Parasiteninfestierte Paranoia-Parabel, in der "The Breakfast Club" und "Die Körperfresser kommen" teenangst-gerecht ausgeschlachtet werden. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz34/z0234092/b150x150.jpg Faculty - Trau keinem Lehrer

Filmdetails

Faculty - Trau keinem Lehrer

Parasiteninfestierte Paranoia-Parabel, in der "The Breakfast Club" und "Die Körperfresser kommen" teenangst-gerecht ausgeschlachtet werden.


Faculty - Trau keinem Lehrer
Start: 22.04.1999

Originaltitel: The Faculty

Horror

USA 1998
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Jordana Brewster
Clea DuVall
Laura Harris

Regie: Robert Rodriguez
Verleih: Studiocanal

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Auf der Herrington Highschool übernehmen außerirdische Parasiten die Kontrolle über die Lehrer. Nach und nach werden auch Schüler dieser "Gehirnwäsche" unterzogen und von aufsässigen Individuen zu angepaßten Konformisten transformiert. Eine Kerngruppe von Überlebenden will das Mutteralien ausschalten, muß zuvor aber herausfinden, wer unter ihnen zum infiltrierenden Feind gehört.


Kritik

Faculty - Trau keinem Lehrer

Bekanntermaßen gilt vielen Jugendlichen die Schule als Sinnbild des Horrors schlechthin - ein generationenalter Umstand, der in dieser frech auskalkulierten Mixtur aus "The Breakfast Club - Der Frühstücksclub" und "Die Körperfresser kommen" in Form eines effektreichen SciFi-Horrorschocker nach allen Regeln der Schreckenskunst ausgeschlachtet wird. Das mit einigen subversiv-erheiternden Ideen gespickte Drehbuch (Drogenkonsum gerät zum Beispiel zur lebensrettenden Maßnahme) der Dimension-Films-Veröffentlichung wird der gut geölten Marketing-Maschine von Miramax (angeblich wurden 30 Mio. Dollar verwandt) zufolge werbestrategisch dem neuen Horror-Hohepriester Kevin Williamson zugeschrieben, der mit dem smarten Slasherhit "Scream - Schrei!" ein ganzes Genre wiederbelebte. Das Originalbuch von "The Faculty" geht jedoch auf das Konto von zwei weiteren Autoren, und das erklärt vielleicht, weshalb sich die Story trotz der erheblichen Rewrites von Williamson nicht ganz mit seinen vorangegangen Metzelmeisterwerken messen kann.

Parallelen zum bisherigen Erfolgskonzept lassen sich natürlich dennoch ohne weiteres entdecken. So setzt sich die jugendliche Besetzung vorwiegend aus weitgehend unbekannten Schauspielern zusammen, die sich ihre Meriten mit Ausnahme von Elijah Wood ("Deep Impact") weitgehend im Fernsehen verdient haben, diversen Horror-, Teentrouble- und Science-Fiction-Klassikern wird Hommage gezollt, ein paar clevere Referenzen zu zeitgenössicher Popkultur werden gezogen und ein suspensevolles Whodunnit entwickelt. Regisseur Robert Rodriguez, der sich mit "El Mariachi" und "Desperado" als enthusiastischer Actionspezialist empfahl und bereits mit "From Dusk Till Dawn" erfolgreich auf Splattergefilden wilderte, vernachlässigt hier ein wenig sein gewohnt halsbrecherisches Tempo, verläßt sich im Zweifel auch zu sehr auf die rettende Untermalung des auf die Zeilgruppe zugeschnittenen Soundtrack. So wird bereits die Anfangsszene auf dem Football-Feld dröhnend laut mit einem der zahlreichen Songs unterlegt und der Ton für die kommenden Ereignisse bestimmt, die sich erst in der zweiten Hälfte zu dem erhofft furiosen Splatterfest steigern.

Außerirdische Parasiten haben auf der Herrington Highschool im tiefen Mittleren Westen die Kontrolle über die Körper des Lehrkörpers übernommen. Nach und nach werden auch die Schüler der "Gehirnwäsche" unterzogen und so von aufsässigen Individuen zu angepaßten Konformisten transformiert. Zur Kerngruppe der Überlebenden, die in ihrer Verzweiflung ansetzen, das Mutter-Alien aufzufinden, auszuschalten und somit die gesamte Brut zu vernichten, gehören neben Wood als verpönter unsportlicher Musterschüler Casey, Jordana Brewster als bissige Cheerleaderin und Schulzeitungsredakteurin, Shawn Hatosky als Star-Footballer mit neuerwachten akademischen Ambitionen, Laura Harris als niedliche neue Schülerin, Josh Harnett als rebellisch-intelligenter Drogendealer Zeke und Clea DuVall als Punker-Pseudolesbe (und Ally Sheedy-Lookalike). Der Lehrkörper setzt sich u. a. aus Robert "T2" Patrick, Bebe Neuwirth, Bond-Girl Famke Janssen und Rodriguez-Stammschauspielerin Salma Hayek zusammen, die sich allesamt köstlich mit ihren Over-the-top-Performances zu amüsieren scheinen. Beim spezialeffektegeladenen Showdown kommt es schließlich zum amüsant übertriebenen Eklat mit dem "Aliens"-inspirierten Muttermonster.

Obwohl sich die Teen-Horrorwelle in Ermangelung hochqualitativen Nachschubs mittlerweile bereits wieder am Abschwellen befindet, konnte die für gerade einmal 23 Mio. Dollar realisierte parasiteninfestierte Paranoia-Parabel beim jugendlichen US-Publikum passabel Fuß fassen, ohne allerdings an die Überfliegererfolge der "Scream"-Filme anknüpfen zu können. Wer sich allerdings mit Haut und Haar dem Horror verschrieben hat, dürfte allemal seine Freude an dem augenzwinkernden Schocker haben. ara.

Faculty - Trau keinem Lehrer

Darsteller:  Jordana Brewster   als Delilah Proffit
  Clea DuVall   als Stokely
  Laura Harris   als Marybeth
  Josh Hartnett   als Zeke
  Shawn Hatosy   als Stan
  Salma Hayek   als Schwester Harper
  Famke Janssen   als Miss Burke
  Piper Laurie   als Mrs. Olson
  Christopher McDonald   als Caseys Vater
  Bebe Neuwirth   als Rektor Drake
  Robert Patrick   als Coach Willis
  Usher   als Gabe
  Jon Stewart   als Mr. Furlong
  Daniel von Bargen   als Mr. Tate
  Elijah Wood   als Casey
 
Regie:  Robert Rodriguez  
Drehbuch:  Kevin Williamson  
Produzent:  Elisabeth Avellán  
Ausf. Produzent:  Bob Weinstein  
  Harvey Weinstein  
Buchvorlage:  David Wechter  
  Bruce Kimmel  
Kamera:  Enrique Chediak  
Schnitt:  Robert Rodriguez  
Musik:  Marco Beltrami  
Produktionsdesign:  Cary White  
  Ed Vega  
Kostüme:  Michael T. Boyd  
Ton:  Phil Benson  

Star

Jordana Brewster

* 26.04.1980

Star

Clea DuVall

* 25.09.1977

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