24 Stunden aus dem Leben einer Frau. Charlotte ist 27, Redakteurin einer Frauenzeitschrift, zum zweiten Mal verheiratet, mit Sohn aus erster Ehe. Sie ist mit ihrem Geliebten, einem Schauspieler, zusammen, holt den Gatten, einen Piloten, vom Flughafen ab, verbringt mit ihm und einem Journalisten den Abend. Am anderen Tag erfährt sie, dass sie schwanger ist, weiß aber nicht von wem. Sie trifft den Geliebten im Kino des Flughafens Orly. Im Flughafenhotel lesen sie mit verteilten Rollen eine Abschiedsszene aus Racines "Bérenice".
Die Dreiecksgeschichte zeichnet das Bild der Frau in einer überwiegend von Männern bestimmten Welt, die bis in die Mode reicht. So blättert Charlotte in Dessous-Reklamen, macht dem Gatten "Striptease-Vorschläge". Jean-Luc Godard nimmt den Film wie in Werbefilmen klinisch sauber auf, attackiert Konsum- und Warenwelt. Die Collage über das moderne Leben und die Entindividualisierung bezieht den damals aktuellen Auschwitz-Prozess ein. Die Zensur verlangte 1964 die Titeländerung von "La femme mariée" in "Une femme mariée".
| Darsteller: | Macha Méril | als Charlotte | |
|---|---|---|---|
| Bernard Noel | als Ihr Liebhaber | ||
| Philippe Leroy | als Ihr Mann | ||
| Roger Leenhardt | |||
| Rita Maiden | |||
| Regie: | Jean-Luc Godard | ||
| Drehbuch: | Jean-Luc Godard | ||
| Produzent: | Philippe Dussart | ||
| Kamera: | Raoul Coutard | ||
| Georges Liron | |||
| Musik: | Ludwig van Beethoven | ||
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