Matt Dillon
Lili Taylor
Marisa Tomei
Regie: Bent Hamer
Verleih: Pandora
Henry "Hank" Chinaski (Matt Dillon) hat keine Lust, den Ansprüchen seiner Umwelt zu genügen. Statt in stumpfsinnigen Jobs zu versauern, hängt er lieber mit anderen Losern und Lebenskünstlern in der Bar herum und verewigt seine mitunter ganz schön bizarren Alltagsbeobachtungen in Kurzgeschichten, die ebenso regelmäßig von den Verlagen abgelehnt werden. Unterschlupf findet er bei Freundin Laura (Marisa Tomei) und deren Sugar Daddy, dem exzentrischen Künstler Pierre (Didier Flamand).
Gewagter Schritt von Hollywood-Beau Matt Dillon, in die nicht besonders attraktive Haut des trinkfesten Skandalliteraten Charles Bukowski bzw. dessen literarischen Alter Egos zu schlüpfen. Regie beim heiter-melancholischen Trip durch die Gosse führt der Norweger Bent Hamer ("Kitchen Stories").
Gelungene Verfilmung des Romans von Charles Bukowski über einen Mann, der beim Weg nach unten Frauen, Alkohol und Jobs verschleißt und nur im Schreiben Momente des Friedens findet.
Henry Chinaski (Matt Dillon) will sich nicht so recht in die Gesellschaft fügen. Er säuft wie ein Loch, verliert nicht nur deshalb selbst die schäbigsten Jobs und findet nur beim Niederschreiben seiner Erlebnisse kurze Momente des Glücks - auch wenn seine Geschichten regelmäßig von Verlagen abgelehnt werden.
Kurz lebt Chinaski mit der nicht minder dem Alkohol zugetanen Jan (Lili Taylor) zusammen, danach kommt er mit seinen wenigen Besitztümern bei Laura (Marisa Tomei) unter, die sich von einem exzentrischen Millionär aushalten lässt. Aufwärts geht es allerdings, als eine von Henrys Kurzgeschichten endlich akzeptiert wird.
Nach dem gleichnamigen Roman sowie diversen anderen Arbeiten des Kultschriftstellers Charles Bukowski entstand dieses liebevolle Porträt eines vermeintlichen Verlierers, der sich ziellos durchs Leben treiben lässt und von Matt Dillon einfach nur hinreißend gespielt wird.
Bent Hamer erzählt seine Ballade als eine Ansammlung von Vignetten, die teils komisch, teils bizarr und beunruhigend sind, aber in ihrer distanzierten Art doch immer eine Menschlichkeit erkennen lassen, die auch Bukowskis Werke selbst in ihren düstersten Momenten auszeichnet.
| Darsteller: | Matt Dillon | ||
|---|---|---|---|
| Lili Taylor | |||
| Marisa Tomei | |||
| Fisher Stevens | |||
| Didier Flammand | |||
| Adrienne Shelly | |||
| Karen Young | |||
| Tom Lyons | |||
| Regie: | Bent Hamer | ||
| Drehbuch: | Bent Hamer | ||
| Jim Stark | |||
| Produzent: | Jim Stark | ||
| Bent Hamer | |||
| Ausf. Produzent: | Christine K. Walker | ||
| Buchvorlage: | Charles Bukowski | ||
| Kamera: | John Christian Rosenlund | ||
| Schnitt: | Pål Gengenbach | ||
| Musik: | Kristin Asbjørnsen | ||
| Kostüme: | Tere Duncan | ||
| Ton: | John L. Sims Jr. | ||
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