Robert De Niro
Drew Barrymore
Kate Beckinsale
Regie: Kirk Jones
Verleih: Walt Disney
Nach dem Tod seiner Frau fehlt Frank der Mittelpunkt und seinen vier erwachsenen Kindern der Mensch, mit dem sie ihr Leben besprechen und teilen konnten. Um dieser Mensch für sie werden zu können, bricht Frank zu einem Road Trip inklusive Überraschungsbesuch auf. Zwei Töchter und einen Sohn trifft er an, doch sie verbergen, wie es wirklich um sie und um den abwesenden Bruder steht. Doch Frank durchschaut die Lügen, bleibt fest entschlossen, die Familie zu vereinen und den Kindern das Gefühl zu geben, dass alles wieder gut werden könnte.

Am Ende des warmherzigen Remakes eines Giuseppe-Tornatore-Films heißt es auf und vor der Leinwand: "Allen geht's gut".
1990 machte sich Marcello Mastroianni auf, um seinem über ganz Italien verstreuten Nachwuchs einen Überraschungsbesuch abzustatten. Seinen Spuren folgt nun Robert De Niro - als stiller, charakterlich korrekter Witwer in den Sechzigern ein Verwandter von Jack Nicholsons Warren "Schmidt", doch ohne dessen brummig-skurrilen Züge. Die Mitteilungen seiner erwachsenen Kinder auf dem Anrufbeantworter, die für das geplante gemeinsame Wochenende absagen, und die leisen Pianotöne in Dario Marianellis Score etablieren auf Anhieb Franks Status quo: absolute Einsamkeit. Um ihr zu entkommen und seine vier Kinder für die Weihnachtsfeiertage persönlich einzuladen, bricht der gesundheitlich angeschlagene Pensionär zu einem Bahn- und Bustrip nach New York, Denver und Las Vegas auf. Einen Sohn wird er nie erreichen, den anderen und seine beiden Töchter nur kurz und überdies schwer beschäftigt. Während er von einer Stadt zur anderen unterwegs ist, die Leitungen überregionaler Kommunikation draußen am Fenster vorbeiziehen, bleibt er davon ausgesperrt, hört man nur die Kinder miteinander telefonieren, erfährt von ihrer Hilflosigkeit im Umgang mit dem Vater und vom Schicksal des einen Sohns, den er nicht wiedersehen wird. Am Ende seiner Reise wird Frank bewusst werden, dass sich nicht alle Träume der Kinder, die manchmal auch die seinen waren, erfüllten, dass er viel gefordert und geredet, aber zuwenig zugehört hat, dass aber auch ein Lernprozess und Glück möglich sind, wenn der dampfende Truthahn und Weihnachten die Familie wieder zusammenführen.
In einer seiner besten Rollen seit Jahren, aber ohne wirklich gefordert zu werden, spielt De Niro diese Figur, die einmal nicht mit riesigen Defiziten aufgeladen, nicht unnahbar oder übertrieben dominant ist, sondern vor allem die verstorbene Frau als den eigenen Lebensmittelpunkt und als Kommunikationszentrale der Kinder ersetzen muss. Der von Kate Beckinsale, Sam Rockwell und Drew Barrymore dargestellte Nachwuchs ist nicht minder oberflächlich, aber vergleichbar sympathisch skizziert. Es sind Charaktere, die Instantidentifikation ohne Folgelasten ermöglichen. Mit leichter Hand von Kirk Jones ("Lang lebe Ned Devine!") adaptiert und inszeniert, streift dieses Remake vorwiegend süß und nur reduziert bitter durch das Leben, hält berechenbar Kurs auf sein familiäres Finale. Eine Wohlfühloase für Zuschauer, die in einer Zeit nicht nur meteorologischer Kälte schnelle Wärme suchen. kob.
| Darsteller: | Robert De Niro | als Frank Goode | |
|---|---|---|---|
| Drew Barrymore | als Rosie Goode | ||
| Kate Beckinsale | als Amy Goode | ||
| Sam Rockwell | als Robert Goode | ||
| Katherine Moennig | als Jilly | ||
| James Frain | als Tom | ||
| Melissa Leo | |||
| Regie: | Kirk Jones | ||
| Drehbuch: | Kirk Jones | ||
| Produzent: | Vittorio Cecchi Gori | ||
| Glynis Murray | |||
| Gianni Nunnari | |||
| Ted Field | |||
| Kamera: | Henry Braham | ||
| Schnitt: | Andrew Mondshein | ||
| Musik: | Dario Marianelli | ||
| Produktionsdesign: | Andrew Jackness | ||
| Casting: | Kerry Barden | ||
| Paul Schnee | |||
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