Originaltitel: Enigma
Großbritannien/USA 2001
Dougray Scott
Kate Winslet
Saffron Burrows
Regie: Michael Apted
Verleih: Senator
Code-Knacker Tom Jericho kehrt im März 1943, nachdem er wegen eines Nervenzusammenbruchs beurlaubt wurde, zu seinem Posten bei der britischen Spionageabwehr zurück. Dort muss Jericho innerhalb weniger Tage den neuen Code der deutschen U-Boote knacken. Außerdem wird seine verschwundene Geliebte Claire verdächtigt, eine deutsche Agentin zu sein. Dies ruft deren Freundin Hester auf den Plan.

Ganz in der Tradition von Hitchcocks frühen, noch in Großbritannien entstandenen Suspense-Klassikern erzählt Regisseur Michael Apted eine spannende Spionagegeschichte, die einmal mehr um die titelgebende deutsche Chiffriermaschine Enigma kreist. Mit britischen Schauspielern wie Kate Winslet, Dougray Scott und Jeremy Northam vorzüglich besetzt, stimmig in der Milieuzeichnung und stringent in der Story zielt dieser verzwickte Thriller auf ein anspruchsvolleres Publikum, dem intelligente Unterhaltung mehr Wert ist als bloße Action.
Enigma zum Dritten: Nach Jonathan Mostows effektgeladenem U-Boot-Spektakel "U-571" und Stefan Ruzowitzkys Transvestiten-Spaß "Die Männer Ihrer Majestät" hat sich nun auch Regie-Veteran Michael Apted ("Gorky Park", "Die Welt ist nicht genug") der berühmt-berüchtigten deutschen Chiffriermaschine angenommen. Basierend auf Robert Harris' gleichnamigem Bestseller, den der renommierte Bühnenautor und Oscar-Preisträger Tom Stoppard ("Shakespeare in Love", "Rosenkranz und Güldenstern") überaus sorgfältig, mit einigen kleinen Änderungen, adaptierte, stellt der britische Filmemacher den genialen Code-Knacker Tom Jericho - gekonnt gegen den Strich besetzt: Dougray Scott aus "M:I-2" - in den Mittelpunkt seiner Handlung. Dieser kehrt im März 1943, nachdem er wegen eines Nervenzusammenbruchs beurlaubt wurde, ins nördlich von London gelegene Bletchley Park zurück. Dort, im Zentrum der britischen Spionageabwehr, werden Jerichos Fähigkeiten dringend gebraucht, weil die Nazis plötzlich ihren U-Boot-Code geändert haben. Sollte es nicht innerhalb weniger Tage gelingen, diesen neuen Code zu knacken, wäre ein lebenswichtiger Nachschubkonvoi der Alliierten auf dem Nordatlantik schutzlos den Angriffen der deutschen Unterwasserflotte ausgeliefert.
Verzwickt wie das Code-Knacken selbst, legen Apted und Stoppard ihren intelligenten Mix aus Romanze und Spionage-Thriller an. So verweigern sie sich einer linearen Geschichte und präsentieren ihre Story in einer verschachtelten, höchste Aufmerksamkeit fordernden Rückblendentechnik. Während auf der einen Erzählebene die Zeit den verschrobenen Kryptoanalytikern der Baracke 8 - hier wird fieberhaft an der Dechiffrierung gearbeitet - förmlich davonläuft, erfährt der Zuseher auf der anderen den Grund von Jerichos Kollaps. Der heißt Claire Romilly - als femme fatale etwas blass: Saffron Burrows -, war früher die Geliebte des brillanten Mathematikers und ist nun scheinbar spurlos verschwunden. Und als wäre das nicht schlimm genug, wird die Frau auch noch verdächtigt, eine deutsche Agentin zu sein. Dies wiederum ruft die ebenfalls in Bletchley Park stationierte Hester Wallace - bebrillt, pummelig und überaus liebenswert: Kate Winslet - auf den Plan, die einst die Wohnung mit Claire teilte und nun auch nichts dagegen hätte, selbige (und mehr) mit Jericho zu teilen.
Den frühen Filmen Alfred Hitchcocks, etwa "Eine Dame verschwindet" oder "Die 39 Stufen", verpflichtet, kommt "Enigma" mit einem Minimum an physischer Action aus. Da wirkt die (eigentlich überflüssige) kurze Torpedo-Sequenz auf hoher See eher störend und aufgesetzt, während es dagegen wirklich spannend ist, dem gut harmonierenden Helden-Duo Winslet/Scott bei dessen gefährlichen Schnüffeleien zuzusehen. Und da, wieder laut Altmeister Hitchcock, ein Film nur so gut sein kann wie sein Bösewicht, kann Jeremy Northams süffisantes Spiel als zwielichtiger Agent Wigram nicht hoch genug eingeschätzt werden.
