Ulrich Noethen
Fabiola Campomanes
Juan Ríos
Regie: Eva López-Sánchez
Verleih: Pegasos
Der Stasi-Informant Helmut (Ulrich Noethen) setzt sich 1971 nach Mexiko ab. Dort wird er vom mexikanischen Geheimdienst erkannt und gezwungen, als Universitätsdozent Bruno Müller eine Gruppe politisch engagierter Studenten zu bespitzeln. Er gewinnt ihr Vertrauen, doch die Situation verkompliziert sich, als er sich in die Studentin Adela (Fabiola Campomanes) verliebt und sich zunehmends mit den Zielen der Studenten identifiziert. Schließlich kommt der Moment, an dem er selbst Stellung beziehen muss...
Deutsch-mexikanische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der dramatischen Geschichte Mexikos zu Beginn der siebziger Jahre.

Für ihren ersten abendfüllenden Kino-Spielfilm hat sich die mexikanische Filmemacherin Eva López-Sánchez ein spannendes, wirklichkeitsnahes Thema ausgesucht: der individuelle Versuch eines Menschen, seiner Vergangenheit zu entkommen und es in einer neuen anderen Gegenwart zu versuchen. Eskapismus und Identität - der fabelhafte Ulrich Noethen in einer Charakter-Hauptrolle mit Starqualität in dieser mexikanisch-deutsch-spanischen Koproduktion.
Die Handlung geht zurück in die Zeit des kalten Krieges. Anfang der siebziger Jahre fliegen der Stasi-Informant Helmuth Busch (Noethen) nach Mexiko. Dort entdeckt ihn der mexikanische Geheimdienst, bevor er untertauchen kann. Und er lässt sich erneut auf den Verrat ein: als Geschichtsprofessor an der Universität von Mexico City observiert er eine Gruppe von Studenten. Eva López-Sánchez und ihrem Kameramann Javier Morón gelingen eindringliche Bilder ohne falsche Nostalgie-Patina aus der damaligen Studenten-Szene, die die Vergangenheit, und darauf zielt der Film, greifbar gegenwärtig machen. Der deutsche Intellektuelle im farbenfrohen, sonnigen Latino-Ambiente - das hat sinnliche, emotionale, wunderbar filmische Qualitäten. Und so lässt die Regisseurin und Drehbuchautorin auch der Leidenschaft ihren Lauf in der Story. Mehr und mehr schlägt sich der Flüchtling auf die Seite der studentischen Aktivisten und verliebt sich, natürlich konfliktreich, in eines der Mädchen. Seine Wirklichkeit, die Welt, in der er jetzt lebt, wird unberechenbar, Freundestreue und Verrat stehen unlösbar gegeneinander. Wieder sieht sich der verzweifelte Aussteiger aus Europa in der Umklammerung der Zwickmühle Individuum und System. System der Unterdrückung - hier bleibt der Film gegen Ende ein wenig die politische Komponente schuldig, weil sich López-Sánchez mehr auf die persönliche Tragödie von Busch konzentriert. Sie entschied sich für die Liebesgeschichte ohne Happy End, für Verzweiflung und Tod aber auch ein bisschen Hoffnung. Und für ein gutes, zahlreiches Arthouse-Publikum. fh.
| Darsteller: | Ulrich Noethen | als Helmuth Busch / Bruno Müller | |
|---|---|---|---|
| Fabiola Campomanes | als Adela | ||
| Juan Ríos | als José | ||
| Arcelia Ramirez | als Lucia | ||
| Julio Bracho | als Serna | ||
| Gustavo Sanchez Parra | als Luis | ||
| Rafael Martin | als Burro Prudencio | ||
| Carlos Lucas | als Matias | ||
| Giovanni Florido | als Gabriel als Kind | ||
| Mickey Santana Arellano | als Gabriel als Jugendlicher | ||
| Juan Carlos Colombo | als Schloss | ||
| Héctor Ortega | als Diaz | ||
| Eligio Melendez | als Sicario | ||
| Pedro Altamirano | als Polizist | ||
| Regie: | Eva López-Sánchez | ||
| Drehbuch: | Eva López-Sánchez | ||
| Jorge Goldenberg | |||
| Produzent: | Eva López-Sánchez | ||
| Laura Imperiale | |||
| Koproduzent: | Yvonne Ruocco | ||
| Detlef Ziegert | |||
| José María Lara Fernandez | |||
| Ausf. Produzent: | Yvonne Ruocco | ||
| José María Lara Fernandez | |||
| Laura Imperiale | |||
| Kamera: | Javier Moron Tejero | ||
| Schnitt: | Santiago Torre | ||
| Sigfrido Barjau | |||
| Musik: | Jacobo Lieberman | ||
| Leonardo Heiblum | |||
| Produktionsdesign: | Sandra Cabreada | ||
| Darío Ramos | |||
| Kostüme: | Leticia Palacios | ||
| Ton: | Pedro Mejía | ||
Ulrich Noethen prägte sich mit ausgesuchten Filmrollen als einer der führenden deutschen Charakterdarsteller in Film und Fernsehen ein, der...
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