Originaltitel: Átame!
Spanien 1989
Victoria Abril
Antonio Banderas
Loles León
Regie: Pedro Almodóvar
Verleih: Concorde
Der aus der Psychiatrie entlassene Ricky will ein normales Leben mit Ehefrau, Kind und Arbeit führen. Als Gattin hat er sich die drogensüchtige Schauspielerin Marina ausgesucht. Als die von ihm keine Notiz nimmt, bricht er bei ihr ein und zwingt sie, ihn kennenzulernen. Er umsorgt sein Opfer fürsorglich, nicht ohne Marina zu fesseln, wenn er aus dem Haus geht und für sie Besorgungen macht. Tatsächlich verwandelt sich Marinas Abscheu ihrem Peiniger gegenüber in Zuneigung. Das liebgewordene Fesselungsritual mag Marina bald nicht mehr missen. Als die Schauspielerin befreit wird, hat Ricky längst ihr Herz gewonnen und wird in die Familie aufgenommen.

Ebenso ungewöhnlicher wie grell witziger Film des seit "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" zu Berühmtheit gelangten Spaniers Pedro Almodovar. Diesmal ist weniger Tempo Trumpf als vielmehr ein pointiertes Spiel mit der Normalität, und hier vor allem die ebenso provokante wie konsequent umgesetzte Idee, mit Gewalt Liebe erzwingen zu können - was in einer verrückten Welt zum Erfolg führt. Bei alledem hat der Regisseur seinen sarkastischen Humor nicht verloren. Ein Ausnahmefilm, der im Kino immerhin gut 200.000 Zuschauer verzeichnete. Sollte beim aufgeschlossenen, wie auch beim neugierigen (Cover!) Publikum ein Renner werden.
| Darsteller: | Victoria Abril | ||
|---|---|---|---|
| Antonio Banderas | |||
| Loles León | |||
| Francisco Rabal | |||
| Julieta Serrano | |||
| Maria Barranco | |||
| Rossy de Palma | |||
| Regie: | Pedro Almodóvar | ||
| Drehbuch: | Pedro Almodóvar | ||
| Produzent: | Esther Garcia | ||
| Kamera: | José Luis Alcaine | ||
| Musik: | Ennio Morricone | ||
Oscarpreisträgerin Penélope Cruz glänzt auch im neuen Film von Pedro Almodóvar. Aber diese Leistung hat ihren Preis.
» Sagen Sie immer sofort ja, wenn Ihnen Pedro Almodóvar ein Angebot unterbreitet?
PENELOPE CRUZ: Absolut. Ich vertraue Pedro 100prozentig. So ein Angebot ist, als hätte ich im Lotto gewonnen. Denn er ist der Mann, wegen dem ich Schauspielerin werden wollte.
Als Teenager sah sein "Fessle mich !" - das war der erste Film, den ich mir überhaupt im Kino anschaute, und sofort stand mein Wunsch fest. Abgesehen davon sind wir enge Freunde; das macht es zu einem besonderen Erlebnis, mit ihm zu arbeiten, wie jetzt wieder bei "Zerrissene Umarmungen".
» Behandelt er Sie deshalb beim Dreh ganz besonders sanft?
Er behandelt mich wie jeden anderen Schauspieler. Wir plaudern beim Dreh auch weniger über private Dinge; die Arbeit steht im Vordergrund. Und für mich heißt das: Ich bin total nervös, weil ich Angst habe zu versagen. Vor allem die erste Drehwoche ist schlimm. Ich habe das Gefühl, ich könnte jeden Moment gefeuert werden.
» Doch nicht von Ihrem guten Freund.
Auch von ihm. Gerade weil wir so ein spezielles Verhältnis haben, fürchte ich, ihn zu enttäuschen. Und er sagt mir auch ganz direkt, wenn ich Fehler mache. Und wenn das passiert, werde ich noch nervöser.
Mit seiner Tollkühnheit, Artistik und eleganten Körpersprache als Degen schwingender, glutvoller und von mitreißender Spielfreude...
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