| Darsteller: | Alberto Amarilla | als Miguelito Dávila | |
|---|---|---|---|
| María Ruiz | als Luli Gigante | ||
| Raúl Arévalo | als Babirusa | ||
| Félix Gómez | als Paco Frontón | ||
| Marta Nieto | als Cuerpo | ||
| Mario Casas | als Moratalla | ||
| Victoria Abril | als Señorita del Casco Cartaginés | ||
| Regie: | Antonio Banderas | ||
| Produzent: | Antonio Banderas | ||
| Ausf. Produzent: | Gustavo Ferrada | ||
| Buchvorlage: | Antonio Soler | ||
| Kamera: | Xavi Gimenez | ||
| Schnitt: | Mercedes Alted | ||
| Musik: | Antonio Meliveo | ||
| Kostüme: | Bina Daigeler | ||
Mit seiner zweiten Regiearbeit "Summer Rain" kehrt Antonio Banderas in seine Heimatstadt Malaga zurück. Das Liebesdrama dreht sich um Jugendliche und ihre ersten Erfahrungen in Sachen Liebe.
Die Schauspieler Alberto Amarilla und Maria Ruiz knutschen in "Summer Rain" (Foto: Berlinale)
» Was brachte Sie dazu, wieder Regie zu führen?
Antonio Banderas: Regie ist meine Leidenschaft. Als Schauspieler kann ich Regisseure ganz schön nerven, weil ich immer alles genau wissen will. Als mir Brian de Palma nicht gerade eine Superrolle in "Femme Fatale" anbot, habe ich ihm gesagt: "Lass uns einen Deal machen. Ich spiele mit, aber dafür darf ich den Kameramann begleiten und mir alles erklären lassen, bin sozusagen Teammitglied." Eine tolle Gelegenheit zu einem privaten Intensivkurs.
Als ich dann den Roman meines alten Freundes Antonio Soler über unsere Jugend in Malaga las, wusste ich auf Seite 30, dass das der richtige Filmstoff ist. Das Buch geht in die Siebzigerjahre zurück und erinnert mich an die ersten Gehversuche in Sachen Sex. Es waren Jahre der Unsicherheit. Wir platzten vor Gefühl und konnten es nicht ausdrücken.
» Erinnern Sie sich gern an die Zeit?
Sie gehört zu mir, aber es dauerte, bis es zu einem gewissen Selbstbewusstsein kam. Ich wollte diese Zeit der Unschuld aus meiner Perspektive mit all ihren Schwierigkeiten erzählen. Die Unmöglichkeit zu lieben und geliebt zu werden, war das Schlimmste. Alle sehnten sich nach Liebe, aber keiner traute sich, das zuzugeben. Und dann die Minderwertigkeitskomplexe! Damals hatten wir noch Franco im Nacken und mussten uns erst langsam an die Freiheit gewöhnen.
» Amerika und Europa. Wo liegt der Unterschied in der Arbeit?
In Europa kann ich meinen eigenen Stil entwickeln und habe meine eigene Produktionsfirma. Bei "Verrückt in Alabama" schrieb mir das Studio vor, was ich zu tun hatte. "Summer Rain" kostete unter zehn Millionen Dollar, da steht man nicht unter Erfolgszwang. Ich kann guten Gewissens etwas ausprobieren, meine Grenzen austesten und ein Risiko eingehen. So ein Film wäre in den USA nicht möglich. Ich habe als Regisseur aber noch einen langen Weg vor mir. Deshalb traue ich mich auch noch nicht, selbst in meinem Film vor die Kamera zu treten.
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