Amüsante Farce nach Oscar Wilde um zwei Freunde, die mit fiktiven Zweitidentitäten in der Liebe Verwirrung stiften. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz30/z0230514/b150x150.jpg Ernst sein ist alles

Filmdetails

Ernst sein ist alles

Amüsante Farce nach Oscar Wilde um zwei Freunde, die mit fiktiven Zweitidentitäten in der Liebe Verwirrung stiften.


Ernst sein ist alles
Start: 12.09.2002

Originaltitel: The Importance of Being Earnest

Komödie

USA/Großbritannien 2002
Laufzeit: 94 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Rupert Everett
Colin Firth
Reese Witherspoon

Regie: Oliver Parker
Verleih: Concorde

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Inhalt

England gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die beiden Freunde Algernon "Algy" Moncrieff (Rupert Everett aus "Die Hochzeit meines besten Freundes") und John "Jack" Worthing (Colin Firth aus "Bridget Jones") benutzen zur Verschleierung ihrer diversen Eskapaden das gleiche Pseudonym: Ernst. Als sich beide in honorige Damen der Gesellschaft verlieben, welche die Herren jeweils nur als Ernst kennen, mündet die Posse in ausgedehnte Irrungen & Wirrungen.

Runde 100 Jahre und eine Verfilmung aus den 50ern hat Oscar Wildes ironischer Reigen bereits hinter sich. Nun polierte Wilde-Experte Oliver Parker ("Ein perfekter Ehemann") eines der populärsten Stücke des Meisters für die Neuzeit auf.


Kritik

Rupert Everett erweist sich in der ultrakomischen Oscar-Wilde-Adaption als echter Dampfplauderer.

Jack (Firth) und Algy (Everett) genießen das lockere Leben

Jack (Firth) und Algy (Everett) genießen das lockere Leben

Ein guter Name ist die schönste "Mitgift", sagt eine Volksweisheit. Zu den Zeiten Oscar Wildes, im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts, waren Visitenkarten alles.

Grund genug für den rebellischen Dichter, den Namenskult zum Anlass zu nehmen für seine wohl erfolgreichste Komödie, in der der Name "Ernst" hinter- und doppelsinnig heillose Verwirrung stiftet - und großes Vergnügen.

Der reiche Jack Worthing (Colin Firth) soll sich eigentlich um seine Nichte Cecily (Reese Witherspoon) kümmern. Lieber aber reist er unter dem Vorwand nach London, seinen Bruder "Ernst" besuchen zu müssen. Den Bruder gibt es nicht, wohl aber "Ernst" als Jacks Großstadt-Deckname.

So zieht er mit seinem notorisch klammen Freund Algy (Rupert Everett, "Die Hochzeit meines besten Freundes") durchs Nachtleben und macht dessen Cousine Gwendolen (Frances O'Connor) den Hof. Bei ihr erzeugt der Name "Ernst" "Vibrationen". Bei ihrer Mutter Lady Bracknell (Judi Dench) nur Aversionen.

Um Algy ist es geschehen: Er hat sich in Jacks Nichte Cecily verliebt

Um Algy ist es geschehen: Er hat sich in Jacks Nichte Cecily verliebt

Derweil stellt sich Hochstapler Algy gern als Bruder "Ernst" vor und macht sich obendrein an die schöne Cecily heran. Schließlich treffen alle auf Jacks Landgut zusammen...

Spitzzüngige Wortgefechte, pointierte Dialoge und ein brillantes Timing: Man merkt jeder Szene an, dass der Oscar-Wilde-Enthusiast Oliver Parker ("Ein perfekter Ehemann") am Werk war. Die Besetzung ist exzellent, der Reigen um vertauschte Identitäten liebenswert-komisch bis zur Auflösung. Ein Kinovergnügen der Oberklasse!

Ernst sein ist alles

Darsteller:  Rupert Everett   als Algernon Moncrieff
  Colin Firth   als Jack Worthing
  Reese Witherspoon   als Cecily Cardew
  Dame Judi Dench   als Lady Bracknell
  Frances O'Connor   als Gwedolen Fairfax
  Tom Wilkinson   als Dr. Chasuble
  Anna Massey   als Miss Prism
  Edward Fox   als Lane
  Charles Kay   als Gribsby
 
Regie:  Oliver Parker  
Drehbuch:  Oliver Parker  
Produzent:  Barnaby Thompson  
Koproduzent:  David Brown  
Ausf. Produzent:  Uri Fruchtmann  
Buchvorlage:  Oscar Wilde  
Kamera:  Tony Pierce-Roberts  
Schnitt:  Guy Bensley  
Musik:  Charlie Mole  
Produktionsdesign:  Luciana Arrighi  
  Paul Ghirardani  
Kostüme:  Maurizio Millenotti  
Ton:  John Midgley  
Casting:  Celestia Fox  

Tom Wilkinson auf dreifachem Indi-Trip

Erhielt eine Oscar-Nominierung für "In the Bedroom": Tom Wilkinson

Erhielt eine Oscar-Nominierung für "In the Bedroom": Tom Wilkinson

Nicht umsonst wurde Tom Wilkinson für seine Rolle in "In the Bedroom" für den Oscar nominiert - der Mann zählt zu den größten Schauspielern auf der Insel.

Auch sein komödiantisches Talent hat der Brite in "Ritter Jamal - Eine schwarze Komödie" oder in "Ganz oder gar nicht" eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Jetzt zieht es ihn wieder "Back to the Roots". Der Star aus "Ernst sein ist alles" wird demnächst in drei Independent Filmen mitwirken:

in Gillian Armstrongs "Seventh Heaven", in "Living and Breathing" von den Filmemachern Keith Fulton und Louis Pepe ("Lost in La Mancha") und auch in Regisseur Peter Webers Drama "Girl With a Pearl Earring", in dem auch Colin Firth and Scarlett Johansson zu sehen sein werden.

Wilkinson spielt den reichen Van Ruijven, der dem Maler Vermeer alias Colin Firth Geld zur Verfügung stellt. Dieser findet in einer Hausmagd, dargestellt von Johansson, das geeignete Model für ein Bild, das später als eines der berühmtesten Vermeer-Gemälde in die Geschichte eingehen wird: "Girl with a Pearl Earring".

Star

Rupert Everett

In Europa bereits mit Literaturverfilmungen und Beiträgen für das New British Cinema bekannt, war es die "Jane Bond", der schwule beste...

Star

Colin Firth

Englands Mann für alle Jahreszeiten, Kostüme und Leidenschaften - der Brite Colin Firth ist mit zwei Rollen zu einem kulturellen Markenzeichen...

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