Originaltitel: Nutty Professor II - The Klumps
USA 2000
Eddie Murphy
Janet Jackson
Larry Miller
Regie: Peter Segal
Verleih: UIP
Sherman Klump ist wieder da, umgeben von seiner bisweilen anstrengenden Familie, dafür aber befreit von seinem Alter ego Buddy Love. Aber Buddy wartet nur auf eine Chance, Sherman wieder aus seinem Körper zu verdrängen: Als der die letzten Reste von Buddys Genen beseitigen will, gelingt es dem raffinierten Ladykiller, wieder aufzutauchen und sofort Shermans neuer Freundin den Hof zu machen.

Na dann guten Appetit! Eddie Murphys häufig in genüsslichem Ekel schwelgendes Gag-Gelage, in dem er mit sechs Rollen vertreten ist, schoss mit einem sattem Wochenendeinspiel von über 42 Mio. Dollar an die Spitze der US-Charts und bescherte dem Komiker sein bislang bestes Opening. Neben dem übergewichtigem Titelprofessor nehmen diesmal die nicht minder beleibten Verwandten eine umfangreichere und dem gängigen Komödientrend entsprechend noch krudere Rolle ein. Bei einer Altersfreigabe von PG13 bleiben die anzüglicheren Ausschweifungen, die zwar nur angedeutet sind, dennoch unmissverständlich. Beim gegenwärtigen Trend stellt dies allerdings keinen kommerziellen Nachteil dar.
Mit dem Remake des Jerry-Lewis-Klassikers "Der verrückte Professor" konnte "Beverly Hills Cop" Murphy 1996 seine ins Stocken geratene Karriere wieder auf die Überholspur manövrieren. Im Sequel schlüpft er dank Körper- und Gesichtsprothesen sowie der umwerfenden Makeup-Magie des Oscar ausgezeichneten Spezialisten Rick Baker wieder in die Titelrolle des ebenso genialen wie fettwanstigen Professor Sherman Klump. Überdies porträtiert er den Großteil des Klumpschen Familienclans, bestehend aus der liebevollen Mutter, dem von Impotenz geplagten Vater, dem faulenzenden Bruder und der extrem lüsternen Großmutter. Lediglich Shermans unausstehliches Alter Ego Buddy Love wird von Murphy in persönlicher Reinform dargestellt. Bereits in der Eröffnungssequenz, die sich als Traum erweist, macht Buddy Sherman das Leben schwer, indem er vorm Traualtar zunächst als riesige Erektion und schließlich in voller Lebensgröße aus Shermans Hose in Erscheinung tritt. Sherman hofft, die Gunst seiner Kollegin Denise (eine unterbeschäftigte Janet Jackson macht vor allem durch ihr bebendes Dekolleté auf sich aufmerksam) zu erlangen. Doch in den unpassendsten Momenten lässt Buddy vulgäre Bemerkungen los und so beschließt Sherman, ihn endgültig aus seinem System zu löschen. Die gefährliche Prozedur verursacht jedoch den dauerhaften Verlust von Shermans Intelligenz und eröffnet Buddy die Chance doch wieder auf den Plan zu treten. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Der "Dr. Jekyll und Mr. Hyde"-Plot unterscheidet sich insgesamt nur unwesentlich vom Original. So ist es diesmal neben seiner Flamme statt eines Verdünnungs- ein Verjüngungsserum, das Buddy Love ihm streitig machen will. Vier Jahre nach dem Vorgänger haben sich die Möglichkeiten der Computertechnik noch um einiges verbessert. Die interagierenden Murphy-Versionen sind nahtlos im gleichen Bild zu sehen. Der Erzählton wurde allerdings keinem nennenswerten Makeover unterzogen. Regisseur Peter Segal setzt in seiner Inszenierung auf noch obzöneren Holzhammer-Humor der Marke fäkal-bestialisch und erotische Ekeleskapaden, schwächt diese dann jedoch mit sentimentalem Herzschmerz ab. So entstand vielleicht kein guter, aber allemal ein für das breite Publikum unterhaltsamer Film, das im Jahr von "Scary Movie" und "Big Mama's Haus" auch an diesem derben Spaß Gefallen finden wird. ara.
| Darsteller: | Eddie Murphy | als Sherman Klump / Buddy Love u.a. | |
|---|---|---|---|
| Janet Jackson | als Denise Gains | ||
| Larry Miller | als Dean Richmond | ||
| John Ales | als Jason | ||
| Anna Maria Horsford | als Denise Gains' Mutter | ||
| Melinda McGraw | |||
| Jamal Mixon | |||
| Gabriel Williams | |||
| Regie: | Peter Segal | ||
| Drehbuch: | Barry W. Blaustein | ||
| David Sheffield | |||
| Paul Weitz | |||
| Chris Weitz | |||
| Produzent: | Brian Grazer | ||
| Koproduzent: | James Ewing | ||
| James Whitaker | |||
| Ausf. Produzent: | James D. Brubaker | ||
| Karen Kehela | |||
| Jerry Lewis | |||
| Eddie Murphy | |||
| Tom Shadyac | |||
| Kamera: | Dean Semler | ||
| Schnitt: | William Kerr | ||
| Musik: | David Newman | ||
| Produktionsdesign: | William Elliott | ||
| Greg Papalia | |||
| Kostüme: | Sharen Davis | ||
| Ton: | José Antonio García | ||
Sie verlassen ihr geliebtes Auenland nur ungern, die Hobbits. Doch Sam-Darsteller Sean Astin wagt nach dem Höllentrip gen Mordor nun gar den Aufbruch ins Komödienfach.
Und mit Adam Sandler hat sich Astin gleich ein Schwergewicht des Genres als Partner geangelt. In "Fifty First Kisses" spart sich der Comedy Bad Boy aber die üblichen markigen Sprüche und wandelt stattdessen auf leisen Freiersfüßen: Sandlers Angebetete ist Drew Barrymore, die sich nach den knisternden Dates leider an rein gar nichts mehr erinnern kann: Sie hat ihr Kurzzeitgedächtnis verloren.
Also muss Sandler jeden Tag aufs Neue das Herz der Schönen entflammen - "Memento" meets "Groundhog Day", sozusagen.
Sean Astin soll den Bruder der vergesslichen Dame spielen. Dabei erwartet ihn eine besondere Herausforderung, denn im Film hat er einen Sprachfehler: Er lispelt.
Das Quartett wird übrigens durch Sandlers Kumpel Rob Schneider komplettiert, der den Hawaiianer Ula gibt, der beste Kumpel des Kavaliers in Nöten.
Und nachdem zunächst Wunschkandidat Jay Roach abgesagt hatte, ist jetzt auch ein Regisseur gefunden: Peter Segal, bisher mit "Die nackte Kanone 33 1/3" und "Familie Klumps und der verrückte Professor" erfolgreich, wird das Szepter schwingen. Er führte Adam Sandler auch schon durch die Psycho-Komödie "Die Wutprobe" (bei uns ab 8. Mai im Kino), in der Jack Nicholson als fieser Anti-Agressions-Trainer seinen Schützling in den Wahnsinn treibt.
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