Präzise und doch entspannt beobachtete Studie über die subtilen Veränderungen in einem kleinen Pariser Freundeskreis. http://images.kino.de/flbilder/max99/bf99/bf36/b9936005/b150x150.jpg Ende August, Anfang September

Filmdetails

Ende August, Anfang September

Präzise und doch entspannt beobachtete Studie über die subtilen Veränderungen in einem kleinen Pariser Freundeskreis.


Ende August, Anfang September
Start: 07.10.1999

Originaltitel: Fin août, début septembre

Drama

Frankreich 1998
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Mathieu Amalric
Virginie Ledoyen
François Cluzet

Regie: Olivier Assayas
Verleih: Peripher

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Inhalt

Die Diagnose einer tödlichen Krankheit weckt in Adrien Zweifel an seiner Freundschaft mit Gabriel. Anders als Adrien schätzt der Konstanz im Leben und ist deshalb unsicher über seine Trennung von Jenny und seine Beziehung mit der Designerin Anne. Jenny läßt sich von Adrien trösten, der eine Affäre mit einer 15jährigen eingeht. Als Adrien stirbt, muß die Gruppe ihre Beziehung zueinander überdenken.


Kritik

Ende August, Anfang September

Eine Alltagsgeschichte aus den 90ern erzählt Olivier Assayas: Man liebt sich, man trennt sich, man findet neue Partner und bewegt sich dennoch auf der Stelle in dieser melancholischen Reflexion über Freundschaft und Liebe.

Die sentimentalen Verwirrungen finden im kleinen Freundeskreis statt. Nach zehn Jahren trennt sich Gabriel von seiner Lebensgefährtin Jenny, die immer noch an ihm hängt. Seine neue Beziehung zur besitzergreifenden Anne gestaltet sich schwierig. Sein bester Freund Adrien, dessen Partnerin sich nach langjährigen Beziehungskämpfen zurückgezogen hat, ist mit 40 der Älteste in der Runde und pflegt die Liaison zu einer 16-Jährigen. Als Adrien infolge einer mysteriösen Krankheit stirbt, kommt es zu einer emotionalen und beruflichen Neu-Positionierung der Figuren, die - von der Begrenztheit menschlicher Existenz aufgeschreckt - ihre Lebensentwürfe kritisch überprüfen und einen Neuanfang wagen. Vor allem Gabriel zieht persönliche Konsequenzen. Der nicht mit materiellen Gütern gesegnete Intellektuelle, der endlich ein feste Anstellung fand, gibt die errungene Sicherheit auf, um als freier Schriftsteller sein Glück zu versuchen.

Assayas, der sich vom Drehbuch nicht terrorisieren lassen will und auf die traditionelle narrative Struktur verzichtet, zeichnet über den Zeitraum eines Jahres hinweg die Entwicklung seiner Protagonisten in einer Welt der Unordnung und Unsicherheit, die wie Satelliten um den Fixstern Adrien kreisen. In Momentaufnahmen entwirft er kleine Einzelporträts, die sich zu einem Ganzen fügen, zum Blick auf eine desillusionierte Generation, deren Träume von der Realität eingeholt wurden, die Phantasie durch Pragmatismus ersetzt und unter der eigenen Leidenschaftslosigkeit leidet. Dabei wird - wie in französischen Filmen üblich - über Gott und die Welt lange und manchmal zu ausführlich philosophiert. Einem kleinen, exklusiven und frankophilen Publikum könnte dieses diffizile Werk durchaus gefallen. mk.

Ende August, Anfang September

Darsteller:  Mathieu Amalric   als Gabriel Deshays
  Virginie Ledoyen   als Anne Rosenwald
  François Cluzet   als Adrien Willer
  Jeanne Balibar   als Jenny
  Alex Descas   als Jeremie
  Arsinée Khanjian   als Lucie
  Nathalie Richard   als Maryelle
  Eric Elmosnino   als Thomas
  Mia Hansen-Løve   als Vera
  Olivier Cruveiller   als Axel
  Jean-Baptiste Malartre   als Herausgeber
  André Marcon   als Hattou
 
Regie:  Olivier Assayas  
Drehbuch:  Olivier Assayas  
Produzent:  Georges Benayoun  
  Philippe Carcassonne  
Ausf. Produzent:  Françoise Guglielmi  
Kamera:  Denis Lenoir  
Schnitt:  Luc Barnier  
Musik:  Ali Sarka Toure  
Produktionsdesign:  François Renaud Labarthe  
Kostüme:  Françoise Clavel  
Ton:  François Waledisch  
  William Flageollet  

Star

Mathieu Amalric

Französischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Seit Ende der 90er-Jahre einer der gefragtesten und vielseitigsten Schauspieler...

Star

Virginie Ledoyen

* 15.11.1976

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