In allen handwerklichen Belangen makellos umgesetzt, gebührt dem Szenenbildner John Beards ("Die letzte Versuchung Christi") ein spezielles Lob, hat er es doch geschafft, die mythenumwobene "Denkfabrik" Bletchley Park überaus plastisch auf der Leinwand wieder zum Leben zu erwecken. Michael Apted, bekanntermaßen ein begnadeter Dokumentarfilmer, ist es wiederum zu verdanken, dass sich hier Fakten und Fiktion wunderbar mischen - wohl nicht nur zur Freude eines anspruchsvollen Thrillerpblikums, sondern auch des Produzenten Mick Jagger, der hier mit seiner Firma Jagged Film seine erste Kinoproduktion vorlegt. geh.
| Darsteller: | Dougray Scott | als Tom Jericho | |
|---|---|---|---|
| Kate Winslet | als Hester Wallace | ||
| Saffron Burrows | als Claire Romilly | ||
| Jeremy Northam | als Wigram | ||
| Nikolaj Coster-Waldau | als Puck | ||
| Tom Hollander | als Logie | ||
| Donald Sumpter | als Leveret | ||
| Matthew Macfadyen | als Cave | ||
| Richard Leaf | als Baxter | ||
| Ian Felce | als Proudfoot | ||
| Bohdan Poraj | als Pinker | ||
| Paul Rattray | als Kingcome | ||
| Richard Katz | als De Brooke | ||
| Corin Redgrave | als Admiral Trowbridge | ||
| Robert Pugh | als Skynner | ||
| Mary MacLeod | als Mrs. Armstrong | ||
| Thomas Fisher | als Upjohn | ||
| Nicholas Rowe | als Villiers | ||
| Angus MacInnes | als Commander Hammerbeck | ||
| Edward Hardwicke | als Heaviside | ||
| Regie: | Michael Apted | ||
| Drehbuch: | Tom Stoppard | ||
| Produzent: | Lorne Michaels | ||
| Mick Jagger | |||
| Koproduzent: | David Brown | ||
| Ausf. Produzent: | Victoria Pearman | ||
| Guy East | |||
| Nigel Sinclair | |||
| Hanno Huth | |||
| Michael White | |||
| Buchvorlage: | Robert Harris | ||
| Kamera: | Seamus McGarvey | ||
| Schnitt: | Rick Shaine | ||
| Musik: | John Barry | ||
| Produktionsdesign: | John Beard | ||
| Rod McLean | |||
| Stuart Rose | |||
| Kostüme: | Shirley Russell | ||
| Ton: | John Midgley | ||
Auf seine alten Tage wird Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger noch einmal so richtig umtriebig! Die betagten Bandkollegen scheucht er von einer Tour zur nächsten, mit der Schauspielerei hat er es in "The Man From Elysian Fields" auch noch einmal versucht und bei "Enigma - Das Geheimnis" schwang er sich sogar in den Produzentensessel. Zudem geistern nach wie vor seine Party-Exzesse, Affären und die eine oder andere Vaterschaftsklage durch die Schlagzeilen.
Doch gerade diese Eskapaden scheinen ihm momentan schwer im Magen zu liegen. Denn Jagger will endlich zu Kollegen wie Paul McCartney aufschließen. Und dazu fehlt ihm eigentlich nur der Ritterschlag. Doch den verweigert ihm die Queen seit geraumer Zeit, ist sie doch ob seines unsteten Lebenswandels absolut "not amused". Schließlich ist ein Schürzen jagender und keine Party auslassender "Sir Mick" ein eher schlechter Repräsentant des Empires.
Um genau dieses Image zu ändern heuerte Mick Jagger nun den Public-Relations-Spezialisten David Rigg an, der als Spin Doctor bereits zahlreichen Politikern und Promis den letzten, öffentlichkeitswirksamen Schliff verpasste. Erste Maßnahmen: Jagger bekam einen Zapfenstreich aufs Auge gedrückt, darf sich keinesfalls mit jungen Damen blicken lassen und hat striktes Alkoholverbot. Mal sehen wie lange der Gute das auf der Welttournee mit den Stones durchhält...
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James Cameron schwärmte von dem Leuchten in ihrem Gesicht und ihren Augen und machte sie in dem Jahrhundertfilm "Titanic" in der Rolle der...
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Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.