Originaltitel: A Streetcar Named Desire
USA 1951
Vivien Leigh
Marlon Brando
Kim Hunter
Regie: Elia Kazan
Verleih: Warner
Die psychisch labile Lehrerin Blanche DuBois, die unter anderem eine katastrophale Ehe hinter sich hat, sucht Zuflucht bei ihrer in New Orleans lebenden jüngeren Schwester Stella. Diese ist mit dem polnischstämmigen, groben Stanley Kowalski verheiratet und lebt in armen Verhältnissen. Blanche hat von Anfang an ein gespanntes Verhältnis zu Stanley, der ihr offenes Mißtrauen entgegenbringt. Als sich für Blanche eine Beziehung mit einem scheuen Pokerpartner Stanleys anbahnt, macht er dem Versuch brutal ein Ende. Um Blanche noch mehr zu demütigen, vergewaltigt er sie, was sie psychisch nicht verkraften kann: sie wird in eine Heilanstalt eingeliefert.

Zu den besten Literaturverfilmungen aller Zeiten zählt dieses atmosphärisch dichte und bedrückende Kammerspiel, das auf dem gleichnamigen Bühnenstück von Tennessee Williams, der auch am Drehbuch mitarbeitete, beruht. Der Überraschungserfolg vom Broadway wurde von Elia Kazan mit dem damals 23-jährigen Marlon Brando in der Rolle des Stanley Kowalski kongenial umgesetzt. Als Blanche DuBois lieferte Vivien Leigh die andere darstellerische Sensation des Films, sie bekam für ihre souveräne Leistung den Oscar.
| Darsteller: | Vivien Leigh | als Blanche DuBois | |
|---|---|---|---|
| Marlon Brando | als Stanley Kowalski | ||
| Kim Hunter | als Stella Kowalski | ||
| Karl Malden | als Mitch | ||
| Rudy Bond | als Steve Hubbell | ||
| Nick Dennis | als Pablo Gonzales | ||
| Peg Hillias | als Eunice Hubbell | ||
| Regie: | Elia Kazan | ||
| Drehbuch: | Oscar Saul | ||
| Produzent: | Charles K. Feldman | ||
| Buchvorlage: | Tennessee Williams | ||
| Kamera: | Harry Stradling Sr. | ||
| Schnitt: | David Weisbart | ||
| Musik: | Alex North | ||
| Produktionsdesign: | Richard Day | ||
| George James Hopkins | |||
Nicht nur der offene Umgang mit Sexualität sorgte für Aufsehen, auch das Image des Hauptdarstellers weckte Interesse.
Als Elia Kazans "Endstation Sehnsucht" am 19. September 1951 in New York Premiere feierte, war Marlon Brando noch unbekannt und stand ganz am Anfang seiner Karriere. Die Rolle des Stanley Kowalski in der Verfilmung von Tennessee Williams' Bühnenstück sollte ihn jedoch aus dem Nichts in die Riege der Top-Stars katapultieren.
Seine prollige Art und der Look in Jeans und hautengem T-Shirt wurde sofort von der Jugend imitiert, konnte man sich doch so von der spießigen Elterngeneration der 50er Jahre abheben und gegen sie rebellieren. Außerdem sorgte das Thema Vergewaltigung und angedeutete Homosexualität für viel Wirbel bei der zugeknöpften Gesellschaft.
Trotz Brandos großartiger Leistung war er der einzige der vier nominierten Schauspieler, der keinen Oscar gewann. Vivien Leigh, Karl Malden und Kim Hunter trugen die Trophäe stolz nach Hause. Dafür sollte Brando im Lauf seiner Karriere noch zu sehr viel mehr Ruhm kommen und als Legende in die Hollywood-Geschichte eingehen.
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