Ryan Phillippe
Jesse Bradford
Adam Beach
Regie: Clint Eastwood
Verleih: Warner
Der 2. Weltkrieg tobt nicht nur in Europa, sondern auch im Pazifik - besonders auf der Insel Iwo Jima, die am 20. Februar 1945 von 30.000 amerikanischen Soldaten unter hohen Verlusten gestürmt wird. Darunter sind Navy-Matrose Bradley (Ryan Phillippe) und die Marines Gagnon (Jesse Bradford), Hansen (Paul Walker), Ignatowksi (Jamie Bell), Indianer Hayes (Adam Beach) und ihr Sergeant (Barry Pepper). Sie hissen auf dem Berg Suribachi die amerikanische Fahne und ihr Bild wird - zum Teil postum - um die Welt gehen und sie berühmt machen.
Nach dem Oscar-Triumph von "Million Dollar Baby" wandeln Clint Eastwood und sein Autor Paul Haggis auf den Spuren von "Der Soldat James Ryan", wenn sie mit Starbesetzung die tragisch-legendäre Schlacht um eine Pazifikinsel realistisch nachzeichnen.
Vor dem Hintergrund der Schlacht um Iwo Jima erzählt Clint Eastwood eine berührende Geschichte vom sinnlosen Sterben und traumatischen Überleben.
GIs der Landungstruppe hissen die Siegesflagge, doch danach geht das Sterben auf Iwo Jima weiter (Foto: Warner)
36 Tage lang kämpfte 1945 eine Übermacht von US-Soldaten um die von Japanern verbissen verteidigte Pazifikinsel Iwo Jima. Knapp 21.000 Asiaten, fast die gesamte Truppe, und 7.000 GIs fanden den Tod. Mehr als diese bittere Bilanz ist das berühmte Foto von sechs Marines, die auf dem Gipfel der Vulkaninsel das Sternenbanner hissten, in Erinnerung geblieben. Die Wahrheit hinter diesem vermeintlichen Beweis eines Triumphes bringt dieses visuell grandiose, kritisch distanzierte Epos ans Licht.
Im Mittelpunkt stehen mit John (Ryan Phillippe), Rene (Jesse Bradford) und Ira (Adam Beach) die drei GIs aus dem Foto, die Iwo Jima auch überlebten. Spektakulären Sequenzen von der Landung der Amerikaner stehen erschütternde Bilder vom anonymen Sterben, von zerfetzten Körpern, vom Tod aus dem Nichts gegenüber.
Zwischen diesem wachsenden Friedhof und der Idylle der Heimat springt der Film hin und her. In den Staaten müssen John, Rene und Ira an einer Propagandatour teilnehmen, sich als Helden präsentieren und verarbeiten, dass die Wahrheit ganz anders aussah.
Wie sehr es Eastwood darum geht, zeigt auch sein ganz aus japanischer Perspektive erzähltes, bereits abgedrehtes Folgeprojekt "Letters From Iwo Jima".
| Darsteller: | Ryan Phillippe | als John "Doc" Bradley | |
|---|---|---|---|
| Jesse Bradford | als Rene Gagnon | ||
| Adam Beach | als Ira Hayes | ||
| John Benjamin Hickey | als Keyes Beech | ||
| John Slattery | als Bud Gerber | ||
| Barry Pepper | als Mike Strank | ||
| Jamie Bell | als Ralph Ignatowski | ||
| Paul Walker | als Hank Hansen | ||
| Robert Patrick | als Col. Chandler Johnson | ||
| Neal McDonough | als Capt. Severance | ||
| Melanie Lynskey | als Pauline Harnois | ||
| Thomas McCarthy | als James Bradley | ||
| Chris Bauer | als Commandant Vandegrift | ||
| Judith Ivey | als Belle Block | ||
| Joseph Cross | als Franklin Sousley | ||
| Regie: | Clint Eastwood | ||
| Drehbuch: | Paul Haggis | ||
| William Broyles jr. | |||
| Produzent: | Steven Spielberg | ||
| Clint Eastwood | |||
| Robert Lorenz | |||
| Ausf. Produzent: | Robert Lorenz | ||
| Kamera: | Tom Stern | ||
| Schnitt: | Joel Cox | ||
| Musik: | Clint Eastwood | ||
| Produktionsdesign: | Henry Bumstead | ||
| Kostüme: | Deborah Hopper | ||
| Casting: | Phyllis Huffman | ||
Die Geschichte, die sich Clint Eastwoods langjähriger Kollege ausgedacht hat, scheint dem Star sehr zu gefallen.
Eigentlich wollte Clint Eastwood nicht mehr schauspielern - nun hat er seine Meinung geändert (Foto: Kinowelt)
Eigentlich sollte "Gran Torino" Clint Eastwoods letzter Leinwandauftritt sein. Doch nun sieht es so aus, als ob sich der Star erneut vor die Kamera stellt: Das Drehbuch zum Drama "Trouble With the Curve" von seinem langjährigen Produzenten und Kollegen Robert Lorenz scheint es Eastwood so angetan zu haben, dass er die Hauptrolle übernehmen möchte.
Die Geschichte handelt von einen alternden Baseball-Scout, der langsam erblindet und eine letzte große Scout-Reise mit seiner Tochter nach Atlanta unternimmt - eine weitere maßgeschneiderte Rolle für Clint Eastwood. Dies wäre dann auch seit langem ein Clint Eastwood-Film, bei dem "Dirty Harry" nicht selbst Regie führt. Das überlässt der Meister vertrauensvoll Regie-Debütant Lorenz, der schon viele Jahre für Eastwood als Produzent gearbeitet hat und unter anderem "Blood Work", "Hereafter - Das Leben danach", "Flags of Our Fathers" oder den kommenden "J. Edgar" produzierte.
Hinzu kommt, dass Clint Eastwood auch gerade Platz im Terminkalender hatte: Seine Neuverfilmung von "A Star Is Born" liegt derzeit auf Eis, da sich Hauptdarstellerin Beyoncé wegen Schwangerschaft abgemeldet hat. Die Umstände könnten also nicht besser sein und nun darf sich die Kinowelt auf einen weiteren - nun aber sicher wirklich letzten - wunderschönen Film mit dem "Million Dollar"-Mann freuen.
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