TV-Thrillerdrama um ein Vergewaltigungsopfer, das den Täter im Freundeskreis vermutet, ihn aber nicht identifizieren kann. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto02/11020491/b150x150.jpg Es war einer von uns

Filmdetails

Es war einer von uns

TV-Thrillerdrama um ein Vergewaltigungsopfer, das den Täter im Freundeskreis vermutet, ihn aber nicht identifizieren kann.


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Humor
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Kritik

Es war einer von uns

Ein Vergewaltigungsopfer sucht nach seinem Peiniger. Eher Psychogramm denn Kriminalthriller, packend und glaubwürdig mittels suggestiver Bildsprache umgesetzt.

Eine ausgelassene Party. Eine Geburtstagsfeier im Kreise bester Freunde. Hamburger Akademiker um die 40. Man trinkt, raucht, lacht... Mittendrin, gut gelaunt und auch schon etwas benebelt Single Johanna. Dann, die Nacht ist weit fortgeschritten, ist das Fest vorbei. Johanna will sich nicht heimfahren lassen, steigt lieber aufs Fahrrad. Leicht schwankend tritt sie in die Pedale... und wacht am nächsten Morgen verkatert in einem Gebüsch am Elbufer auf. Derangiert und vergewaltigt. Sie kann sich an nichts mehr erinnern, jemand hat ihr "K.o.-Tropfen" ins Glas geschüttet. Nur eins ist klar: "Es war einer von uns".

Nach dem stimmigen Buch von Astrid Ströher begibt sich Kai Wessel, 2003 für "Leben wäre schön" mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet, auf Tätersuche, zwischen Psychogramm und Thriller legt er seinen Film an. Die Polizei wird eingeschaltet, eine Kommissarin (effektiv: Johanna Gastdorf) übernimmt den Fall. Umsichtig, akribisch. Quälende Fragen stellt sie dem Opfer, das zusehends den Boden unter den Füßen verliert. Die Ermittlungen verlaufen im Nichts. "Sie müssen lernen, damit zu leben", sagt die Polizistin. Johanna, erschreckend eindringlich gespielt von Johanna Simon ("Kongo") will das aber nicht.

Sie will den Täter entlarven, ihr seelisches Gleichgewicht wieder erlangen. Ein Detektiv wird engagiert. Die Alibis der möglichen Täter werden überprüft. Kann es Björn (gewohnt souverän: Devid Striesow), der Mann von Johannas Freundin Leonie (Anja Kling), gewesen sein? Schau er nicht immer so komisch durch seine Brille? Außerdem lügt er. Warum? Die Fotos der Verdächtigen werden an die Wand gepinnt. US-Filmmomente, wie bei den "CSI"-Profilern. Ein wenig muss man an Jodie Foster und "Angeklagt" denken.

Dabei verschiebt sich der Fokus ganz unmerklich. Die Tätersuche rückt in den Hintergrund, das Interesse richtet sich aufs Opfer. Hautnah gehen Regisseur Wessel und sein vorzüglicher Kameramann Klaus Eichhammer an ihre Heldin heran. Die Bildsprache ist suggestiv, wird Johanna zerbrechen, bringt sie der neue Freund (verständnisvoll: Adam Bousdoukos) ins Leben zurück? Hier stimmt alles: die Psychologie, die Ästhetik, die Musik, die Auflösung. Clever wird der Täter entlarvt, wieder auf einer Fete, mit Mitteln, die nur im digitalen Zeitalter möglich sind. Ohne echtes Happy End. Überzeugend. Wie der ganze Film. geh.

Es war einer von uns

Darsteller:  Maria Simon   als Johanna Schröder
  Anja Kling   als Leonie Grothe
  Devid Striesow   als Björn Reichsmann
  Patrick Heyn   als Philipp Reichsmann
  Adam Bousdoukos   als Yanis
  Hans-Jochen Wagner   als Henning Uhland
  Johanna Gastdorf   als Kommissarin Ute Burckhart
  Kathrin Wehlisch   als Kathrin Reichsmann
  Helene Grass   als Miriam
  Maren Kroymann   als Sabine Schröder
  Gerhard Garbers   als Werner Schröder
  Rainer Sellien   als Privatdetektiv Matthias Christburger
  Gitta Schweighöfer   als Anwältin Albers
  Theresa Berlage   als Therapeutin Vera Winkler
  Andy Gätjen   als Klaus Thäsler
  Christoph Jacobi   als Elmar
  Ayse Bosse   als Antje
 
Regie:  Kai Wessel  
Drehbuch:  Astrid Ströher  
Produzent:  Dr. Lisa Blumenberg  
Kamera:  Klaus Eichhammer  
Schnitt:  Tina Freitag  
Musik:  Martin Todsharow  
Produktionsdesign:  Thomas Freudenthal  
Kostüme:  Susanne Witt  
Maske:  Barbara Kreuzer  
Ton:  Gunther Hahn  
Casting:  Simone Bär  

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