Originaltitel: She's All That
USA 1998
Freddie Prinze Jr.
Rachael Leigh Cook
Matthew Lillard
Regie: Robert Iscove
Verleih: Studiocanal
Der Highschool-Übermacker Zack bekommt von seiner Freundin einen Laufpaß und wettet mit seinem Kumpels, er könne jedes auch noch so häßlich Mädchen zur Promqueen der Schule verwandeln. Um die Wette einzulösen, macht er sich an die ungeschickte Brillenschlange Laney heran und verliebt sich in sie, nachdem einige kleine Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden können.

In Ermangelung ernstzunehmender Konkurrenz hat die gute, alte Teenagerkomödie zum ersten Mal in diesem Jahrzehnt Hochkonjunktur. Hielt sich die vergangenen beiden Wochenenden die fröhlich-besinnliche Footballdramedy "Varsity Blues" an vorderster Boxoffice-Front, konnte jetzt die herzig-formelhafte Highschool-Lovestory "She's All That" mit beeindruckenden 16,8 Mio. Dollar an die Spitze schnellen. Regisseur Robert Iscove darf sich für sein Debüt auf bekannte Komponenten verlassen. So stehen ihm neben einer jungen Besetzung eine bewährte Storyline - man denke an eine Verquickung aus "My Fair Lady", "Breakfast Club", "Clueless - Was sonst?" und ein Hauch "Carrie" - und ein laut plärrender Soundtrack von aktuellen Alternativ-Hits zur Verfügung.
Ihren Ausgang nimmt diese Aschenputtel-Variante, als der Highschool-Übermacker Zack (Freddie Prinze Jr. aus "Ich weiß noch immer, was Du letzten Sommer getan hast") von seiner eingebildet-hohlköpfigen Freundin Taylor (Jodi Lyn O'Keefe) vor allen Augen den Laufpaß bekommt. Daraufhin wettet er mit seinem Kumpel Dean (Paul Walker aus "Pleasantville"), daß er innerhalb von sechs Wochen jedes noch so unattraktive Mädchen der Schule in die Promqueen verwandeln könne. Die Wette gilt, und die Wahl fällt auf die ungeschickte Brillenschlange Laney (Newcomerin Rachel Leigh Cook aus der TV-Hitserie "Dawson's Creek", könnte die kleine Schwester von Winona Ryder sein), deren gehässige Mitschülerinnen ihr nur eine Empfehlung mit auf den Weg geben: Sie soll sich am besten gleich umbringen. Als Schulsuperstar Zack, dessen einziges Problem im Leben darin besteht, sich für eine von drei Elite-Unis zu entscheiden, die ihn allesamt bereits akzeptiert haben, sich an das häßliche Entlein heranmacht, ist sie mißtrauisch, läßt sich allmählich aber doch von ihm einwickeln, während das Mauerblümchen ein klassisches Makeover, komplett mit neuem Haarschnitt und tiefausgeschnittenem Outfit, erhält - ein Metamorphoseeffekt, der unspektakulär ist, da sie auch zuvor nicht allzu häßlich aussah. Wie sich leicht erahnen läßt, verliebt sich Zack in die bodenständige und bildhübsche Laney, doch bevor es zum Happy End kommen kann, muß man noch minimale Hindernisse aus dem Weg räumen.
Für Humor sorgen in diesem allzu durchschaubaren Szenario Zacks ekelhafte Exfreundin und ihre neue Flamme Brock Hudson (Matthew Lillard), der als narzißtisches Besetzungsmitglied der MTV-Serie "The Real World" eine herrlich bissige Parodie abliefert. Zwei kurze Fantasysequenzen verulken diese und eine weitere MTV-Produktion. Ansonsten bedient sich "She's All That" penibel bei den Formeln von Komödien der 80er Jahre: So wird auf sozialen Rang übertriebener Wert gelegt, und auch die Anpassung der Protagonistin von der eigenständigen Individualistin zur angepaßten Konformistin paßt ins Bild einer Jugend, die Rebellion und Fun längst hinter sich gelassen hat und einzig an Karriere interessiert scheint. Positiv bleibt Freddie Prinze Jr. in Erinnerung, der eine an sich nicht übermäßig ausgereifte Rolle mit viel Charme und einigen Facetten zu versehen weiß. ara.
| Darsteller: | Freddie Prinze Jr. | als Zack Siler | |
|---|---|---|---|
| Rachael Leigh Cook | als Laney Boggs | ||
| Matthew Lillard | als Brock Hudson | ||
| Paul Walker | als Dean Sampson | ||
| Jodi Lyn O'Keefe | als Taylor Vaugham | ||
| Kevin Pollak | als Wayne Boggs | ||
| Anna Paquin | als Mackenzie Siler | ||
| Kieran Culkin | als Simon Boggs | ||
| Elden Henson | als Jesse Jackson | ||
| Usher | als Campus D.J. | ||
| Kimberly 'Lil' Kim' Jones | als Alex | ||
| Gabrielle Union | als Katie | ||
| Dulé Hill | als Preston Harrison | ||
| Regie: | Robert Iscove | ||
| Drehbuch: | Lee Fleming | ||
| Produzent: | Peter Abrams | ||
| Richard N. Gladstein | |||
| Robert L. Levy | |||
| Koproduzent: | Richard Hull | ||
| Jennifer Gibgot | |||
| Ausf. Produzent: | Bob Weinstein | ||
| Harvey Weinstein | |||
| Kamera: | Francis Kenny | ||
| Schnitt: | Casey O. Rohrs | ||
| Musik: | Stewart Copeland | ||
| Produktionsdesign: | Charles Breen | ||
| Gary Diamond | |||
| Kostüme: | Denise Wingate | ||
| Ton: | Mark Weingarten | ||
Das Londoner West End wird immer mehr zum Auffangbecken für Leinwand-Stars, die dem Tagesgeschäft in Tinseltown für einige Zeit den Rücken kehren wollen.
Der eine oder andere möchte auf der Bühne allerdings auch den Beweis antreten, dass er mehr auf dem Kasten hat, als so mancher Kritiker vermutet. Bestes Beispiel: Freddie Prinze Jr., seines Zeichens Ehemann von Serien-Darling Sarah Michelle Gellar und in Hollywood erste Wahl für die Rolle des smarten College-Schönlings in eher anspruchsarmen Komödien.
Doch mit "Eine wie Keine" und Co. ist jetzt erstmal Schluss - ab Januar steht Prinze Jr. auf der Bühne im Londoner West End. Der 26-Jährige spielt am Garrick Theatre in dem etablierten Stück "This Is Our Youth", das schon einmal mit großen Erfolg und Gast-Aufttritten von Matt Damon, Colin Hanks und Hayden Christensen im West End zu sehen war.
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Als Verführer mit Bürstenhaarschnitt und hochgewachsener sportlicher Typ wurde Freddie Prinze Jr. mit seinem gefälligen Äußeren der...
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Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.