Originaltitel: Escape from L.A.
USA 1996
Kurt Russell
Stacy Keach
Steve Buscemi
Regie: John Carpenter
Verleih: Paramount
Amerika im Jahr 2013: Der inhaftierte Desperado Snake Plissen soll eine gefährliche Geheimwaffe wiederbeschaffen, die von der Präsidenten-Tochter für ihren revolutionär eingestellten Freund Cuervo Jones gestohlen wurde. Damit Plissken seine Mission schnellstmöglich ausführt, wird er mit einem tödlichen Nervenvirus infiziert, der seine Lebenszeit auf neun Stunden verkürzt.

"Klapperschlange" Snake Plissken schlägt wieder zu! Fünfzehn Jahre nach dem Kultklassiker "Die Klapperschlange" schlossen sich Regieveteran John Carpenter ("Das Ding"), Produzentin Debra Hill und Hauptdarsteller Kurt Russell ("Einsame Entscheidung") für die Fortsetzung des apokalyptischen Abenteuers erneut zusammen. Wie es bei Sequels häufig der Fall ist, handelt es sich auch hier trotz einiger kaschierender Skriptkosmetik essentiell um ein mit Spezialeffekten aufgemotztes Remake des Originals von 1981.
Das Budget des vorzüglich trocken-ironischen Futureschockers kletterte nunmehr auf 50 Mio. Dollar, wobei 20 Prozent davon an den für seinen Part charakteristisch sardonisch agierenden Star Russell gingen. Für das Design des passenden Looks der düsteren Zukunftsvision wurde kein Geringerer als "Blade Runner"-Ausstatter Lawrence G. Paull herangezogen, der Los Angeles, diesmaliger Austragungsort des tödlichen Wettlaufs mit der Zeit, in eine verrottet-anarchistische Trümmerlandschaft (das katastrophale Northridge-Erdbeben von 1994 diente den Filmemachern als optische Inspiration) verwandelt. Weltbekannte Touristenanlaufstellen wie die Hollywood-Buchstaben, der Mulholland Drive, das Los Angeles Coliseum, der Sunset Boulevard und Disneyland - hier mit dem Namen Happy Kingdom versehen - werden gewitzt zum Einsatz gebracht und sind in ihrer Destruktionsaufmachung kaum wiederzukennen.
Das L.A. des Jahres 2013 ist nach einem in der Eröffnungs-Sequenz gezeigten verheerenden Erdbeben eine Insel, die von der repressiven Regierung als Strafkolonie benutzt wird. Alle unerwünschten Subjekte wie Prostituierte, Obdachlose, Drogensüchtige oder sonstige Sünder, die gegen die moralischen Gesetze (kein Rauchen, kein rotes Fleisch, keine Religion und keinen Sex außerhalb der Ehe) verstoßen, werden ohne Chance auf Wiederkehr dorthin verfrachtet. Als die Tochter des Präsidenten (Cliff Robertson) eine gefährliche Geheimwaffe stiehlt und ihrem Freund, dem Che-Guevara-Klon Cuervo Jones (George Corraface), übergibt, wird der verhaftete Desperado Snake Plissken losgeschickt, um die Satellitenwaffe wieder zu beschaffen. Zum besonderen Ansporn wird er mit einem tödlichen Nervenvirus infiziert, womit ihm genau neun Stunden verbleiben, um seine Kamikaze-Mission auszuführen...
Bei seiner wenig beneidenswerten Odyssee trifft der einsame Held auf eine Vielzahl von schillernd-schrillen Charakteren, die die ironische Note des sich selbst nicht tödlich ernst nehmenden Future-Actioners unterstreichen: Peter "Easy Rider" Fonda mimt einen alternden Surfer, mit dem Snake einen spekatulären Surfride hinlegt; Steve Buscemi ("Fargo") ist der opportunistische Kleinganove Eddie; Valeria Golino ("Hot Shots") im "Elvira"-Look fungiert kurzfristig als damsell in distress, Bruce Campell tritt als irrer plastischer Chirug auf, und Pam Grier gibt mit künstlich "vermännlichter" Stimme einen schlagkräftigen Transsexuellen. Wie im ersten Teil sind (fast) ausschließlich stimmige Nachtaufnahmen zu sehen, die der Düsterkeit des Endzeitschockers Rechnung tragen. Mit einem Einspiel von 8,9 Mio. Dollar beweist die reanimierte "Klapperschlange", daß noch genügend Biß in ihr steckt, um alte und neue Fans in die Kinos zu locken. ara.
| Darsteller: | Kurt Russell | als Snake Plissken | |
|---|---|---|---|
| Stacy Keach | als Malloy | ||
| Steve Buscemi | als Map to the Stars Eddie | ||
| Valeria Golino | als Taslima | ||
| Peter Fonda | als Pipeline | ||
| Pam Grier | als Hershe | ||
| Michelle Forbes | als Brazen | ||
| Georges Corraface | als Cuervo Jones | ||
| A.J. Langer | |||
| Bruce Campbell | |||
| Cliff Robertson | |||
| Leland Orser | |||
| Jeff Imada | |||
| Peter Jason | |||
| Caroleen Feeney | |||
| Paul Bartel | |||
| Robert Carradine | |||
| Regie: | John Carpenter | ||
| Drehbuch: | John Carpenter | ||
| Debra Hill | |||
| Kurt Russell | |||
| Produzent: | Debra Hill | ||
| Kurt Russell | |||
| Kamera: | Gary B. Kibbe | ||
| Schnitt: | Edward A. Warschilka | ||
| Musik: | Shirley Walker | ||
| John Carpenter | |||
In den USA spielte "300" bereits am Startwochenende mehr als 70 Millionen Dollar ein und stellte damit einen neuen Rekord auf. In Deutschland kommt die legendäre Schlacht zwischen Spartanern und Persern am 5. April in die Kinos. Doch Hauptdarsteller Gerard Butler hat schon neue Projekte.
Für das Remake von John Carpenters "Die Klapperschlange" wurde der neue Action-Star Gerard Butler in der Hauptrolle verpflichtet.
Der 37-Jährige wird den coolen Draufgänger 'Snake' Plissken im Remake von "Die Klapperschlange" spielen und tritt dabei in große Fußspuren. Im Original von 1981 und in der Fortsetzung von 1996 "Flucht aus L.A." hatte Kurt Russell den Part des smarten und glorreichen Schurkens inne.
Im Film ist Manhattan ein Hochsicherheitsgefängnis: Ausbrechen ist unmöglich und innen regiert das Chaos und das Recht des Stärken. Als eines Tages der Präsident der Vereinigten Staaten am Times Square notlanden muss, soll der frisch verurteilte 'Snake' Plissken das Staatsoberhaupt retten. Doch der hat eigene Pläne...
Für das Drehbuch wurde "Black Hawk Down"-Autor Ken Nolan verpflichtet. Zusammen mit Erfolgsproduzent Neal H. Moritz werden sie das Skript auf den neuesten Stand bringen. Die Traumfabrik reißt sich seit der Zusage von "300"-Star Gerard Butler um den Film. Welches der großen Studios letztlich die Rechte am Remake erhält, wird sich im Laufe der nächsten Tage entscheiden.
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