Zum Abschluss seiner "Trilogie des Lebens" präsentiert Pasolini erotische Geschichten aus 1001 Nacht. http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz49/z0949512/b150x150.jpg Erotische Geschichten aus 1001 Nacht

Filmdetails

Erotische Geschichten aus 1001 Nacht

Zum Abschluss seiner "Trilogie des Lebens" präsentiert Pasolini erotische Geschichten aus 1001 Nacht.
Start: 29.08.1974


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Inhalt

Von ihr als ihr Herr ausgewählt, verliebt sich der junge Nur-e-Din in seine Sklavin Zumurrud, die kurz darauf entführt wird. Nur-e-Din begibt sich auf die Suche nach Zumurrud, die ihren Häschern entfliehen konnte und Königin in einem entfernten Königreich wurde. Nur-e-Dins Suche wird unterbrochen von den Erzählungen anderer Reisender, die von einem Mann berichten, der sich am Tag seiner Hochzeit in eine mysteriöse Unbekannte verliebt, einem verarmten Prinzen, der eine Frau von einem Dämonen befreien will, und einem Prinzen, der auf einer Insel einen Jungen ermordet.


Kritik

Nach dem von der Kritik eher negativ aufgenommenen zweiten Teil seiner "Trilogie des Lebens", "Pasolinis tolldreiste Geschichten", wandte sich Pier Paolo Pasolini zum Abschluss der Trilogie der orientalischen Märchensammlung "Tausendundeine Nacht" zu und präsentiert ausgewählte erotische Geschichten daraus. Unter Verzicht auf seine übliche Kritik an Staat und Kirche bietet Pasolini hier ein opulentes Filmvergnügen, das durch die Drehs an exotischen Orten (Äthiopien, Jemen, Nepal, Iran) zusätzlich an Reiz gewinnt. Für den Film wurde Pasolini bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.

Erotische Geschichten aus 1001 Nacht

Darsteller:  Franco Citti   als der Geist
  Ninetto Davoli   als Aziz
  Teresa Bouche   als Aziza
  Franco Merli   als Nur-er-din
  Ines Pellegrini   als Zummurud
 
Regie:  Pier Paolo Pasolini  
Drehbuch:  Pier Paolo Pasolini  
  Dacia Maraini  
Produzent:  Alberto Grimaldi  
Kamera:  Giuseppe Ruzzolini  
Schnitt:  Nino Baragli  
  Tatiana Casini Morigi  
Musik:  Ennio Morricone  

Anakin im Mittelalter

Demnächst stellt er sein Lichtschwert in den Dienst der dunklen Seite der Macht. Doch danach lustwandelt der Jungmime unter edlen Damen in den Gärten eines toskanischen Landsitzes - und vertraut der Kraft des Wortes.

Großansicht Freut sich schon auf die Toskana: Hayden "Anakin" Christensen (Foto: Kurt Krieger)

Freut sich schon auf die Toskana: Hayden "Anakin" Christensen (Foto: Kurt Krieger)

Der Kontrast könnte für Hayden Christensen kaum größer sein. Denn Anakin Skywalker reist aus dem großen SciFi-Universum des George Lucas direkt in die italienische Renaissance. Schon im April wird Christensen in Rom und in der Toskana für eine Neuverfilmung der klassischen Novellensammlung "Dekameron" von Giovanni Boccaccio vor der Kamera stehen.

Christensen spielt Lorenzo, einen von drei Edelmännern aus Florenz. Die Freunde treffen sich im Jahr 1348, als in der toskanischen Stadt die Pest wütet, zufällig mit sieben Damen in einer Kirche. Gemeinsam beschließt man, dem Schrecken der Epidemie zu entfliehen und auf einem Landgut allerlei Lustbarkeiten zu frönen. Im Schatten von Pinien und Zypressen erzählt sich die Gesellschaft an zehn aufeinanderfolgenden Tagen je zehn unglaubliche Geschichten - oft von ziemlich schlüpfriger Natur.

Frivolitäten à la Renaissance

Hinter dem Projekt steht Produzentenlegende Dino De Laurentiis ("Hannibal"), der mit Hauptdarstellerin Mischa Barton ("The Sixth Sense") und Regisseur David Leland ("Band of Brothers") ansonsten auf eher unbekannte Namen setzt.

Dafür ist der Stoff ein echter Dauerbrenner. Das "Dekameron" inspirierte schon Shakespeare, viele Geschichten finden sich an anderen Stellen der Weltliteratur wieder, wie zum Beispiel die Ringparabel in Lessings "Nathan, der Weise".

Berühmt wurde das das "Zehn Tagewerk" - so die Übersetzung des aus dem Griechischen abgeleiteten Titels - aber vor allem für seine Frivolität. Zudem spielen in den schlüpfrigsten Momenten der Sammlung meist Geistliche die Hauptrolle, so dass das "Dekameron" prompt auf dem Index landete und der Autor sich den Beinamen "Boccaccio", also "das Schandmaul", verdiente.

Das Motiv der losen Geschichtensammlung hatte der Dichter natürlich aus dem Orient geklaut, wie auch viele der enthaltenen Episoden. Das war auch ein Grund, warum schon Regie-Altmeister Pier Paolo Pasolini nicht nur das "Decameron" verfilmte, sondern ihn später auch mit "Pasolinis tolldreiste Geschichten" und "Erotische Geschichten aus 1001 Nacht" zur sogenannten "Trilogie des Lebens" fügte.

Die Latte liegt also ziemlich hoch für den kleinen "Anny".

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