Drama / Thriller http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz49/z0949512/b150x150.jpg Elisa

Filmdetails

Elisa

Start: 30.11.1995


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Inhalt

Die 17jährige Marie, die nach dem Selbstmord ihrer Mutter Elisa im Heim aufwuchs, führt ein unbeschwertes Leben in den Straßen von Paris. Doch ihre Vergangenheit holt sie immer wieder ein. Schließlich beschließt sie, ihren Vater, den sie noch nie gesehen hat, zu finden, um die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter herauszufinden.


Kritik

Mit "Elisa" gesellt sich Jean Becker in die Nähe Stanley Kubricks und David Leans - wenn auch nur hinsichtlich der opulenten kreativen Kunstpause. 12 Jahre sind seit Beckers letztem Film, "Ein mörderischer Sommer", vergangen, und die lange Wartezeit hat einen interessanten Ableger seines größten Kassenerfolges geboren. Erneut wird eine junge Frau von einer traumatischen Muttererfahrung verfolgt und sucht - von Rache getrieben - nach Erlösung. An die Stelle Isabelle Adjanis tritt Vanessa Paradis, der fragile, erfolgreich kindlich zwitschernde Paradiesvogel mit Lolita-Aura, dem 1989 mit "Weiße Hochzeit" ein ansprechender Ausflug ins Filmgeschäft gelang. Die Rolle der elternlosen 17jährigen Marie, die sich mit Freunden aus ihrem Heim (Clothilde Courau und Sekkou Sall) mit Hilfe kleiner Betrügereien durchs Leben schmarotzt, schrieb Becker Paradis auf den Leib. Im eindrucksvollen Prolog, in dem Maries verzweifelte Mutter für sich und ihre Tochter den Freitod sucht, gibt sich Becker schwermütig, um dann für eine gute Stunde einen leichteren, oft auch humorvollen Ton anzuschlagen. In diversen Kurzrückblicken entfaltet er prägende Erinnerungen Maries, die deren provokatives Verhalten, ihre latente Suche nach Liebe und familiärer Geborgenheit verständlich machen. Nach etwa 80 Minuten verlagert "Elisa" seinen Schwerpunkt. Marie spürt ihren Vater (Gérard Depardieu) auf, der die Familie einst im Stich ließ, doch in der Auslebung des Racheimpulses zeigt sich Becker versöhnlicher als 1983, löst den traumatischen Knoten seiner Hauptfiguren mit einem Bild des Friedens. Nicht zufällig erinnert "Elisa" im melancholischen Grundton an ein Chanson. Serge Gainsbourg, ein Veteran dieser typisch französischen Kunstform, der hier durch Knautschgesicht Philippe Leotard wiederbelebt wird, liefert mit seinem gleichnamigen Evergreen das dramaturgisch-atmosphärische Leitmotiv. Ihm ist dieser Film auch gewidmet, der trotz einiger zu pittoresker alkoholischer Stimmungsbilder im letzten Akt insgesamt formal und emotional überzeugt. In Frankreich stieß "Elisa" mit über zwei Mio. Zuschauern auf reges Zuschauerinteresse. Ein achtbares Ergebnis ist auch im nicht gerade frankophilen Kinoland Deutschland denkbar, sofern der französische Promotion-Rummel um Paradis, die sich hier als Schauspielerin respektabel schlägt, wenigstens ansatzweise wiederholt werden kann. kob.

Elisa

Darsteller:  Vanessa Paradis   als Marie Desmoulin
  Gérard Depardieu   als Jacques 'Lébovitch' Desmoulin
  Clotilde Courau   als Solange
  Florence Thomassin   als Élisa Desmoulin
  Michel Bouquet   als Samuel
  Philippe Léotard   als Gitanes-Raucher
  Olivier Saladin   als Kevin
  Bernard Verley   als Unternehmer
  Sekkou Sall   als Ahmed
  Werner Schreyer   als Fahrer
  Cathérine Rouvel   als Manina
  Melvil Poupaud   als Apothekerssohn
  Reine Bartève   als Großmutter
  André Julien   als Großvater
  Gérard Chaillou   als Claude Chapelier
  Bernard Lincot   als Barbesitzer
  Teco Celio   als Samuels Liebhaber
  Jenny Clève   als Maries Vermieterin
  Malcolm Conrath   als Nachtclub-Barmann
  Philippe Duquesne  
  Dodine Herry  
 
Regie:  Jean Becker  
Drehbuch:  Jean Becker  
  Fabrice Carazo  
Produzent:  Christian Fechner  
  Henri Brichetti  
Ausf. Produzent:  Hervé Truffaut  
  Didier Pain  
Kamera:  Etienne Becker  
Schnitt:  Jacques Witta  
Musik:  Zbigniew Preisner  
  Michel Colombier  
  Serge Gainsbourg  
Produktionsdesign:  Thérèse Ripaud  
Kostüme:  Gil Noir  
Ton:  William Flageollet  
  Jean-Louis Ughetto  
  Arthur Le Roux  

Star

Vanessa Paradis

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