Dritter Fall mit Franziska Luginsland: Ihr neuer Job in einem Kosmetiksalon beschert ihr eine ermordete Kundin und Ermittlungen in Münchens Single-Szene. http://images.kino.de/flbilder/max06/auto06/auto42/06420937/b150x150.jpg Franziskas Gespür für Männer

Filmdetails

Franziskas Gespür für Männer

Dritter Fall mit Franziska Luginsland: Ihr neuer Job in einem Kosmetiksalon beschert ihr eine ermordete Kundin und Ermittlungen in Münchens Single-Szene.


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Kritik

Franziskas Gespür für Männer

Nach dem großen Zuschauererfolg von "21 Liebesbriefe" (5,19 Mio. Zuschauer bei der ersten, 5,34 Mio. bei der zweiten!) darf Hobbydetektivin Franziska Luginsland erneut ermitteln.

Zwei Filme sind noch keine Reihe. Aber offenbar war man beim ZDF der Meinung, die von Friedrich Ani ersonnene lebenskluge Münchenerin (Katja Flint) habe es verdient, nach "21 Liebesbriefe" (ausgestrahlt vor fast genau zwei Jahren) ihre detektivischen Fähigkeiten an einem weiteren "Fall" zu erproben; ein dritter Film ist bereits produziert. Diesmal erkennt Franziska Luginsland in einer Frau, die tot aus der Isar gefischt wird, eine Kundin, die sie zwei Tage zuvor in ihrem Kosmetiksalon geschminkt hat. Neugierig geworden, beginnt sie zu recherchieren: Sie besucht die gleiche Single-Gruppe wie Isolde Kuhn und lernt einen Mann kennen, der Frauen offenbar bloß benutzt.

Der Film von Nina Grosse (Buch und Regie) ist allerdings alles andere als ein Krimi, selbst wenn es mitunter spannend wird und natürlich die Frage nach der Todesursache der Motor der Handlung ist. Fast beiläufig wird die Geschichte mehr und mehr zur Moritat über das einsame Dasein des Großstadtmenschen. Die traurigen Figuren aus der Selbsthilfegruppe sind beredtes Beispiel, allen voran der melancholische Niklas (Alexander Held), der Isolde in stiller Demut ergeben war; oder die extravertierte Lisa (Sunnyi Melles), die immer gleich die Initiative an sich reißt, im Grunde aber auch eher zu bemitleiden ist.

Schillerndste Figur in diesem Reigen ist jedoch Karl Löwen, von Christoph Waltz gewohnt charismatisch und mit fein nuancierten diabolischen Anklängen verkörpert, ein gebildeter "Frauenvertilger", der Isolde benutzt und dann fallen gelassen hat. Als Franziska ihm zu nahe kommt, zeigt der Professor für griechische Philosophie und Geschichte, dass er auch anders kann.

Der Titel "Franziskas Gespür für Männer" ist eine zwar hübsche, aber auch irreführende Anspielung auf "Fräulein Smillas Gespür für Schnee". Und ohnehin falsch: wenn überhaupt, dann hat die Titelheldin ein Gespür für Mörder; von Männern hingegen versteht sie nicht sonderlich viel. Davon ebenso abgesehen wie von der heftig pochenden Schlagader der angeblich Toten ist Grosses Film ein stiller, aber sehenswerter Thriller, unspektakulär inszeniert, aber dafür vortrefflich gespielt; selbst die Nebenrollen der beiden Kommissare sind mit Henning Baum und Johannes Silberschneider ausgezeichnet besetzt. Und wenn Franziska in einer Szene auch noch ein bisschen zu hexen beginnt, ahnt man erst, welches Potenzial noch in der Figur steckt. tpg.

Franziskas Gespür für Männer

Darsteller:  Katja Flint   als Franziska Luginsland
  Christoph Waltz   als Karl Löwen
  Sunnyi Melles   als Lisa Saalbach
  Alexander Held   als Niklas Rüders
  August Schmölzer   als Max Luginsland
  Johannes Silberschneider   als Kommissar Dobler
  Henning Baum   als Klaus Lauser
  Gundi Ellert   als Rosie
  Fred Stillkrauth   als Franz
  Gudrun Gabriel   als Isolde Kuhn
  Heidy Forster   als Mutter Kuhn
  Monika Baumgartner   als Emma Rose
  Robert Dölle   als Jan Holler
  Eisi Gulp   als Hans Geerts
  Barbara Bauer   als Mimi
  Johanna Bittenbinder   als Susanne Menzinger
 
Regie:  Nina Grosse  
Drehbuch:  Nina Grosse  
Produzent:  Oliver Berben  
Kamera:  Theo Bierkens  
Musik:  Marco Meister  
  Robert Meister  

Star

Katja Flint

Katja Flint, die stets den Typ der kühlen, erotischen Blondine verkörpert, gelang der Durchbruch in die deutsche Starliga 1994 mit Dominik Grafs...

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Christoph Waltz

Österreichischer Schauspieler und Golden-Globe-Preisträger. In der deutschen Fernsehlandschaft auf labile Charaktere, Bösewichte und...

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