Bewegende Liebesgeschichte und mitreißendes Politdrama um einen Stasi-Spitzel, der auch in Mexiko zwischen die politischen Fronten gerät. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz21/z0221024/b150x150.jpg Francisca

Filmdetails

Francisca

Bewegende Liebesgeschichte und mitreißendes Politdrama um einen Stasi-Spitzel, der auch in Mexiko zwischen die politischen Fronten gerät.


Francisca
Start: 20.06.2002

Drama

Mexiko/Deutschland/Spanien 2001
Laufzeit: 84 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Ulrich Noethen
Fabiola Campomanes
Juan Ríos

Regie: Eva López-Sánchez
Verleih: Pegasos

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Inhalt

Der Stasi-Informant Helmut (Ulrich Noethen) setzt sich 1971 nach Mexiko ab. Dort wird er vom mexikanischen Geheimdienst erkannt und gezwungen, als Universitätsdozent Bruno Müller eine Gruppe politisch engagierter Studenten zu bespitzeln. Er gewinnt ihr Vertrauen, doch die Situation verkompliziert sich, als er sich in die Studentin Adela (Fabiola Campomanes) verliebt und sich zunehmends mit den Zielen der Studenten identifiziert. Schließlich kommt der Moment, an dem er selbst Stellung beziehen muss...

Deutsch-mexikanische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der dramatischen Geschichte Mexikos zu Beginn der siebziger Jahre.


Kritik

Francisca

Für ihren ersten abendfüllenden Kino-Spielfilm hat sich die mexikanische Filmemacherin Eva López-Sánchez ein spannendes, wirklichkeitsnahes Thema ausgesucht: der individuelle Versuch eines Menschen, seiner Vergangenheit zu entkommen und es in einer neuen anderen Gegenwart zu versuchen. Eskapismus und Identität - der fabelhafte Ulrich Noethen in einer Charakter-Hauptrolle mit Starqualität in dieser mexikanisch-deutsch-spanischen Koproduktion.

Die Handlung geht zurück in die Zeit des kalten Krieges. Anfang der siebziger Jahre fliegen der Stasi-Informant Helmuth Busch (Noethen) nach Mexiko. Dort entdeckt ihn der mexikanische Geheimdienst, bevor er untertauchen kann. Und er lässt sich erneut auf den Verrat ein: als Geschichtsprofessor an der Universität von Mexico City observiert er eine Gruppe von Studenten. Eva López-Sánchez und ihrem Kameramann Javier Morón gelingen eindringliche Bilder ohne falsche Nostalgie-Patina aus der damaligen Studenten-Szene, die die Vergangenheit, und darauf zielt der Film, greifbar gegenwärtig machen. Der deutsche Intellektuelle im farbenfrohen, sonnigen Latino-Ambiente - das hat sinnliche, emotionale, wunderbar filmische Qualitäten. Und so lässt die Regisseurin und Drehbuchautorin auch der Leidenschaft ihren Lauf in der Story. Mehr und mehr schlägt sich der Flüchtling auf die Seite der studentischen Aktivisten und verliebt sich, natürlich konfliktreich, in eines der Mädchen. Seine Wirklichkeit, die Welt, in der er jetzt lebt, wird unberechenbar, Freundestreue und Verrat stehen unlösbar gegeneinander. Wieder sieht sich der verzweifelte Aussteiger aus Europa in der Umklammerung der Zwickmühle Individuum und System. System der Unterdrückung - hier bleibt der Film gegen Ende ein wenig die politische Komponente schuldig, weil sich López-Sánchez mehr auf die persönliche Tragödie von Busch konzentriert. Sie entschied sich für die Liebesgeschichte ohne Happy End, für Verzweiflung und Tod aber auch ein bisschen Hoffnung. Und für ein gutes, zahlreiches Arthouse-Publikum. fh.

Francisca

Darsteller:  Ulrich Noethen   als Helmuth Busch / Bruno Müller
  Fabiola Campomanes   als Adela
  Juan Ríos   als José
  Arcelia Ramirez   als Lucia
  Julio Bracho   als Serna
  Gustavo Sanchez Parra   als Luis
  Rafael Martin   als Burro Prudencio
  Carlos Lucas   als Matias
  Giovanni Florido   als Gabriel als Kind
  Mickey Santana Arellano   als Gabriel als Jugendlicher
  Juan Carlos Colombo   als Schloss
  Héctor Ortega   als Diaz
  Eligio Melendez   als Sicario
  Pedro Altamirano   als Polizist
 
Regie:  Eva López-Sánchez  
Drehbuch:  Eva López-Sánchez  
  Jorge Goldenberg  
Produzent:  Eva López-Sánchez  
  Laura Imperiale  
Koproduzent:  Yvonne Ruocco  
  Detlef Ziegert  
  José María Lara Fernandez  
Ausf. Produzent:  Yvonne Ruocco  
  José María Lara Fernandez  
  Laura Imperiale  
Kamera:  Javier Moron Tejero  
Schnitt:  Santiago Torre  
  Sigfrido Barjau  
Musik:  Jacobo Lieberman  
  Leonardo Heiblum  
Produktionsdesign:  Sandra Cabreada  
  Darío Ramos  
Kostüme:  Leticia Palacios  
Ton:  Pedro Mejía  

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