Originaltitel: Something Borrowed
USA 2011
Ginnifer Goodwin
Kate Hudson
Colin Egglesfield
Regie: Luke Greenfield
Verleih: Tobis
Rachel sieht gut aus, ist freundlich und verständnisvoll. Trotzdem ist die bald 30-jährige Anwältin immer noch Single. Nach einem Absacker nach ihrer Geburtstagsparty landet sie mit Rex im Bett. Sie hatte ihn schon in ihrer Jugend angehimmelt. Doch dummerweise steht Rex kurz vor der Hochzeit mit ihrer besten Freundin Darcy. Auch in ihrem weiteren Freundeskreis läuft es nicht unbedingt so wie geplant in der Liebe.

Romantische Komödie um zwei "beste Freundinnen": die eine steht vor der Hochzeit mit ihrem Mr. Right und die andere landet kurz vor dem Jawort mit ihm im Bett.
"Du bist nicht alt, du bist Anwältin", das hört sich nicht unbedingt nach einem Kompliment an. Und schon mal gar nicht, wenn einer Frau das ausgerechnet an ihrem 30. Geburtstag an den Kopf geworfen wird. Eine magische Grenze. Wer in Manhattan zu dem Zeitpunkt noch als Single durchs Leben surft, ist sowieso perdu. Dabei schaut die brünette Rachel nicht nur nett aus, sondern ist obendrein freundlich, zurückhaltend und verständnisvoll. Das genaue Gegenteil ihrer besten Freundin Darcy, blond, egozentrisch und laut, beruflich nebulös. Ausgerechnet sie wird in einigen Wochen den hübschen Dex heiraten, Rachels früherer Schwarm aus der Studienzeit. Die Positionen sind klar, bis der Zufall einen Strich durch die Rechnung macht und Rachel mit dem braven Verlobten nach der Geburtstagsparty zufällig noch auf einen Absacker in einer kuscheligen Bar landet und später im Bett. Schlechtes Gewissen, Komplikationen und ein schwieriger Beziehungstango folgen. Das Glück liegt nicht in der Wiese, sondern in einem bestimmten Alter in der Ehe und bei Mann und Kind.
Die typische Romcom zeigt, wie das geht und führt nach einigen Umwegen zum Happy End. Nach diesem Schema geht auch Luke Greenfield in seiner Adaption von Emily Giffins Roman vor. Zum lustvollen Trio gesellen sich noch ein paar Nebenfiguren, Rachels platonischer Freund, der einer lästigen Verehrerin in seiner Not den Schwulen vorspielt, und ein schlichtes Machopaket, das mit Geschichten über seine Heldentaten punkten möchte. Bis sich Topf und Deckel final finden, geraten die feucht-fröhlichen Zusammenkünfte dieses Sextetts am Wochenende in den Hamptons schnell zu Kreischorgien, emotionalen Wirrungen und wackligen Lügengebäuden. Und es dauert lange, bis sich der unter der Knute seiner reichen Eltern stehende Bald-Ehemann zu einer Entscheidung durchringt. Das "fremd fischen" der Protagonisten und die Zerreissprobe zwischen Loyalität und Liebe hinterlässt beim Zuschauen keine bemerkenswerten Spuren in Herz oder Hirn und verzichtet auf überraschende Wendungen, unterhält aber auf charmant-traditionelle Weise. Dass man trotz Ungereimtheiten den Hauptfiguren gerne beim Zappeln im Gefühlsnetz zuschaut, liegt vor allem an der sympathischen Gutmenschin Ginnifer Goodwin, der selbstverliebten Zicke Kate Hudson und dem wankelmütigen Lover Colin Egglesfield. Der Spaßfaktor stimmt. mk.
| Darsteller: | Ginnifer Goodwin | als Rachel White | |
|---|---|---|---|
| Kate Hudson | als Darcy Rhone | ||
| Colin Egglesfield | als Dex Thaler | ||
| John Krasinski | als Ethan | ||
| Steve Howey | als Marcus | ||
| Ashley Williams | als Claire | ||
| Geoffrey Pierson | als Dexter Thaler Sr. | ||
| Jill Eikenberry | als Bridget Thaler | ||
| Regie: | Luke Greenfield | ||
| Drehbuch: | Jennie Snyder | ||
| Produzent: | Broderick Johnson | ||
| Andrew A. Kosove | |||
| Aaron Lubin | |||
| Pamela Schein Murphy | |||
| Hilary Swank | |||
| Molly Mickler Smith | |||
| Ausf. Produzent: | Ellen H. Schwartz | ||
| Buchvorlage: | Emily Giffin | ||
| Kamera: | Charles Minsky | ||
| Schnitt: | John Axelrad | ||
| Musik: | Alex Wurman | ||
| Produktionsdesign: | Jane Musky | ||
| Kostüme: | Gary Jones | ||
| Casting: | Sari Knight | ||
| Mandy Sherman | |||
1982 schuf Ridley Scott mit "Blade Runner" einen Klassiker des Science-Fiction-Genres. Entgegen der Regel, Erfolgreiches in Fortsetzungen auszuschlachten, blieb der Replikantenaufstand bisher einzigartig. Das könnte sich schon bald ändern.
Es ist schon eine ganze Weile her, dass Harrison Ford als "Blade Runner" Rick Deckard Jagd auf Replikanten machte. Genauer gesagt 29 Jahre. Zum 30-jährigen Jubiläum könnte es allerdings ein Wiedersehen geben - zumindest mit der Filmfigur "Blade Runner".
Alcon Entertainment steht kurz davor, Rechte an dem von Ridley Scott inszenierten Science-Fiction-Klassiker von Bud Yorkin zu erwerben. Die bei Warner Bros. angesiedelte Produktionsfirma plant Pre- und Sequels für Kino, TV und weitere Medien zu realisieren. Das Remakerecht für den Film ist allerdings nicht im Rechtepaket enthalten.
Laut Pressemitteilung des Unternehmens würde das den wichtigsten Deal in der Geschichte der seit 13 Jahren existierenden Firma darstellen. Sie produzierte u.a. "The Book of Eli" und ist demnächst mit der Komödie "Fremd Fischen" in den Kinos.
Kommt der Deal zustande würden Alcons Chefs Broderick Johnson und Andrew A. Kosove gemeinsam mit Yorkin die künftigen "Blade Runner"-Projekte produzieren. Bis der "Blade Runner" tatsächlich wieder Replikanten zur Strecke bringt, wird es aber noch eine ganze Weile dauern.
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