Tobias Retzlaff
Kai Wiesinger
Maria Schrader
Regie: Franziska Buch
Verleih: Constantin
Emil werden auf seiner Fahrt nach Berlin von einem undurchsichtigen Schurken sämtliche Ersparnisse gestohlen. Gemeinsam mit einer Gruppe Kindern, die er bei seiner verzweifelten Suche nach dem Bösewicht kennen lernt, holt sich Emil sein Geld zurück. Doch zuvor müssen erst einige Abenteuer im Schmelztiegel Berlin überstanden werden.

Wenn es einen Kinderfilmklassiker gibt, dann Erich Kästners Roman "Emil und die Detektive" aus dem Jahre 1929. In der inzwischen vierten Verfilmung geht Franziska Buch die amüsante Geschichte über eine Berliner Kindergang, die sich von Erwachsenen nicht unterkriegen lässt, in moderner Form an. Mit einem Mädchen als Anführerin trägt sie dem geänderten Rollenverhalten Rechnung.
Erich Kästner ist berühmt für seine lebendige Erzählweise aus Kinderperspektive. Generationen junger Zuschauer freuten sich an verschiedenen Film-Varianten von "Pünktchen und Anton", "Das doppelte Lottchen" oder an den bisherigen drei Fassungen von "Emil und die Detektive" (1931 Gerhard Lamprecht, 1954 R.A. Stemmle, 1963 die Disney-Produktion von Peter Tewksbury). Franziska Buch nähert sich der literarischen Vorlage unbefangen, versetzt sie in das heutige quirlige Berlin. Die Basis der Geschichte bleibt: Emil, einem Jungen aus sozial schwachen Verhältnissen, werden auf der Fahrt in die Großstadt die Ersparnisse von einem undurchsichtigen Schurken gestohlen. Gemeinsam mit einer Gruppe Kindern holt er sich das Geld zurück und erlebt ein Abenteuer nach dem anderen. Neu ist die Aufwertung von Pony Hütchen, die anstelle von Gustav mit der Hupe die Kindergang im Griff hat und ein "Double" von Emil, dass statt seiner bei der Gastmutter für Unordnung sorgt. Ganz politisch korrekt fließen familiären Verhältnisse in die Handlung ein, wirft die Regisseurin einen kritischen Blick auf die nicht gerade rosige Kinderwirklichkeit. Es gibt keine intakten Familien mehr. Emils Vater ist arbeitslos und lebt im Osten der Republik, die Mutter schickt ihrem Sohn zum Geburtstag aus Kanada nur Geld und Grüße, sowie ein Foto mit neuem Partner, auch die Berliner Pastorin Hummel (herrlich zerstreut: Maria Schrader), die das Landei für zwei Wochen aufnehmen will, ist alleinerziehende Witwe und käme ohne ihren skurrilen Filius Gustav kaum zurecht, der sie zeitlich "managt". Und bei Pony Hütchen liegen sich die Eltern ständig in den Haaren. Die drei Kids übernehmen früh Verantwortung, vor allem das Mädchen überrascht durch Selbstbewusstsein, bietet Gleichaltrigen Identifikationsmöglichkeiten.
Kindgerecht inszeniert sind die Szenen, in denen die Kleinen den Großen zeigen, wo's lang geht - wenn Gustav in die Predigt seiner Mutter Kinderforderungen einschummelt und die den Text auch prompt der Gemeinde vorliest, Jürgen Vogel als Bösewicht mit vereinten Kräften besiegt wird oder Pony Hütchen im Hotel "Adlon" als verwöhntes Mädel den Portier hereinlegt. Manche Situationen (wie Ponys Kidnapping) könnten bei den sehr jungen Zuschauern Angst hervorrufen, auch die Länge von über 90 Minuten strapaziert die Aufmerksamkeit. Einem Erfolg des Familienfilms sollte das jedoch nicht im Wege stehen. Eltern, die sich gerne nostalgisch an Emil in "Knickerbockern" erinnern, werden nicht zögern, mit ihren Sprösslingen den neuen Emil in Augenschein zu nehmen. mk.
| Darsteller: | Tobias Retzlaff | als Emil Tischbein | |
|---|---|---|---|
| Kai Wiesinger | als Emils Vater/ Knut Tischbein | ||
| Maria Schrader | als Pastorin Hummel | ||
| Jürgen Vogel | als Max Grundeis | ||
| Anja Sommavilla | als Pony Hütchen | ||
| Maximilian Befort | als Gypsie | ||
| David Klock | als Gustav Hummel | ||
| Rufus Beck | |||
| Oscar Ortega Sánchez | |||
| Martin Feifel | |||
| Tim Hansen | als Krumbiegel | ||
| Maurice Kumar | als Kebab | ||
| Sergej Moya | als Flügel | ||
| Anita Schulz | als Fee | ||
| Tobias Unkauf | als Dienstag | ||
| Thando Walbaum | als Hassouna | ||
| Rudolf Kowalski | als Lehrer | ||
| Gruschenka Stevens | |||
| Horst Kotterba | |||
| Florian Lukas | |||
| Regie: | Franziska Buch | ||
| Drehbuch: | Franziska Buch | ||
| Produzent: | Uschi Reich | ||
| Peter Zenk | |||
| Christoph Holch | |||
| Susanne van Lessen | |||
| Ausf. Produzent: | Peter Zenk | ||
| Buchvorlage: | Erich Kästner | ||
| Kamera: | Hannes Hubach | ||
| Schnitt: | Patricia Rommel | ||
| Musik: | Biber Gullatz | ||
| Eckes Malz | |||
| Produktionsdesign: | Albrecht Konrad | ||
| Kostüme: | Eveline Stösser | ||
| Ton: | Manfred Banach | ||
| Michael Kranz | |||
Kai Wiesinger zählt zur ersten Garde der deutschen Filmschauspieler. Bereits für sein Leinwand-Debüt in Sönke Wortmanns "Kleine Haie" erhielt...
Martin Scorseses erster Kinderfilm: Waisenjunge Hugo kommt in einer Pariser Metrostation großen Geheimnissen auf die Spur. Für 11 Oscars nominiert!
Schöne LoveStory mit Channing Tatum und Rachel McAdams!
Kate Beckinsale ist zurück als Sexiest Vampire-Lady Undead! Top-Action in 3D!
Großer Kinospaß mit Adam Sandler in einer Doppelrolle als Zwillinge, die chaotisch Thanksgiving feiern.