Shrek, von der Alltagsroutine erdrückt, ein furchterregender Brüller wie in seinen Shrek-lichsten Zeiten entfuhr, begegnet er dem meisterlichen Intriganten Rumpelstilzchen, der nach seiner Einführung in "Shrek der Dritte" nun eine Hauptrolle als Repräsentant des Bösen übernimmt. Der giftige Knirps, in dem sich Züge von Jago und Amadeus vereinen, macht Shrek dafür verantwortlich, ihm den Weg auf den Thron des Königreichs verwehrt zu haben und bietet ihm einen durchtriebenen Deal an, auf den sich der arglose Oger einlässt. So darf Shrek für einen ganzen Tag noch einmal der Alte sein und, vom Harmoniegesäusel der Carpenters musikalisch begleitet, Chaos und sanften Schrecken stiften. Doch der Preis für dieses Fun-Fenster im Familienstress ist hoch, denn als Gegenleistung muss Shrek einen Tag aus seinem Leben abtreten. Weil er Rumpelstilzchen fahrlässig die Auswahl überlässt, entscheidet sich der magische Fädenzieher für Shreks Geburt.

In klassisch Capraesker Tradition erlebt nun der Oger an seinem vermeintlichen Glückstag, wie sich Weit Weit Weg ohne ihn zu einer düsteren Diktatur entwickelt hat, in der Rumpel und seine Hexenarmee die Oger in den Widerstand getrieben haben, der von Fiona angeführt wird. Weil Shrek nur einen Tag Zeit hat, den Fluch rückgängig zu machen und damit auch selbst weiterleben zu können, gibt das dem vierten Teil eine dramatische Dynamik, während der Fakt, dass keiner den Shrek-lichen hier kennt, es ermöglicht, alte Freunde neu erobern zu müssen - von Fiona, über den Esel bis hin zum Gestiefelten Kater, der hier als phlegmatische Kalorientonne Garfield Konkurrenz macht. Dieses clevere Recycling bringen Witz, die erstmals dreidimensional und auf Cinemascope gestreckten Bilder darüber hinaus einen visuellen Bonus in diese sehr unterhaltsame und temporeiche Fortsetzung ein, die zeigt, dass das Kinoleben des Shrek-lichen längst nicht enden muss. "Für immer Shrek" braucht also ein Ausrufezeichen! kob.

Für immer Shrek

Sprecher:  Mike Myers   als Shrek
  Cameron Diaz   als Prinzessin Fiona
  Eddie Murphy   als Esel
  Antonio Banderas   als Der Gestiefelte Kater
  Walt Dohrn   als Rumpelstilzchen
  Amy Poehler   als Schneewittchen
  Justin Timberlake   als Artie
  Ian McShane   als Captain Hook
  Dame Julie Andrews   als Queen Lillian
  Amy Sedaris   als Cinderella
 
Regie:  Mike Mitchell  
Drehbuch:  Josh Klausner  
  Darren Lemke  
Produzent:  Teresa Cheng  
  Gina Shay  
Ausf. Produzent:  Andrew Adamson  
  Aron Warner  
  John H. Williams  
Kamera:  Duk Jhun Yong  
Schnitt:  Nick Fletcher  
Musik:  Harry Gregson-Williams  

Wirbel um sexy Fotos mit "Shrek"-Helden

Über die derben Scherze von Oger Shrek konnte in den bisherigen drei Filmen immer die ganze Familie lachen. Doch nun zeigt sich der grüne Held samt Mitstreitern nicht jugendfrei: Shrek, Esel und Kater sind in einem US-Magazin in heißen Posen mit Erotik-Models zu sehen.

Großansicht "Shrek" mal etwas anders in der erotischen Fotostrecke des Modemagazins VMan (Foto: Vman)

"Shrek" mal etwas anders in der erotischen Fotostrecke des Modemagazins VMan (Foto: Vman)

Und das treibt im prüden Amiland natürlich die Kritiker auf die Barrikaden. Ein Filmjournalist der New York Post fordert gar Entlassungen im "Shrek"-Team: "Da müht man sich über Jahre, ein familienfreundliches Image zu pflegen und das wird dann zugunsten billiger Publicity in einem geschmacklosen Modemagazin aufgegeben - dafür sollte jemand gefeuert werden!", ereifert sich Kyle Smith.

Harte Worte, dabei sind die Bilder erstens so heiß nun auch wieder nicht, zum anderen mag sie mancher auch lustig finden: Das Modemagazin Vman (vman.com) zeigt einen schief grinsenden Shrek an der Seite eines halbnackten Models im Insektenlook mit schwarzen Bändern, den Esel Rücken an Rücken mit einer Dessous-Lady in Strapsen und den Gestiefelten Kater, wie er sich genüsslich auf dem Rücken liegend von einem barbrüstigen Männermodel mit Trauben füttern lässt. Ernsthaft erotisch kann das eigentlich niemand finden, augenzwinkernd ironisch aber schon.

Aschenputtel im Bett mit zwei Männern?

Denn gerade die Shrek-Filme zeichnen sich durch eine Art Witz aus, die sich vom üblichen weichgespülten Disney-Humor ein gutes Stück entfernt - das war ja gerade das Erfolgsrezept der Oger-Abenteuer.

Doch das scheint mancher Kritiker vergessen zu haben. So meint Kyle Smith etwa: "Walt Disney hätte nie zugelassen, dass Cinderella in einer Fotostrecke auftaucht, die aussieht, als würde sie gleich einen Dreier schieben!" Das mag zwar stimmen, aber ein braver Film wie "Cinderella" hätte beim heutigen Publikum auch kaum noch Erfolgschancen.

Sicher ist: Der Aufruhr um die erotischen Shrek-Bilder hat die erhoffte Aufmerksamkeit für das vierte Ogerabenteuer "Für immer Shrek" gebracht. Ob der Film auch für sich genommen ein echter Spaß ist, können Fans ab 30. Juni im Kino erleben.

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