Originaltitel: Eragon
USA 2006
Ed Speleers
Jeremy Irons
Sienna Guillory
Regie: Stefen Fangmeier
Verleih: Fox
Der 15-jährige Eragon aus Carvahall (Ed Speleers), ein mittelloser Bauernjunge, findet im unwegsamen Bergwald einen blau leuchtenden Stein. Die Elfe Arya (Sienna Guillory) hatte ihn dort in höchster Not versteckt: Denn er ist ein Drachenei, aus dem die Echse Saphira schlüpft. Doch in einem Reich, wo Drachen das unterdrückte Volk befreiten, duldet der Gewaltherrscher Galbatorix (John Malkovich) keinen Widerstand. Er entsendet seine Armeen und tötet Eragons Familie. Mit dem weisen Erzähler Brom (Jeremy Irons) flüchtet Eragon und erlernt die Magie des Drachenreitens.
Fantasy-Abenteuer vor traumhaft schöner Naturkulisse, wo sich die Dimensionen von "Herr der Ringe" und der Esprit von "Harry Potter" zum ersten Kapitel einer Trilogie von Schlachten, Kreaturen und Zauberei verbinden.
Neuer Höhepunkt für alle Fantasy-Fans: Dank atemberaubender Effekte und einer begeisternden Geschichte ist das Familienabenteuer der Blockbuster dieses Weihnachtsfests.
Was wäre Weihnachten ohne ein großes Fantasy-Abenteuer? In früheren Jahren war es "Der Herr der Ringe", danach kam "Narnia" und jetzt beginnt mit "Eragon" eine spannende Fantasy-Geschichte, die es locker mit ihren Vorgängern aufnehmen kann. Die Buchvorlage von Christopher Paolini ist mittlerweile Kult.
Mit sage und schreibe 15 Jahren verfasste der Amerikaner die Geschichte eines Jungen in einem Zauberreich voller Elfen, Zwerge und Monster, der ein Drachenei findet und dadurch zum Retter seiner Welt avanciert.
Zusammen mit seiner treuen Gefährtin, dem Drachen Saphira, nimmt er den Kampf gegen einen grausamen Herrscher auf. Das ist natürlich idealer Stoff für großes Hollywood-Entertainment, und Regisseur Stefen Fangmeier setzte die packende Handlung kongenial in grandiose Bilder um. Dass "Eragon" auch visuell zu einem Fest werden würde, war freilich zu erwarten.
Denn Fangmeier, der als Deutscher in Hollywood die Tradition eines Wolfgang Petersen und Roland Emmerich fortsetzt, ist einer der gefragtesten Effektspezialisten der Branche. Seine Palette umfasst Werke wie "Lemony Snicket", "Master and Commander" oder "Der Sturm". Daher zählen natürlich die Drachen-Sequenzen zu den absoluten Highlights des Films.
Doch Fangmeier verlässt sich nicht nur auf atemberaubende Computerkreationen, auch sein menschliches Personal kann sich sehen lassen - allen voran Kultstar John Malkovich als Tyrann Galbatorix und Oscar-Preisträger Jeremy Irons als Eragons Lehrer Brom. "Nachts habe ich davon geträumt und beim Aufstehen musste ich sofort weiterlesen", jubelte der Rezensent der "New York Times" über den Roman. Der Film wird sicher ähnliche Suchtwirkung erzeugen.
Die gute Nachricht: Es gibt bereits ein zweites Buch; ein drittes ist in Planung. Die schlechte: Der Dreh zur Fortsetzung hat noch nicht begonnen.
| Darsteller: | Ed Speleers | als Eragon | |
|---|---|---|---|
| Jeremy Irons | als Brom | ||
| Sienna Guillory | als Arya | ||
| Robert Carlyle | als Durza | ||
| John Malkovich | als König Galbatorix | ||
| Garrett Hedlund | als Murtagh | ||
| Alun Armstrong | als Onkel Garrow | ||
| Christopher Egan | als Roran | ||
| Gary Lewis | als König Hrothgar | ||
| Djimon Hounsou | als Ajihad | ||
| Rachel Weisz | als Saphiras Stimme | ||
| Regie: | Stefen Fangmeier | ||
| Drehbuch: | Peter Buchman | ||
| Produzent: | John Davis | ||
| Wyck Godfrey | |||
| Ausf. Produzent: | Gil Netter | ||
| Chris Symes | |||
| Buchvorlage: | Christopher Paolini | ||
| Kamera: | Hugh Johnson | ||
| Schnitt: | Roger Barton | ||
| Musik: | Patrick Doyle | ||
| Produktionsdesign: | Wolf Kroeger | ||
| Kostüme: | Kym Barrett | ||
Von Feen, Elfen, Zentauren und anderen fantastischen Wesen. Über Filme die sind, die waren und die noch kommen werden.
"Der Herr der Ringe" hat es vorgemacht: Alle drei Folgen der erfolgreichen Trilogie wurden zur Weihnachtszeit veröffentlicht und zogen das Kinopublikum in die Kinosäle. Mit der überaus erfolgreichen Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Romanen war klar: Fantasyfilme stehen ganz oben auf der Wunschliste des Publikums.
Doch läuteten "Die Gefährten" nicht alleine die neue Fantasy-Ära ein. Im selben Jahr kam auch das erste "Harry Potter"-Abenteuer in die deutschen Kinos und begeisterte die kleinen und großen Kinder. Vielleicht war aber auch gerade 2001 das Jahr - nach den Anschlägen in Amerika - in dem die Welt wieder mehr Fantasie brauchte. Auch die Fortsetzungen, in mehr oder minder regelmäßigen Abständen, sollten die Fans scharenweise ins Kino locken.
Während "Herr der Ringe" von 2001 bis 2003 jedes Jahr zur Weihnachtszeit die Geschichte des Rings weitererzählte, ließ sich der Zauberlehrling manchmal etwas mehr Zeit und verlegte schließlich 2005 mit "Harry Potter und der Feuerkelch" seinen Filmstart in den Sommer. Die Gründe sind unbekannt - dem Erfolg hat es aber nicht geschadet und auch der fünfte Teil startet am 12. Juli im Hochsommer.
Doch grundsätzlich nützen Fantasyfilme die Stimmung der Weihnachtszeit aus und legen ihre Kinostarttermine in die besinnliche Zeit. So kämpfte Löwe Aslan an der Seite der vier Pevensie-Kinder im Dezember 2005 um C.S. Lewis' "Narnia" und Drache Saphira flog mit "Eragon" im Dezember 2006 in die Kinos - beide Abenteuer waren ebenfalls Romanverfilmungen. Die Arbeiten an einer Fortsetzung von Narnia mit "Prinz Kaspian" haben bereits begonnen. Auch soll Christopher Paolinis "Eragon 2" seinen Weg auf die Kinoleinwand finden, allerdings gibt es dafür noch keinen Starttermin.
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