Originaltitel: Derailed
USA 2005
Vincent Cassel
Clive Owen
Jennifer Aniston
Regie: Mikael Håfström
Verleih: Buena Vista
Mehr schlecht als recht leben Charles und Deanne Schine (Clive Owen und Melissa George) eigentlich nur noch deshalb wie richtige Eheleute nebeneinander her, um der gemeinsamen, schwerkranken Tochter nicht das Herz zu brechen. Als Charles ein wenig erotische Ablenkung sucht und bei der geheimnisumwitterten Lucinda (Jennifer Aniston) auch findet, erscheint plötzlich ein Gangster auf der Bildfläche, vergewaltigt Lucinda und weicht dem entsetzten Charles von nun an nicht mehr von der Pelle.
Bilderbuch-Unhold Vincent Cassel stiehlt die Show als charismatischer Wüstling im Noir-Thriller und Hollywood-Debüt des Schweden Mikael Hafström ("Evil") frei nach einem Bestseller von James Siegel.
Prickelnd und gefährlich: Jennifer Aniston und Clive Owen verrennen sich in eine verhängnisvolle Affäre.
Horror statt Lust und Liebesspiel. Die "Ehebrecher" Clive Owen und Jennifer Aniston gehen durch die Hölle (Foto: Buena Vista)
Schicksal oder Zufall? Ein verpasster Zug und die fatalen Folgen: Der nette Werbemanager Charles Schine (Clive Owen) fährt immer um Punkt 8:43 zur Arbeit nach Chicago. Heute ist er spät und nimmt den nächsten Zug, trifft auf die charmante Finanzberaterin Lucinda (Jennifer Aniston) mit Magnetwirkung.
Sie sind verheiratet, nur nicht miteinander. Was sie nicht hindert, sich mal mittags zum Essen, dann beim After-Work-Cocktail zu treffen. Das Flirtbarometer steigt und bald landen sie im Hotelbett. Doch das traute tête-à-tête wird abrupt durch einen brutalen Gangster unterbrochen, der erst den Mann zu Boden schlägt und dann die Frau vergewaltigt. Auftakt zu einem Alptraum.
Charles wird erpresst und Lucinda weigert sich, zur Polizei zu gehen, aus Angst, dass ihr Gatte ihr die Tochter wegnimmt. Die Situation eskaliert, das Leben des sonst so untadeligen Familienvaters "entgleist", gerät aus den Fugen. Irgendwann schleicht sich der unverfrorene Ganove gar in sein trautes Heim. Bevor ihn der Sog von Gewalt und Kriminalität verschlingt, handelt das in die Enge getriebene Opfer und setzt in seiner Verzweiflung alles auf eine Karte.
Jennifer Aniston und Clive Owen sind in diese verhängnisvolle Affäre verstrickt, wissen nicht, wie sie dem Teufelskreis mit total überraschendem Ende entkommen können. Nichts ist, wie es scheint. Durch diese heiße Mischung aus Lovestory und Psychothriller, Film Noir und Pulp Fiction tobt ein total entfesselter Vincent Cassel als Fiesling mit Kult-Potenzial. Fazit: Traue keinem, und schon gar keiner Femme fatale!
| Darsteller: | Vincent Cassel | als Philippe Laroche | |
|---|---|---|---|
| Clive Owen | als Charles Schine | ||
| Jennifer Aniston | als Lucinda Harris | ||
| Addison Timlin | als Amy Schine | ||
| Melissa George | als Deanna Schine | ||
| Sandra Bee | als Zugbegleiterin | ||
| RZA | als Winston Boyko | ||
| William Armstrong | als Buchhalter | ||
| Tom Conti | als Elliot Firth | ||
| Susan Davis | als Rachel Blake | ||
| Richard Leaf | als Nachtportier Ray | ||
| Xzibit | als Dexter | ||
| Giancarlo Esposito | als Detektiv Church | ||
| David Morrissey | als Sam | ||
| Regie: | Mikael Håfström | ||
| Drehbuch: | Stuart Beattie | ||
| Produzent: | Lorenzo di Bonaventura | ||
| Ausf. Produzent: | Harvey Weinstein | ||
| Bob Weinstein | |||
| Jonathan Gordon | |||
| Buchvorlage: | James Siegel | ||
| Kamera: | Peter Biziou | ||
| Schnitt: | Peter Boyle | ||
| Musik: | Edward Shearmur | ||
| Produktionsdesign: | Andrew Laws | ||
| Kostüme: | Natalie Ward | ||
| Casting: | Avy Kaufman | ||
| Carrie Hilton | |||
"They never come back - Sie kommen niemals zurück!"
Das sagt man über entthronte Boxweltmeister. Und ebenso scheint dieses Sprichwort auch für Autoren und Schriftsteller in Hollywood zu gelten. Eine gewisse Zeit sind sie das neue heiße Ding, deren Stoffe eher heute als morgen verfilmt werden müssen, dann ist der Run auch schon wieder vorbei.
Raymond Chandler, John Le Carré und Tom Clancy sind im Grunde keine wirklichen Ausnahmen, denn ihr literarisches Schaffen ist zeitlos, einen Hype gab es um sie nie so richtig. Zumindest nicht in dem Ausmaß wie um Nick Hornby, Helen Fielding oder Joanne K. Rowling. Sie waren immer solide, ganz nach dem Motto: Immer verfilmbar, hat aber auch morgen noch Zeit.
Eine echte Ausnahme dagegen ist Stephen King. Seit der ersten Romanadaption, "Carrie - Des Satans jüngste Tochter" stürzten sich die Hollywood-Produzenten förmlich auf alle nur zu ergatternden Filmrechte, die der stille und zurückgezogen lebende Horrorschriftsteller veräußerte.
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